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Herdorfer Mädchen feierten im Knappensaal
Frauensitzung ein zuckersüßes Bonbon

Die Garde der Prinzessin Sarah Link (l.) mit Präsidentin Jana Schlosser (r.) auf der Bühne.
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  • Die Garde der Prinzessin Sarah Link (l.) mit Präsidentin Jana Schlosser (r.) auf der Bühne.
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gum Herdorf. Donnerstagabend kurz vor  20 Uhr: fröhlich-närrisches Treiben am Eingang des Knappensaals in Herdorf. Jede Menge fantasievoll verkleideter Karnevalistinnen aller Generationen mit einem gemeinsames Ziel: die Frauensitzung der kfd unter dem Motto „Candy“ (also: Schluch). Hinein ins Gewusel, denn schon spielte die Haus- und Hofkapelle, der Bollnbacher Musikverein, die ersten kölschen Karnevalslieder. Links und rechts schnell unterhakt, im Nullkommanichts schunkelte und sang der voll besetzte Saal.

Da hatte die Präsidentin Jana Schlosser keine Mühe, mit „Nadda jöhh“, flotten Sprüchen und guter Laune die bestens aufgelegten Närrinnen durch das mehrstündige Programm zu führen. Schon der Einmarsch war ein Hingucker.

gum Herdorf. Donnerstagabend kurz vor  20 Uhr: fröhlich-närrisches Treiben am Eingang des Knappensaals in Herdorf. Jede Menge fantasievoll verkleideter Karnevalistinnen aller Generationen mit einem gemeinsames Ziel: die Frauensitzung der kfd unter dem Motto „Candy“ (also: Schluch). Hinein ins Gewusel, denn schon spielte die Haus- und Hofkapelle, der Bollnbacher Musikverein, die ersten kölschen Karnevalslieder. Links und rechts schnell unterhakt, im Nullkommanichts schunkelte und sang der voll besetzte Saal.

Da hatte die Präsidentin Jana Schlosser keine Mühe, mit „Nadda jöhh“, flotten Sprüchen und guter Laune die bestens aufgelegten Närrinnen durch das mehrstündige Programm zu führen. Schon der Einmarsch war ein Hingucker. Prinzessin Sarah Link und ihre Garde waren dem Motto entsprechend zuckersüß verkleidet: als Eishörnchen, Marshmallow, Hubba- Bubba-Kaugummi, M&M‘s, Zuckerwatte, Popcorn, Ahoi-Brause und Lollis.

Sechs „Special Guests“ wurden, wie in Herdorf üblich, auf die Bühne gebeten und verkleidet. Da half selbst Pater Sijo Mathew kein Beistand von oben, er hatte keine Chance den Damen zu entkommen, die aus ihm ein „lecker Klümpchen“ zauberten.

Alle Närrinnen hatten beim Einlass ein Los bekommen. Den Hauptgewinn hatte Julia Trapp gezogen, sie durfte gemeinsam mit der Präsidentin die Sitzung moderieren. Es gab zwar einige winzige Patzer, aber trotz anfänglicher Nervosität erledigte sie ihre unverhoffte Aufgabe wie eine alte Häsin.

Eine Mischung aus grandios gespielten Sketchen, Partyschlagern und gekonnt vorgetragenen Wortbeiträgen machten den Abend zum echten Highlight. Die „Mäckeskinder“ trösteten alle im Saal mit ihrem Lied „Hefe“ und der Zusicherung, dass dieses Triebmittel nun mal in jeder Frau steckt. Die Büttenrede von Ursula Trapp hatte viele Seitenhiebe auf den Ehemann parat. Mit Yoga gelang es ihr, die kleinen Macken und Bequemlichkeiten des Göttergatten gelassen zu ertragen – Männer: entdecken ganze Kontinente, aber nie die Butter im Kühlschrank.

Agnes Rink erzählte vom Herpes von „osser Steffi“, die schon empfindlich auf Zwetschgen und versteinerte „Fossili-Nudeln“ aus den 80er-Jahren reagiert. Und wer hätte gedacht, dass das Sprichwort „Es läppert sich zusammen“ mit den Einwohnern Lapplands zu tun hat, die angeblich auf engstem Raum zusammenleben.

Die „Chickens“ parodierten eine Influencerin, die bei Youtube zeigte, wie man sich mit der „Violin-Palette ,Für Elise‘ von Beethoven“ farbenfroh schminkt. Das Ehepaar Blömann aus Daaden hatte wirklich die Eheberatung nötig (Christine Hüsch, Maria Gerhardus, Sabine Hennig). Der Ehemann konnte sich vor lauter Kussbegeisterung gar nicht mehr vom Styropor-Kopf trennen.

Die „Gruppe ohne Namen“ hatte eine Klavierspielerin mitgebracht, deren Beitrag par excellence das Lied „Ich liebe das Leben“ ergänzte. Christina Schuhen mit der Ukulene zeigte Zukunftsvisionen des Städtchens in zehn Jahren: Da hat sich der Haubergsverein in „Hellertaler Winzerverband“ umbenannt, Grappa und Wein kommen aus Sassenroth.

Ob Herdorfer Lieder, das „Wasserballett“ der Mäckesfamilie, das Zwiegespräch von „Ött und Ött“ (Christiane Schwanke und Brigitte Romschinski) oder jenes von Susanne Düber und Andrea Latsch sowie verschiedene Sketche: Ein Höhepunkt folgte dem nächsten.

Die Frauensitzung bietet außerdem dem karnevalistischen Nachwuchs aus Herdorf und Dermbach und den verschiedenen Tanzgruppen eine perfekte Bühne. Die „Strolche“ des Knappenvereins Herdorf (Trainerin: Paula Hof) zeigten ebenso ihr Können wie die Jugendtanzgruppe des VfL Dermbach unter Leitung von Theresa Alef und das Polka-Tanzcorps der KG Herdorf, das von Louisa Beel trainiert wird. Ebenfalls wirbelten über die Bühne: die DJK-Tanzgruppen „Taktgefühl“ (Trainerin: Natalie Zwiorek) und „Remix“ (Leitung: Rita Christ) sowie die Formation „Dance4fun“, die von Monika Metz und Lena Stausberg trainiert wird.

Und dann ging mit dem Finale wieder einmal eine tolle Frauensitzung zu Ende.

Die Garde der Prinzessin Sarah Link (l.) mit Präsidentin Jana Schlosser (r.) auf der Bühne.
Wenn eine Daadener Ehe einer Beratung bedarf, kann es schon mal turbulent werden.
Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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