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Erinnerungen an 1950, 1951, 1960 und 1961
Gnaden- bzw. Diamantkonfirmation gefeiert

Zehn Jubilare feierten die Gnadekonfirmation mit Pfarrer Peter Zahn.
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rai Herdorf.  31 ältere Herrschaften haben am Sonntag ein besonderes Jubiläum in der evangelischen Kirche in Herdorf gefeiert – und das sogar doppelt: Zehn Jubilare begingen die Gnadenkonfirmation, 21 die Diamantkonfirmation.

„Den Pastor gibt es noch live, das ist nicht digital“, sagte Pfarrer Peter Zahn mit einem Augenzwinkern von der Kanzel. Im Vorjahr war es gar nicht möglich, mit den Konfirmanden der Jahre 1950 und 1960 der ev. Kirchengemeinde Herdorf-Struthütten zu feiern. „Auch hier hatte Corona zugeschlagen“, sagte Zahn und begrüßte nun zum „Doppeljubiläum“. Er nannte jeden einzelnen, der 1950 und 1951 bzw. 1960 und 1961 konfirmiert worden war.
„Erlebtes steht wieder vor Augen"Das waren mehr als 155 Namen.

rai Herdorf.  31 ältere Herrschaften haben am Sonntag ein besonderes Jubiläum in der evangelischen Kirche in Herdorf gefeiert – und das sogar doppelt: Zehn Jubilare begingen die Gnadenkonfirmation, 21 die Diamantkonfirmation.

„Den Pastor gibt es noch live, das ist nicht digital“, sagte Pfarrer Peter Zahn mit einem Augenzwinkern von der Kanzel. Im Vorjahr war es gar nicht möglich, mit den Konfirmanden der Jahre 1950 und 1960 der ev. Kirchengemeinde Herdorf-Struthütten zu feiern. „Auch hier hatte Corona zugeschlagen“, sagte Zahn und begrüßte nun zum „Doppeljubiläum“. Er nannte jeden einzelnen, der 1950 und 1951 bzw. 1960 und 1961 konfirmiert worden war.

„Erlebtes steht wieder vor Augen"

Das waren mehr als 155 Namen. Allein die Konfirmandenjahrgänge 1951 und 1961 brachten es auf mehr als 90. Vor drei Wochen sei auch im Hellerstädtchen wieder konfirmiert worden, sagte der Pfarrer: „Elf Konfirmanden – wohlgemerkt aus Herdorf und Struthütten zusammen.“ Da können die Jubilare aus den Zeiten des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders mit ganz anderen Zahlen glänzen. Im Stillen wurde der verstorbenen Konfirmanden gedacht.

Den Jubilaren, die sich aus nah und fern zum Festgottesdienst in Herdorf auf den Weg gemacht hatten, dankte Zahn. Er beleuchtete, mit welchen Gefühlen sie wohl gekommen seien, z.B. mit Vorfreude und Spannung. Sicherlich seien auch Erinnerungen an die Konfirmandenzeit dabei: „Erlebtes steht wieder vor Augen, die Atmosphäre des Konfirmandenunterrichtes.“

Das würzte er mit Anekdoten, etwa als dem Pfarrer in Struthütten die Luft aus den Reifen gelassen wurde. Und wer bei Pfarrer Röhrig konfirmiert worden sei, der kenne mindestens das halbe Gesangbuch auswendig, „das war sein Steckenpferd“. Die 1950er-Jahrgänge hatte Pastor Timm konfirmiert.
Da war der „unvermeidliche Geruch von Bohnerwachs im Unterrichtsraum“ und am Ende der Unterrichtszeit eine echte Prüfung. Der erste schwarze Anzug, das erste schwarze Kleid, die Schulzeit endete, und die Lehrzeit begann. Was Pfarrer Zahn in seiner Predigt erzählte, das dürfte Erinnerungen bei den Jubilaren geweckt haben. Man sei am christlichen Glauben gewachsen.

Der Geistliche ging aber auch der Frage nach, inwieweit der christliche Glaube durch die Jahrzehnte getragen habe. Gottes Wesen sei Liebe. Warum er dann Leid und Unglück zulasse, sagte Pfarrer Zahn, das sei im Laufe des Lebens nicht nur eine theoretische Frage, sondern auch konkret geworden.

Abendmahl mit Abstand und Zange

Der Pastor gab aber auch eine Antwort: „Auf diesen Jesus kann man bauen.“ Er gebe eine klare Orientierung und sei ein festes Fundament für das Leben. Er wünsche allen, dass der „heutige Tag auch Anlass ist zum Erinnern und ernsthaften Nachdenken über unseren Glauben“. Miteinander wurde Abendmahl gefeiert, auf Abstand und mit einer Zange „Wir freuen uns, überhaupt Abendmahl feiern zu können“, sagte der Pfarrer: „Das Mahl der Gemeinschaft.“

Nach dem Sonntagsessen trafen sich die Jubilare nachmittags im evangelischen Gemeindehaus an der Friedrichstraße. Auch zu Kaffee und Kuchen waren sie eingeladen. Dabei gab es viele Gelegenheiten, um sich auszutauschen und zu erinnern – Pfarrer Zahn hatte in seiner Predigt ja schon Anstöße gegeben.

Zehn Jubilare feierten die Gnadekonfirmation mit Pfarrer Peter Zahn.
Die Diamantkonfirmation begingen 21 Jubilare. Mit Pfarrer Peter Zahn stellten sich die Konfirmationsjahrgänge 1960 und 1961 zusammen auf.
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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