Aufbruch in neue Blasmusik-Ära?

Bollnbacher Berg- und Hüttenkapelle gab Neujahrskonzert und musizierte mit Musikverein

suk Herdorf. Mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm begrüßte die Bollnbacher Berg- und Hüttenkapelle am Sonntag das neue Jahr und feierte gleichzeitig das 25-jährige Dirigentenjubiläum ihres musikalischen Leiters Klaus Weller (siehe gesonderten Bericht). Der Vorsitzende des Vereins, Joachim Bender, freute sich darüber, im vollbesetzten Hüttenhaus zahlreiche Ehrengäste zu begrüßen, und führte das Publikum auf abwechslungsreiche Weise durch das Programm.

Dabei ging er zum einen auf die Stücke ein, die allesamt in der »Ära Klaus Weller« eine große Rolle gespielt haben, aber immer wieder auch auf den Werdegang von Klaus Weller selbst. Bender, dessen musikalische Laufbahn eng mit der des Dirigenten verknüpft ist, erzählte so manche Anekdote aus den letzten 25 Jahren, die immer wieder deutlich machte, dass in diesem Orchester neben der Musik die Kameradschaft intensiv gepflegt wird.

Am Sonntag allerdings stand die Musik im Vordergrund. Hier übernahm ein Blechbläserensemble mit einigen klassischen Sätzen die Eröffnung. Michael Käppel, Johannes Scheele, Karl-Josef Käppel und Peter Wiedemann erwiesen sich als gut eingespieltes Team, das durch eine glänzende Leistung überzeugte. Feierliche Trompetenklänge dominierten das erste Stück, den »Einzug der Gäste auf der Wartburg« aus Wagners Oper »Tannhäuser«. Kraftvoll und präzise zugleich intonierten die Register ihre Stimmen und sorgten für ein ergreifendes Klangerlebnis. Mit der »New Barock Suite« von Ted Huggens erklang im Anschluss ein modernes Originalwerk für Blasorchester, dessen Charakter an die barocken Werke großer Meister angelehnt war, vom Komponisten jedoch mit modernen Rhythmen und Melodieelementen unterlegt wurde.

Genauso eindrucksvoll wurde die Filmmusik zu »Lawrence von Arabien« gespielt. Die Schlagzeuger – Michael Stockschläder, Torsten Kroll, Helge Katreinitsch und Robin Moll – übernahmen die Führungsrolle und leiteten das Orchester souverän durch die prägnanten Melodien. Im zweiten Teil erklang mit »Moment for Morricone« eine weitere Filmmusik, die den Zuhörern unter die Haut ging, das bekannte Stück »Speak softly love« sowie »Il Triello« sorgten für Begeisterung. Hier brillierte Trompeter Tobias Trapp mit einem strahlenden Solo.

Ein Novum erlebten die Besucher mit dem Auftritt einer Nachwuchsrockband. Im Hüttenhaus sorgte die junge Formation »Kein Bier vor 4« mit Sängerin Nina Meyer für Riesenstimmung. Die Musiker und ihre Frontfrau gaben auch nach Ende des offiziellen Teils weitere Kostproben ihres Könnens. Zweite Besonderheit war der gemeinsame Auftritt der Bollnbacher Berg- und Hüttenkapelle mit dem Musikverein Herdorf. Über einen möglichen Zusammenschluss der beide Traditionskapellen wird seit längerem nachgedacht (die Siegener Zeitung berichtete). Bei diesem Konzert wurde ein erster Versuch unternommen.

Unter der Leitung von Klaus Weller eröffnete sich dem Betrachter schon ein eindrucksvolles Bild, als rund 70 Musiker auf der Bühne Platz nahmen und gemeinsam die »Bilder einer Ausstellung« von Modest Mussorgsky intonierten. Dieses äußerst schwierige Stück mit seinen acht Sätzen stellte höchste Anforderungen an alle Register, die hier durch ein hohes Maß an Können, Konzentration und Ausdruckstärke begeisterten.

Auch der Nachwuchs beider Kapellen musizierte gemeinsam. Die Kinderkapelle und auch die älteren der Jugendkapelle eroberten unter anderem mit Hits von den Beatles die Herzen der Konzertbesucher im Sturm.

Nachdem der Musikverein unter der Leitung von Marco Lichtenthäler die Füße der Anwesenden mit einem Abba-Medley zum Wippen gebracht hatte, sorgte ein weiterer gemeinsamer Auftritt beider Kapellen für den krönenden Abschluss dieses außergewöhnlichen Konzertes.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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