SZ

Brückenbau von Frühjahr bis Herbst 2022
Kein Behelfsbauwerk an Steinaus Eck

Die Brücke über die Heller an Steinaus Eck wird erneuert. Das wird rund sechs Monate dauern. Bei einem Ortstermin mit Gewerbetreibenden hat der LBM deutlich gemacht, dass es keine temporäre Überquerungsmöglichkeit geben wird.
  • Die Brücke über die Heller an Steinaus Eck wird erneuert. Das wird rund sechs Monate dauern. Bei einem Ortstermin mit Gewerbetreibenden hat der LBM deutlich gemacht, dass es keine temporäre Überquerungsmöglichkeit geben wird.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

dach Herdorf. Die Großbaustelle an Steinaus Eck in Herdorf (L284/285) rückt näher. Und für alle, die doch noch auf eine temporäre Brücke über die Heller gehofft hatten, gibt es schlechte Nachrichten. „Der Schwerlastverkehr muss die Umleitung nehmen“, sagt Lutz Nink im Telefonat mit der Siegener Zeitung. Aber der Leiter des zuständigen Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez macht zumindest den betroffenen Anwohnern Hoffnung: Für die könnte es eine innerörtliche Umleitung über die Burgstraße geben. „Das haben wir aktuell in der Diskussion.“

Im Laufe der Woche hatte es einen Ortstermin mit Gewerbetreibenden gegeben, deren Betriebsstandorte jenseits der Brücke liegen. Nink berichtet von einem an sich guten Gespräch. „Das Verständnis war hinterher eher da als vorher.

dach Herdorf. Die Großbaustelle an Steinaus Eck in Herdorf (L284/285) rückt näher. Und für alle, die doch noch auf eine temporäre Brücke über die Heller gehofft hatten, gibt es schlechte Nachrichten. „Der Schwerlastverkehr muss die Umleitung nehmen“, sagt Lutz Nink im Telefonat mit der Siegener Zeitung. Aber der Leiter des zuständigen Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez macht zumindest den betroffenen Anwohnern Hoffnung: Für die könnte es eine innerörtliche Umleitung über die Burgstraße geben. „Das haben wir aktuell in der Diskussion.“

Im Laufe der Woche hatte es einen Ortstermin mit Gewerbetreibenden gegeben, deren Betriebsstandorte jenseits der Brücke liegen. Nink berichtet von einem an sich guten Gespräch. „Das Verständnis war hinterher eher da als vorher.“ Das gilt auch für den Behördenleiter. Er könne absolut nachvollziehen, dass bei den Betroffenen angesichts der nahenden Sperrung „ein bisschen Bauchweh“ herrsche.

"Das würde bedeuten, dass Sie eine komplette Brücke bauen müssten. Also noch eine."
LBM-Chef Lutz Nink
zu einer etwaigen „Behelfsbrücke“

Klar, die Unternehmer machten sich demnach für eine Behelfsbrücke stark, damit nicht bei jeder Fahrt in Richtung NRW der Schlenker über Alsdorf und Daaden genommen werden muss. Doch den Begriff „Behelf“ findet der Behördenleiter nicht gerade sehr passend. „Das würde bedeuten, dass Sie eine komplette Brücke bauen müssten. Also noch eine. Man kann nicht einfach ein paar Bleche über den Bach legen.“

Kosten von rund 700 000 Euro

Abgesehen von den Kosten, die Nink auf rund 700 000 Euro taxiert, sei das „aus rechtlichen Gründen unmöglich“. Schließlich sei der Lauf der Heller ein geschützter Bereich. Um hier bauen zu können, bedürfe es eines sogenannten Planfeststellungsverfahrens. Mit allem drum und dran würde das, legte man morgen los, wohl rund fünf Jahre (zusätzlich) dauern.

Und dann bliebe da noch die Option einer Klage für diverse Umweltverbände, die ein solches Vorhaben vermutlich komplett durchkreuzen würde. Denn die Naturschützer könnten damit argumentieren, dass es ja eine Zufahrt gibt, nur eben von der anderen Seite.

Die Pläne für eine temporäre Brücke sind also, wenn es sie denn je gegeben hat, beim LBM ganz tief im Aktenschrank verschwunden. Und bei den Gewerbetreibenden habe es beim Ortstermin auch ein Einsehen gegeben, „dass das nicht funktioniert“.

"Wenn man da Tausende Fahrzeuge durchschickt, funktioniert das nicht. "
LBM-Chef Lutz Nink
zu einer „kleinen Umleitung“ über die Burgstraße

Aber für Autofahrer hat Lutz Nink einen Lichtblick. Zumindest für die betroffenen Anwohner der Hellertalstraße, Kupferhütte & Co: Für die nehme man nämlich derzeit die Burgstraße gewissermaßen als kleinen Dienstweg in den Blick. Wohlgemerkt müsse das auf Anlieger beschränkt bleiben. „Wenn man da Tausende Fahrzeuge durchschickt, funktioniert das nicht.“ Auch müsste man diese Strecke für Lkw sperren – samt Höhenbegrenzung für Brummifahrer, die sich ausschließlich auf ihr Navi verlassen.

Ansonsten steht der Zeitplan, über den die SZ zuletzt berichtet hatte: In diesem Herbst sollen die Abrissarbeiten beginnen. Die Bauzeit ist auf eineinhalb bis eindreiviertel Jahre angesetzt. Und auf die Brückenverbindung wird man dabei eben rund sechs Monate verzichten müssen.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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