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Gebühr sinkt auf 1,20 Euro pro Kubikmeter
Herdorfer Wasser wird rückwirkend günstiger

Einfach Hahn aufdrehen, fertig. Das Trinkwasser in Herdorf ist nun obendrein günstiger geworden.
  • Einfach Hahn aufdrehen, fertig. Das Trinkwasser in Herdorf ist nun obendrein günstiger geworden.
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  • hochgeladen von Achim Dörner (Redakteur)

dach Herdorf/Daaden. Im Sinkflug: Dieses Attribut gilt für den Wasserpreis im Städtchen. Mussten die Herdorfer im Jahr 2016 noch 1,60 Euro pro Kubikmeter „Abgezapftes“ berappen, waren es 2017 noch 1,50 Euro. Nochmal 10 Cent runter ging die Gebühr zum Neujahrstag 2018 – und am Mittwochabend hat der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf beschlossen, dass 1000 Liter Trinkwasser im Jahr 2019 nur noch 1,20 Euro kosten sollen, und zwar rückwirkend seit Januar. Dies gilt wohlgemerkt ausschließlich für die Verbandsgemeindewerke Herdorf. In der Alt-Verbandsgemeinde Daaden bleibt es bei 1,40 Euro.

„Das ist so ziemlich die angenehmste Entscheidung, die zu treffen ist“: So läutete Bürgermeister Wolfgang Schneider diesen Tagesordnungspunkt ein.

dach Herdorf/Daaden. Im Sinkflug: Dieses Attribut gilt für den Wasserpreis im Städtchen. Mussten die Herdorfer im Jahr 2016 noch 1,60 Euro pro Kubikmeter „Abgezapftes“ berappen, waren es 2017 noch 1,50 Euro. Nochmal 10 Cent runter ging die Gebühr zum Neujahrstag 2018 – und am Mittwochabend hat der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf beschlossen, dass 1000 Liter Trinkwasser im Jahr 2019 nur noch 1,20 Euro kosten sollen, und zwar rückwirkend seit Januar. Dies gilt wohlgemerkt ausschließlich für die Verbandsgemeindewerke Herdorf. In der Alt-Verbandsgemeinde Daaden bleibt es bei 1,40 Euro.

„Das ist so ziemlich die angenehmste Entscheidung, die zu treffen ist“: So läutete Bürgermeister Wolfgang Schneider diesen Tagesordnungspunkt ein. Allerdings fußt dieser Entschluss nicht auf reiner Menschenliebe, sondern vielmehr auf purem Pragmatismus. Das erläuterte dem Gremium Tobias Friggen.

Denn 2018 sei ein verhältnismäßig heißes Jahr gewesen, so der Kaufmännische Werkleiter: Dementsprechend viel Wasser sei verbraucht worden (280 453 Kubikmeter) und dementsprechend viel Geld haben die Werke eingenommen. Dieses Jahr wird vom Wasserverbrauch her auf einem ähnlichen Niveau liegen, das sei bereits abzusehen, so Friggen. Und spätestens jetzt passt die Finanzplanung nicht mehr. Denn sollte das Wasserwerk einen Gewinn erwirtschaften, hält das Finanzamt die Hand auf, und zwar über die Körperschaftssteuer. Daher die Idee, die Wassergebühr rückwirkend zu senken.

Ob das nicht das falsche Signal sei, wollte Ausschussmitglied Dr. Jürgen Weber wissen. Nach dem Motto: Verbraucht mehr Wasser, dann wird’s günstiger. „Ist es nicht besser, Geld auszugeben?“ Friggen entgegnete, dass man Investitionen ja auch planen müsse und dass am Wasserpreis zu schrauben nun mal die „schnellste und effektivste Variante“ sei. So oder so: Der Ausschuss stimmte zu und die Herdorfer Verbraucher wird’s freuen.

Die Technischen Werkleiter Ralf Edelmann und Reinhard Bügemannskemper hatten zuvor die Ausschussmitglieder in Sachen Baumaßnahmen auf den neuesten Stand gebracht:

• Nach der Baumaßnahme an der Hachenburger Straße in Weitefeld (neuer Kanal inklusive Hausanschlüsse) warte man derzeit auf die letzten Rechnungen, die Kosten sollten aber im Rahmen der Schätzungen bleiben.

• Mit unliebsamen Überraschungen ist auch beim Kanal- und Wasserleitungsbau in der Gartenstraße in Daaden nicht zu rechnen. Die Schlussrechnung soll noch 2019 erfolgen.

• Allesamt unter den Schätzungen liegen die Rechnungen für die Arbeiten an der Talbahnstraße in Herdorf, die demnach abgeschlossen sind.

• Am Buchenhang in Herdorf sieht es ähnlich aus. Hier wird am 11. September die Deckschicht auf die Straße aufgebracht.

• Großbaustelle ist derzeit das Areal Alte Hütte im Städtchen. Der Sammler, also der Hauptkanal, ist bereits in die neue Trasse der Schneiderstraße gelegt worden. Derzeit wird der Regenwasserkanal von dort zur Heller hin verlegt.

• Ebenfalls reichlich Bagger sind am San Fernando zugange. An der Baustelle der Fa. Thomas muss ein Regenrückhaltebecken errichtet werden.

• Die „Erbesbitz“ in Derschen ist vonseiten der Werke nun fertig erschlossen: Wasser- und Kanalanschlüsse liegen an den Grundstücken.

• Neue Hausanschlüsse in Sachen Wasser gab es auch im Bereich des Dorfplatzes Oberdreisbach.

• In Schutzbach wurde fast die Hälfte des Trinkwassernetzes mit neuen Leitungen versehen, den Baustellen Schulstraße und „Zur grünen Au“ sei Dank. Auch wurden hier die Hausanschlüsse erneuert. Das war teils schwierig, so Ralf Edelmann: Nicht alle der alten Leitungen aus den 50er/60er-Jahren waren in den entsprechenden Pläne eingezeichnet. Daher lauerten einige Überraschungen im Erdboden, was „geringfügige Mehrkosten“ zur Folge habe, so Edelmann.

• Die Sanierung der Aufbereitungsanlage und der ersten Wasserkammer am Hochbehälter Nisterberg ist derweil abgeschlossen, die Gesamtmaßnahme am dortigen Tiefbrunnen allerdings noch nicht.

• Der Auftrag für den Bau einer „Verbindung“ von der ehemaligen Kläranlage Lautzenbrücken zum Netz Bad Marienberg ist vergeben. Gut 1,3 Mill. Euro wird das Vorhaben kosten, von dem die Daadener Werke die Hälfte übernehmen: Schließlich „hängt“ auch Nisterberg an diesem Kanal.

• Zugestimmt hat der Werksausschuss am Mittwoch einer Baumaßnahme in Dermbach. Der Zweckverband Wasserversorgung Kreis Altenkirchen möchte eine Pumpleitung vom Pumpwerk Hüttenwäldchen bis zum Hochbehälter Dermbach neu verlegen. Dadurch sei auch eine Erneuerung der Leitung der Herdorfer Werke erforderlich, so Reinhard Bügemannskemper. Das soll rund 20 000 Euro kosten und noch im Herbst geschehen.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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