„Miteinander auf gutem Kurs”

VHS-Vorstand Herdorf stellte das neue Programm vor ––Neue Rechner für die EDV-Schulung

Herdorf. Die älteste Volkshochschule im Kreis gibt sich modern und traditionsbewusst zugleich. Klassische Fächer wie Politik, Gesellschaft und Kultur sind in dem neuen Programm ebenso präsent wie Informations- und Kommunikationstechniken. Um hier nicht den Anschluss zu verlieren, suchen die Macher immer wieder den Kontakt zur Industrie. Wie, das stellten gestern Nachmittag VHS-Vorsitzender Uwe Erner sowie dessen Geschäftsführer Alfred Krah und Marlies Krah in einem Pressegespräch in Herdorfs guter Stube vor: „Miteinander auf gutem Kurs” heißt das neue VHS-Programm, präsentiert im Trauzimmer der Stadtverwaltung, wo schon so manche Ehen auf guten Kurs geschickt wurden und immer wieder werden.

Wirtschaft ein guter Partner

Ein guter Partner an der Seite der Herdorfer VHS e.V. ist die Firma Thomas Magnete. Sie stellte jüngst sechs neue Rechner zur Verfügung, an denen Mitarbeiter an einer Office-Schulung der VHS teilnehmen konnten. Als Dankeschön überlies Thomas Magnete die Rechner der Volkshochschule, die jetzt im Schulungsraum der Regionalen Schule stehen. Damit profitiert sowohl die Schule als auch die VHS von der Zusammenarbeit mit der Industrie. EDV-Kurse stehen nach wie vor hoch im Kurs der Teilnehmer. Damit in diesem Themenbereich ordentlich ausgebildet werden kann, müssen entsprechende Geräte angeschafft werden. Alfred Krah ist stolz und zufrieden mit der Resonanz innerhalb der Bevölkerung. Im vergangenen VHS-Jahr schrieben sich 1081 Teilnehmer für die Kurse ein. Frauen sind deutlich wissbegieriger, denn nur 153 Teilnehmer waren Männer. 121 der angemeldeten Schüler waren unter 18 Jahren - meiste Kinder, die sich für Gitarren- oder Blockflötenkurse meldeten. Das Gros der Teilnehmer ist zwischen 25 und 64 Jahre alt, ein guter Querschnitt durch die Bevölkerung. Dass bei der VHS in Herdorf gute Arbeit geleistet wird, hat sich herumgesprochen. Die Teilnehmer kommen auch aus Neunkirchen, Burbach, Daaden und auch aus Betzdorf, wo bekanntlich die „Konkurrenz” ihren Sitz hat. Rund 20 Prozent aller Kursbesucher kommen aus Nachbargemeinden, schätzt Alfred Krah.

Opern- und Kulturfahrten begehrt

Der große Renner sind die Opernfahrten, erzählt Marlies Krah. In diesem Jahr geht es beispielsweise zur Philharmonie nach Köln (7. Dezember), wo ein Konzert mit den Wiener Sängerknaben besucht werden soll. Selbstverständlich ist ein Einführungsvortrag für die Oper „Die Hochzeit des Figaro” geplant, schließlich wollen VHS-Besucher nicht unvorbereitet in Hüttenhaustheater gehen. Kooperationen gibt es auch mit den Kirchen. So findet am kommenden Samstag, 9. September, 20 Uhr, ein Konzert zum Bachjahr 2000 in der Ev. Kirche statt. Immer wieder gibt das VHS-Programm Querverweise zu Veranstaltungen des Kulturrings Herdorf und der Kulturfreunde Herdorf. Auch hier zeigt sich eine Seelenverwandtschaft.

Neue Fremdsprache

Erstmals ins Programm aufgenommen ist Polnisch. Englisch, Französisch und Spanisch gibt es schon länger im Programm. Nachdem Concordia jetzt in Polnischer Trägerschaft ist, steuert die VHS ihren Teil zur Völkerverständigung bei. Dafür konnte eine aus Polen stammende Dozentin gewonnen werden. Die Frage nach weiterer Zusammenarbeit beantwortet Uwe Erner im klassischen Verwaltungsdeutsch: „Das ist eine Frage der kommunalen Kulturarbeit als Ganzes, um den einen oder anderen Bereich besser darstellen zu können”. Will heißen, wenn die eine oder andere Gemeinde einen Teilbereich besser abdecken kann, ist Herdorf durchaus an einer engen Zusammenarbeit interessiert. In einer Anfrage der SPD-Fraktion wurde dieses Thema bereits schon einmal auf kultureller Ebene angerissen. Bei insgesamt 1449 Unterrichtsstunden ist das eine Überlegung wert. So viel Unterricht wurde im vergangenen Jahr von den 34 Dozenten und Referenten geleistet. Uwe Erner nutzte die Gelegenheit und dankte seinen beiden Mitstreiten für die unzähligen Arbeitsstunden, die sie für die VHS geleistet haben. In seinen Dank schloss er auch Wolfgang und Hannelore Spickermann mit ein, die sich wie auch Alfred Krah und Marlies Krah mit der VHS identifizieren und mit Leib und Seele ybei ihrer Arbeit sind.

Ein gefragter Bildungspartner

Im neuen Programm 2000/2001 sind auch die Konzerte im Hüttenhaustheater und das Programm der Theatersaison 2000/2001 abgedruckt. Alle Textverarbeitungskurse von Christiane Scheerer findet nicht, wie irrtümlich abgedruckt, samstags von 18 bis 21 Uhr statt, sondern vormittags von 9 bis 12 Uhr. Vielen Kursteilnehmern wäre das egal. „Die wären auch Samstag Abend zu uns gekommen”, erzählt Erner von den ersten Rückmeldungen. Die VHS in Herdorf ist anscheinend zu jeder Zeit ein gefragter Bildungspartner. ruth

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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