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Großprojekt Ortsdurchfahrt Herdorf
Beginn der Bauarbeiten an Steinaus Eck verschoben

Nadelöhr Steinaus Eck: Die Kreuzung in der Herdorfer Ortsdurchfahrt wird ab Herbst zur Großbaustelle.
  • Nadelöhr Steinaus Eck: Die Kreuzung in der Herdorfer Ortsdurchfahrt wird ab Herbst zur Großbaustelle.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

dach Herdorf. Eigentlich hätte es im März mit den Bauarbeiten rund um Steinaus Eck (L284/L 285) losgehen sollen. Doch mittlerweile sieht der Plan vor, mit dem Großprojekt in der Herdorfer Ortsdurchfahrt erst im Herbst zu beginnen. Das teilte Dr. Kai Mifka auf Anrage der SZ mit.
Der stellv. Leiter des zuständigen Landesbetriebs Mobilität in Diez verweist darauf, dass bei diversen Bauabschnitten Fristen einzuhalten seien. Und da passe der Herbst einfach besser in den Zeitplan. Der Abriss der Häuserzeile etwa dürfe lediglich von Oktober bis Ende Februar geschehen. Das sei eine Vorgabe der Landespflege, Stichwort: Brutvögel. Beim Bau der neuen Brücke müsse man beispielsweise die Hochwasserzeit im Blick behalten. „Es sind viele Randbedingungen zu beachten.

dach Herdorf. Eigentlich hätte es im März mit den Bauarbeiten rund um Steinaus Eck (L284/L 285) losgehen sollen. Doch mittlerweile sieht der Plan vor, mit dem Großprojekt in der Herdorfer Ortsdurchfahrt erst im Herbst zu beginnen. Das teilte Dr. Kai Mifka auf Anrage der SZ mit.
Der stellv. Leiter des zuständigen Landesbetriebs Mobilität in Diez verweist darauf, dass bei diversen Bauabschnitten Fristen einzuhalten seien. Und da passe der Herbst einfach besser in den Zeitplan. Der Abriss der Häuserzeile etwa dürfe lediglich von Oktober bis Ende Februar geschehen. Das sei eine Vorgabe der Landespflege, Stichwort: Brutvögel. Beim Bau der neuen Brücke müsse man beispielsweise die Hochwasserzeit im Blick behalten. „Es sind viele Randbedingungen zu beachten.“

Im Herbst soll der Abbruch der Häuserzeile beginnen

Außerdem habe man vor Weihnachten die Aufträge nicht mehr ausschreiben wollen, weil die Gefahr bestanden habe, teure Angebote zu erhalten, weil einige Firmen bereits im Jahresendurlaub gewesen seien. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Sinn macht, das über dem Knie zu zerbrechen“, so Mifka. Zumal man damit im Frühjahr die Abläufe nochmal gründlich durchplanen und dann im Sommer die Ausschreibungen auf den Markt bringen könne.
Also soll im Herbst mit dem Abbruch begonnen werden, Anfang 2022 dann mit den eigentlichen Bauarbeiten. 16 Monate sind für das Projekt anvisiert. 1,8 Millionen Euro werden hier insgesamt investiert.

Hellerbrücken-Neubau an Steinaus Eck dauert drei bis vier Monate

Dazu gehört auch, die Hellerbrücke im Kreuzungsbereich zu erneuern. Zumindest die Durchfahrt in Richtung Betzdorf wird dann definitiv nicht mehr möglich sein. „Da gibt es kein Vertun.“
Eine Behelfsbrücke werde es aber „auf keinen Fall“ geben, so Dr. Mifka. Das sei unverhältnismäßig, weil eine solche Brücke etwa die Hälfte des regulären neuen Bauwerks kosten würde. Außerdem verlängere das aufgrund von nötigen Planungen die Vorlaufzeit deutlich, schließlich müsse eine Behelfsbrücke ebenso standfest sein wie eine normale. Und: An Steinaus Eck gebe es dafür auch gar keinen Platz. Der eigentliche Bau der neuen Brücke werde drei bis vier Monate in Anspruch nehmen. Vorher wird die jetzige Brücke an Ort und Stelle zersägt und in Einzelteilen herausgehoben.
Die Umleitung während der gesamten Bauphase werde großräumig angelegt. Ob der Verkehr auch innerhalb Herdorfs umgeleitet werden kann, vermochte der stellv. Behördenleiter derzeit noch nicht zu sagen.

Politik versprach bereits 2013 eine Verbesserung der Situation

Über den Abriss der Häuserzeile und den Brückenneubau hinaus werden hier die Straßenführung verändert und diverse Versorgungsleitungen neu verlegt. Mifka: „Das ist eine komplexe Maßnahme.“
Das Projekt kommt beileibe nicht aus heiterem Himmel. Der Knotenpunkt L284/L285 tauchte seit Jahren immer mal wieder in diversen Bauprogrammen des Landes auf. Bereits vor 15 Jahren wurde hier in diesem Zusammenhang eine Verkehrserhebung zum Fahrzeugaufkommen durchgeführt.
Ende 2013 sagte Innenminister Roger Lewentz bei einem Ortstermin an der Kreuzung: „Ich habe den Landesbetrieb Mobilität gebeten, hier Tempo zu machen.“ Da sollte es auf ein halbes Jahr früher oder später auch nicht mehr ankommen, könnte man meinen.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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