Hohe Spendensumme dank 24-Stunden-Radfahrt
Eine Tortur für den guten Zweck

Marco Corigliano (M.) und seine Teamkollegen haben wieder eine beeindruckende Leistung zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung hingelegt (v. l.): Daniel Bätzing, Malte Köhn, Raul Valero Gallegos und Danilo Großer (es fehlt Mario Piccolini).
  • Marco Corigliano (M.) und seine Teamkollegen haben wieder eine beeindruckende Leistung zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung hingelegt (v. l.): Daniel Bätzing, Malte Köhn, Raul Valero Gallegos und Danilo Großer (es fehlt Mario Piccolini).
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

rai Sassenroth. „Das war diesmal eine Tortur“: Gerade hatte Marco Corigliano sein Rennrad in Betzdorf angelehnt. Einen Tag und eine Nacht hatte er sich abgestrampelt – 455,8 Kilometer lang. Diese hat der Sassenrother für „Kilometer für Kinder“ zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung eingefahren.
Eine Superleistung, die ein kleines Empfangskomitee am Montag am Ausdauer-Shop würdigte. „Endlich geschafft“: Das habe er gedacht, als er mit Raul Valero Gallegos, Malte Köhn (beide Ejot-Team Buschhütten) und Daniel Bätzing (Geschäftsführer Ausdauer-Shop) in Betzdorf angekommen war. Das Quartett hatte die 24-Stunden-Radtour gemeinsam gemeistert. Doch schon vor dem ersten Pedaltritt waren bereits mehr als 5000 Euro eingegangen – das Sponsorengeld pro Kilometer noch nicht eingerechnet.

Marco Corigliano will 24 Stunden Rad fahren

Regen zehrt an den Kräften

Beim Start am Sonntag in Siegen gen Erndtebrück war zunächst noch Mario Piccolini dabei. Stete Begleiter waren Regen, Kälte und Gegenwind. Das zehrte an den Kräften. „Wir waren einfach nur durchnässt“, so Corigliano, bei dem im Januar ein „aggressives Rheuma“ diagnostiziert worden war. Allein die Schuhe wurden zweimal gewechselt. In Wittgenstein war eine landschaftlich schöne Strecke ausgewählt worden, allerdings auch mit deftiger Steigung. Nach zwei Runden stand fest: „Das bringt nichts, wir können hier keine Kilometer zusammenfahren.“ Also: „außen rum“.

Massage und Salben helfen gegen Krämpfe

Gegen 14 Uhr sei er komplett fertig gewesen, erinnerte sich Corigliano: „Ich hatte nur noch Krämpfe in den Oberschenkeln.“ Mittels Massage und Salben sei alles wieder „gangbar gemacht“ geworden. Für die Pause hatte das Autohaus Krüger aus Erndtebrück eine halboffene Halle bereitgestellt. „Das war Gold wert“, betonte Coriglianos Ehefrau Bianca Decker. Auf einer Wäscheleine wurden die nassen Sachen getrocknet. Gute Dienste tat auch die Hilfe von Böhmer Maschinenbau (Steinebach). Die Firma spendete nicht nur 1000 Euro für „Kilometer für Kinder“, sondern stellte auch auch Auto samt Zelt und Heizung zum Aufwärmen und Umziehen zur Verfügung.

Besseres Wetter, bessere Laune

Das Wetter wurde besser, ebenso die Laune der Radfahrer. Der flachere Rundkurs zahlte sich aus. Kurz vor Pfingsten war Corigliano noch die Breitenbachtalsperre abgegangen. Er erfuhr dabei, dass die Waldarbeiten am Wochenende fortgesetzt werden sollten. Damit war die Talsperre für die Nachtfahrt tabu. Es ging zur Obernautalsperre. Corigliano: „Die ist einfach nur kraftraubend.“

16 Runden um die Obernau

16-mal klickte hier der Rundenzähler. Nachtbegleiter Danilo Großer hatte bereits eine Runde mit dem Mountainbike um die Obernau gedreht, um Reste von der Holzabfuhr mit dem Besen wegzufegen. Bei einem „satten Mond“ habe man gut sehen können. Dennoch war die Nacht hart, weil man müde gewesen sei und die Konzentration nachgelassen habe. „Und der Bobbes tut einem irgendwann so weh, dass man nicht mehr auf dem Sattel sitzen will“, so Daniel Bätzing. An der Obernau schauten auch Verwandte und Freunde vorbei, darunter auch der Sassenrother Ortsvorsteher Sven Dielmann.
Außer einer gebrochenen Speiche, die mit Kabelbindern fixiert wurde, lief technisch alles glatt. „Einer für alle, alle für einen – und wir für die Kinder“ – das sei die Devise des Teams gewesen, sagte Corigliano. Und er ergänzt: „Aufgeben ist keine Option.“

Pokale für die Sponsoren

Er dankte den Sponsoren sowie Begleitern und deren Familien: „Ohne euch hätte es nie funktioniert.“ Für alle hatte er Pokale anfertigen lassen. Und nach der Ankunft hatte er dann diesen Wunsch: „Eine heiße Wanne.“ Danach wollte er mit seiner Ehefrau Bianca Decker deren Geburtstag feiern.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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