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DJK Herdorf steht vor Großprojekt
Der Kunstrasen ist fällig

DJK-Vorsitzender Stephan Romschinski hat es in der Hand: Er will mit seinem Vorstandsteam die Sanierung der Ludwig-Wolker-Sportanlage angehen.
  • DJK-Vorsitzender Stephan Romschinski hat es in der Hand: Er will mit seinem Vorstandsteam die Sanierung der Ludwig-Wolker-Sportanlage angehen.
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  • hochgeladen von Julian Kaiser

dach Herdorf. Alles hat seine Zeit, auch ein Kunstrasen. Der Belag des Fußballplatzes der Ludwig-Wolker-Sportanlage in Herdorf hat seine Schuldigkeit getan, sollte bald ausgetauscht werden. Das ist die Quintessenz eines Ortstermins von DJK-Vorstand, Stadt und des Bauunternehmens Strabag. „Das Granulat ist sehr weit oben, die Rasenschicht gut abgetragen“, bilanziert Stephan Romschinski.
Der neue Vorsitzende der Herdorfer DJK – seit Ende Oktober im Amt – möchte das Thema mit seinen Vorstandskollegen vorantreiben. Denn die Anlage, im Städtchen meist schlicht DJK-Platz genannt, ist die wichtigste Sportstätte in Herdorf, im Besitz des wichtigsten Vereins.

dach Herdorf. Alles hat seine Zeit, auch ein Kunstrasen. Der Belag des Fußballplatzes der Ludwig-Wolker-Sportanlage in Herdorf hat seine Schuldigkeit getan, sollte bald ausgetauscht werden. Das ist die Quintessenz eines Ortstermins von DJK-Vorstand, Stadt und des Bauunternehmens Strabag. „Das Granulat ist sehr weit oben, die Rasenschicht gut abgetragen“, bilanziert Stephan Romschinski.
Der neue Vorsitzende der Herdorfer DJK – seit Ende Oktober im Amt – möchte das Thema mit seinen Vorstandskollegen vorantreiben. Denn die Anlage, im Städtchen meist schlicht DJK-Platz genannt, ist die wichtigste Sportstätte in Herdorf, im Besitz des wichtigsten Vereins. Die DJK hat aktuell 1475 Mitglieder – da können im Kreis Altenkirchen nur ganz wenige mithalten (auch was das Eigentum einer eigenen Sportanlage betrifft).

2005 eingeweiht

Im Jahr 2005 war der Kunstrasenplatz samt Tartanlaufbahn eingeweiht worden. Die Lebensdauer war seinerzeit auf 15 Jahre ausgelegt, berichtet Stephan Romschinski. Die Fünfmeterräume und Elfmeterpunkte haben es jedenfalls nicht so lange geschafft, sind bereits vor einigen Jahren ausgetauscht worden. Nun fällt vor allem der Unterschied etwa zum Zustand der Strafräume bzw. des mittleren Bereichs des Sportplatzes auf. „Die Grashalme lösen sich“, berichtet der Vorsitzende. Teils schlägt die Oberfläche Wellen, wenn auch sehr sanfte. „Es muss dringend was gemacht werden“, so Stephan Romschinski.

Fördertöpfe anzapfen

Dafür will die DJK Herdorf entsprechende Fördertöpfe anzapfen. Speziell hat sie einen im Blick, der eine 90-prozentige Kostenübernahme gewährleisten würde. Es handelt sich um ein Programm des Bundes, das zwar zum Jahresende ausläuft, aber wohl bis 2024 verlängert werden soll, wie es aus dem Innenministerium heiße, so Romschinski.

Eigenanteil so oder so sportlich

Klar ist: Alleine kann der Verein die Aufgabe nicht schultern, auch nicht mit der regulären Sportstättenförderung des Landes, die 40 Prozent ausmachen würde. Denn: Ein Gesamtpaket aus Erneuerung des Kunstrasens, einem frischen Tartanbelag im Außenbereich sowie der Umstellung der Flutlichtanlage auf LED-Technik liegt nach einer ersten Schätzung bei knapp über einer Million Euro. Selbst der Eigenanteil bei der Super-Förderung des Bundes wäre mit 100 000 Euro noch eine ziemlich sportliche Aufgabe für die DJK Herdorf.

"Die Grashalme lösen sich."
Stephan Romschinski, DJK-Vorsitzender

Naturrasen ergibt keinen Sinn

Dass es erneut Kunstfasern sein sollen, steht für den Vorstand außer Frage. Romschinski: „Wir sind uns einig, dass ein Naturrasen keinen Sinn macht.“ Von den Pflegekosten abgesehen geht es hier vor allem um die Strapazierfähigkeit. Schließlich trainieren und spielen auch die Fußballer der Herdorfer Spielgemeinschaft hier, sobald die Glück-auf-Kampfbahn (Naturrasen ohne Flutlicht) als Geläuf ausfällt.
Zwar waren die Kunstrasenplätze der ersten Generation nicht gerade gut zu den Kicker-Knien, die neuen Beläge seien aber „richtig toll“. Romschinski nennt als Beispiele Daaden und Niederfischbach – beides Anlagen, die bereits den zweiten Kunstrasenbelag bekommen haben.

Hoffen auf Engagement der Mitglieder

Damit nicht genug: Auch am Sportlerheim soll sich etwas tun. Man will dazu einen Bauausschuss gründen, der vor allem mit Vereinsmitgliedern bestückt werden soll, die selbst Handwerker sind oder im Idealfall sogar einen eigenen Betrieb haben. Erste Fenster sind bereits ausgetauscht worden, als nächstes sollen die Duschen auf Vordermann gebracht werden. Und die alte Heizungsanlage will auch demnächst erlöst werden. „Wir müssen viel in Eigenleistung machen“, so Stephan Romschinski: „Wir hoffen da auf das Engagement der Mitglieder.“

Lebendige Zukunft

Das gilt auch für das Finanzielle. „Wir werden Spenden sammeln und Aktionen fahren.“ Dass es die Ludwig-Wolker-Anlage wert ist, steht für den neuen Chef außer Frage. Er erinnert sich an einen Abend im Spätsommer, als viele die Pandemie überstanden wähnten und rund um den Sportplatz gleich vier Gruppen gleichzeitig aktiv waren: Die „alten Herren“ der Fußballabteilung, die Jugendtanzgruppe, Gymnastik und Leichtathletik. „Da war total das Leben hier oben.“ Und genauso stellt sich das Stephan Romschinski auch für die Zukunft vor.

Historie 1910-1911: erste Rodungsarbeiten; 1928-1931: erster Ausbau des Sportgeländes; 1955-1958: grundlegender Umbau inklusive Leichtathletikanlage; 1967-1972: Erweiterung samt Aufschüttung mit 5000 Lkw-Ladungen; 1977: Errichtung Flutlichtanlage; 2004-2005: Umbau zum Kunstrasenplatz mit Tartanbahn.
Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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