Firmlinge nähen Masken für den guten Zweck
Aus 15 Euro 600 gemacht

Eine Kiste mit vielen nützlichen Dingen haben die Firmlinge Alina Utsch, Anna Rüggeberg und Mirjam Brühl (hinten, v. l.) mit dem Erlös ihrer Maskenaktion organisiert und bei der Tagesgruppe „Flex“ abgeliefert.
  • Eine Kiste mit vielen nützlichen Dingen haben die Firmlinge Alina Utsch, Anna Rüggeberg und Mirjam Brühl (hinten, v. l.) mit dem Erlös ihrer Maskenaktion organisiert und bei der Tagesgruppe „Flex“ abgeliefert.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

rai Herdorf. Das Startkapital war mit 15 Euro überschaubar. Daraus schöpften die Firmlinge Alina Utsch, Anna Rüggeberg und Mirjam Brühl einen erklecklichen Betrag. Mit einer guten Idee, ihren Talenten sowie Fleiß und Kreativität haben sie es geschafft, aus den 15 Euro fast 600 Euro zu machen – für den guten Zweck.
Im Städtchen hätte im November gefirmt werden sollen, was Pandemie-bedingt nicht möglich war. Vorbereitet auf diesen besonderen Tag hatten sich auch die 14 Firmlinge, die aus der Messdienerschar St. Aloisius kommen. Bei einem Firmtreffen der Gruppe stand ein Gleichnis, das Jesus seinen Jüngern erzählt, im Fokus: Ein Mann vertraut seinen Dienern eine bestimmte Zahl an Silbergeld an. Später schaut er, was sie daraus gemacht haben.
So bekam jeder aus der Firmlingsgruppe 5 Euro. Alina, Anna und Mirjam taten sich zusammen und überlegten, wie das Geld sinnvoll vermehrt werden kann – und sie machten aus der Not eine Tugend: Die drei stellten für die Messdiener die damals noch erlaubten Stoffmasken her. Dem Stoff wurde das Logo der Messdienerschar aufgedrückt und der jeweilige Name verewigt. Stoff einkaufen, einen Stempel mit dem Logo anfertigen lassen und Textilfarbe besorgen; im August ratterten dann die Nähmaschinen.
Das Zimmer der heute 17-jährigen Alina wurde zur Schneiderei. „Wir haben ständig neuen Stoff gekauft“, sagt die 14-jährige Anna. Die Handarbeit fand guten Absatz. So wurde das Angebot ausgeweitet: Mit selbstgestalteten Plakaten wurde für die Aktion an der Kirche geworben und darüber informiert, wofür der Erlös bestimmt war. Mirjam, 15 Jahre alt, drehte ein Video von der Aktion.
Zuschneiden, nähen, bedrucken und das Logo „festbügeln“ – viele Handgriffe waren erforderlich. „Mehr als 100 Masken haben wir gefertigt.“ Pro Exemplar 5 Euro. „Mancher hat auch mehr gegeben“, freuen sie sich.
 „Sie haben die Zeit der Masken wunderbar erkannt“, sagte Gemeindereferent Jeffrey Merker, der mit Joschua Zimmermann und Lisa Schischkowski als Katechete bei den Messdiener-Firmlingen wirkt. Lobend stellte Schischkowski heraus, dass Masken auch in einer Größe für Kinder genäht wurden. Die biblische Erzählung im Hinterkopf, wollten die drei „das Möglichste erreichen“.
Kern der Aktion war es, sich einzusetzen: „Einfach mutig sein“, das sei hier entscheidend, so Merker. Die Firmlinge hätten eindrucksvoll bewiesen, was machbar sei. „Es war viel Arbeit, aber es hat Spaß gemacht“, sind sie sich einig: „Und es wurde etwas für den guten Zweck gemacht.“ So erfüllten sie Wünsche der Tagesgruppe „Flex“, in der Kinder nach der Schule zu Mittag essen, Hausaufgaben machen und Spaß haben.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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