Ein Betzdorfer will Uwe Erner ablösen

CDU Herdorf stellte Kandidaten vor: Matthias Röttgen / Letztes Wort haben die Mitglieder

damo Herdorf. Sie wollten einen Verwaltungsfachmann – und sie haben einen gefunden: Matthias Röttgen aus Betzdorf wird aller Voraussicht nach als Kandidat des CDU-Stadtverbands bei der Bürgermeister-Wahl im Frühsommer antreten.

»Der engere Vorstand hat schon länger mit Hilfe von Josef Rosenbauer nach einem geeigneten Kandidaten gesucht«, berichtete Stadtverbands-Vorsitzender Georg Beck – als stärkste Fraktion im Stadtrat sei die CDU ja selbstverständlich verpflichtet, einen eigenen Kandidaten für die Wahl aufzustellen.

Gestern stellte sich der angehende Kandidat Röttgen dann im Rahmen einer Pressekonferenz im Haus »Concordia« vor. Das letzte Wort über seine Kandidatur haben indes die Mitglieder des Stadtverbands: Sie werden am 27. Januar darüber abstimmen, ob der Verwaltungs-Experte gegen Uwe Erner und vielleicht – das ist noch offen – einen SPD-Kandidaten antritt.

Dass Röttgen nicht aus dem »Städtchen« kommt, fiel bei der Suche nach einem Kandidaten nicht negativ ins Gewicht, berichtete Beck auf Frage der SZ: »Wir wollten einen Verwaltungsfachmann – das war das entscheidende Kriterium.«

Auf ihrer Suche wurden die Herdorfer Christdemokraten im Betzdorfer Rathaus fündig: Dort arbeitet Röttgen derzeit in den Bereichen Verwaltungs-Modernisierung, Organisation und Controlling. Er kann auf eine 20-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurückblicken. Von 1990 bis 1993 hat Röttgen eine Fachhochschule für öffentliche Verwaltung besucht und diese mit dem Titel Diplom-Verwaltungswirt abgeschlossen. Von 1995 bis 1997 hat er sich mit einem BWL-Studium an der Koblenzer Verwaltungsakademie weiter qualifiziert und dort den Abschluss des Diplom-Verwaltungs-und-Betriebswirts erlangt.

Röttgen ist parteilos – und will es nach eigenen Angaben auch vorerst bleiben. Dazu CDU-Kreisvorsitzender Dr. Josef Rosenbauer: »Die Partei stand nicht im Mittelpunkt. Wir haben gefragt, was die Stadt braucht: einen Verwaltungsfachmann. Und das ist Matthias Röttgen.«

Röttgen, der katholisch und verheiratet ist und ein Kind hat, hat sich hohe Ziele gesetzt. Seine Gründe zur Kandidatur: »Den Ausschlag hat die Aufgabe gegeben, als Bürgermeister einer Stadt im Dialog mit dem Rat und den Bürgern das öffentliche Leben mitgestalten zu können und die Weichen für eine positive Zukunftsentwicklung zu stellen.« Ohne Kreativität, Einfühlungsvermögen und hundertprozentigen Einsatz könne man dieser Aufgabe nicht gerecht werden – »und genau das ist meine Motivation, mich als Kandidat zu stellen«, erklärte Röttgen. Einen Wahlsieg vorausgesetzt, hat er sich vorgenommen, die Herdorfer Verwaltung zu modernisieren: »Die Herdorfer stehen zu ihrer Stadt, sie haben eine starke Bindung. Also muss die Verwaltung auch eine starke Bindung zu ihren Bürgern haben«, meinte Röttgen. In der Praxis bedeute das, dass er eine kundenorientierte Verwaltung anstrebt. So will er ein Bürgerbüro mit längeren Öffnungszeiten schaffen und Sprechstunden auch in den Stadtbezirken Dermbach und Sassenroth anbieten. Ferner will er das »beneidenswert gute« Vereinsleben fördern.

Kein »Karnevalsmuffel«

Schon seit seiner Kindheit habe er enge Bindungen nach Herdorf – so sieht Röttgen keine Schwierigkeiten damit, dass er selbst nicht aus Herdorf kommt. »Meine Eltern sind halbe Herdorfer«, meinte er schmunzelnd. Und noch einen Aspekt, der vor allem in Herdorf zählt: »Dem Karneval stehe ich nicht abgeneigt gegenüber.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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