Lehrstunde für SG Herdorf

Die Spieler der SG Herdorf (blaue Trikots) kämpften zwar tapfer, zogen aber gegen den Drittligisten TuS Koblenz mit 0:10 den Kürzeren. Foto: rebe
  • Die Spieler der SG Herdorf (blaue Trikots) kämpften zwar tapfer, zogen aber gegen den Drittligisten TuS Koblenz mit 0:10 den Kürzeren. Foto: rebe
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hwl Herdorf. 100 Jahre mussten die Herdorfer Sportfreunde warten, um zu erfahren, dass der Name Sander auch in puncto Fußball im Städtchen für Qualität und höchste Ansprüche stehen kann. Petrik Sander, der Trainer des Fußball-Drittligisten TuS Koblenz und Namensvetter von Herdorfs Ehrenbürger August, animierte seine verjüngte und völlig neu formierte Mannschaft gestern Abend im Jubiläumsspiel zum 100-jährigen Bestehen der Sportfreunde Herdorf zu einer Leistung, die sich durchaus sehen lassen konnte. Dass am Ende dabei ein 10:0 (5:0)-Sieg heraussprang, interessierte Sander weniger.

Dennoch holte er immer wieder seine Schreibunterlage für die Notizen hervor. Der Grund: Obwohl der Bezirksligist SG Herdorf nach gerade mal drei Trainingseinheiten von Beginn an überfordert war, gab es – so zu Beginn der zweiten Hälfte – nur wenige Phasen im Spiel der TuS, in denen das Mannschaftsspiel gepflegt wurde. Sander: „Wir sind zwar aus dem Training heraus hierhin gekommen. Dennoch ist es jetzt wichtig, dass wir in Bewegung kommen.“

Das Problem war: In diesen Phasen der einseitigen Partie fehlte es dem Zweitliga-Absteiger an der Durchschlagskraft, um das Ergebnis vor dem verfrühten Abpfiff von Schiedsrichter Matthias Vogel zweistellig zu gestalten. So blieb es TuS-Neuzugang Christian Pospischil vorbehalten, Sekunden vor dem Ende das 10:0 zu markieren. Dabei hatte Vogel allerdings nicht nur ein Einsehen mit den Herdorfer Spielern, sondern auch mit den Zuschauern. Denn mit dem Schlusspfiff ging ein gewaltiges Gewitter nieder, sozusagen als Abschlussfeuerwerk zum 100. Geburtstag der Sportfreunde.

Begonnen hatte die Partie ebenfalls mit einem Paukenschlag - bei mehr als 30 Grad auf dem verbrannten Rasen. Schon nach fünf Minuten lag Koblenz mit 2:0 vorn. Aber: In Hälfte eins waren es überwiegend Einzelaktionen der Koblenzer, die die Abwehr um Trainer Dirk Spornhauer in die Bredouille brachten. Im Spiel nach vorn haperte es beim Bezirksligisten indes an allen Ecken und Enden, lediglich Fabio Santacroce bescherte TuS-Torwart André Weis eine Schrecksekunde mit einem Pfostenschuss (45.). Das änderte sich nach der Pause, als die Sander-Elf das Tempo erhöhte und den Raum nutzte, so dass am Ende auch Sander zufrieden feststellen konnte: „Es war eine schöne Trainingseinheit, die ihren Zweck erfüllt hat. Heute haben auch die gespielt, die bisher etwas kurz gekommen sind. Das war ganz ordentlich.“

Selbst Dirk Spornhauer, der gestern noch auf seinen im Urlaub weilenden Partner im Trainergespann, Andreas Krämer, verzichten musste, konnte der Partie positive Erkenntnisse abgewinnen. „Es war zwar unser erstes Spiel, und trotzdem konnte man sehen, wer schon in der Lage ist, einigermaßen dagegenzuhalten. Wir haben dreimal trainiert, Koblenz hat die Vorbereitung fast abgeschlossen. Das hat schon einen großen Unterschied ausgemacht.“ In Zahlen: Herdorf null, Koblenz zehn.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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