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Tschernobyl-Nothilfegruppe wieder im Einsatz
„Pakete der Hoffnung“ für Belarus

Mehr als 60 Pakete mit Nützlichem sowie viel Strickwaren warten nun darauf, nach Belarus zu älteren Menschen und kinderreichen Familien gebracht zu werden. An einer kleinen Auswahl stellten sich (v. l.) Renate Jelenwonski, Christel Schmidt, Konrad Schmidt und Stefanie Breiderhoff zusammen.
  • Mehr als 60 Pakete mit Nützlichem sowie viel Strickwaren warten nun darauf, nach Belarus zu älteren Menschen und kinderreichen Familien gebracht zu werden. An einer kleinen Auswahl stellten sich (v. l.) Renate Jelenwonski, Christel Schmidt, Konrad Schmidt und Stefanie Breiderhoff zusammen.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

rai Herdorf. Hilfspakete für Menschen in Belarus stapeln sich bei Christel und Konrad Schmidt im Keller: Und wer die Aktion der Tschernobyl-Nothilfe der Caritas Betzdorf unterstützen möchte, der kann noch bis einschließlich Samstag, 14. November, Pakete bei Schmidts am Grubenweg 18 in Herdorf abgeben.
„Die Resonanz ist erstaunlich gut“, freute sich Stefanie Breiderhoff, Sozialarbeiterin beim Betzdorfer Caritasverband, gestern bei einem Pressegespräch. Mehr als 60 Pakete sind bislang zusammen gekommen, und einige sind noch im Zulauf „Wir sind positiv überrascht“, dankte Konrad Schmidt, der die Tschernobyl-Nothilfe leitet, für die große Unterstützung. Dass sich die Aktiven über jedes weitere Paket freuen, versteht sich dabei von selbst.

rai Herdorf. Hilfspakete für Menschen in Belarus stapeln sich bei Christel und Konrad Schmidt im Keller: Und wer die Aktion der Tschernobyl-Nothilfe der Caritas Betzdorf unterstützen möchte, der kann noch bis einschließlich Samstag, 14. November, Pakete bei Schmidts am Grubenweg 18 in Herdorf abgeben.
„Die Resonanz ist erstaunlich gut“, freute sich Stefanie Breiderhoff, Sozialarbeiterin beim Betzdorfer Caritasverband, gestern bei einem Pressegespräch. Mehr als 60 Pakete sind bislang zusammen gekommen, und einige sind noch im Zulauf „Wir sind positiv überrascht“, dankte Konrad Schmidt, der die Tschernobyl-Nothilfe leitet, für die große Unterstützung. Dass sich die Aktiven über jedes weitere Paket freuen, versteht sich dabei von selbst.

Ziel der Pakete ist das Gomel-Gebiet

Die Tschernobyl-Nothilfe hatte dazu aufgerufen, „Pakete der Hoffnung“ zu packen. Zum einen mit Sachen für ältere Menschen und Rentner, zum anderen für kinderreiche Familien. Ziel der Pakete ist das Gomel-Gebiet in Belarus. Bekanntlich kommt das osteuropäische Land aufgrund der andauernden Proteste gegen Diktator Lukaschenko nicht aus den Schlagzeilen. Die erste Station auf dem Weg dorthin wird am Dienstag erreicht. Dann wird Konrad Schmidt die Pakete bei einer Spedition im Kölner Raum abliefern. Über diese wird eine christliche Hilfsorganisation ihre Sachen nach Belarus transportieren.
Vor Ort in Belarus werden sich Betreuerinnen, die die Nothilfe und die Caritas von den Erholungsmaßnahmen kennen, um das Verteilen der von der Tschernobyl-Nothilfe gesammelten Sachen kümmern. Dies werden die „beiden Olgas“ übernehmen, berichteten Schmidts und Renate Jelenowski (Herdorf). Letztere war bei den Erholungsmaßnahmen von Nothilfe und Caritas immer Gastgeberin für die „alte Olga“, Schmidts für die „junge Olga“.
Mit den Betreuerinnen, die die Pakete persönlich abgeben werden, habe die Nothilfe die bestmögliche Garantie, dass alles bei den Menschen ankommt, für die es gepackt wurde, hieß es. Die Hilfe spannt sich von Schulbedarf und Süßigkeiten über Bekleidung bis zu Spielsachen. „Gebraucht wird alles“, hieß es, auch Grundnahrungsmittel. So gehen nun u. a. Tee und Kaffee, aber auch Hygieneartikel auf die Reise. Produkte, die in Belarus für arme Menschen oft unerschwinglich sind.
Im Schnitt liege die Monatsrente bei 120 bis 150 Euro. Schmidt erwähnte, dass die Menschen ihre Medikamente selbst zahlen, und mit Verweis auf die Verstrahlung nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl berichtete er, dass auch Kinder unter Krankheiten litten. Der Mindestlohn betrage ebenfalls nur 120 Euro im Monat, und damit könne man keine Familie ernähren.

Erholungsmaßnahme musste ausfallen

Hilfsgüter werden die Menschen nun über die Tschernobyl-Nothilfe erreichen – auch über die rührigen kfd-Strickfrauen im Gebhardshainer Land. Schals, Strümpfe, Mützen, Pullover und Decken haben die Damen hergestellt. Dafür wurde ihnen gestern ausdrücklich gedankt. Es hätten sich auch ältere Menschen gemeldet, die selbst kein Paket packen konnten, aber einen Obolus gaben, damit die Nothilfe davon Nützliches zusammenstellen konnte, betonte Breiderhoff.
Aufgrund der Corona-Situation habe man in diesem Jahr nicht zu einer Erholungsmaßnahme eingeladen, sagte die Caritas-Mitarbeiterin. Trotzdem habe man sich in der Tschernobyl-Nothilfe überlegt, etwas für Familien und ältere Menschen zu tun. Anfang Oktober sei die Idee für die Paketaktion gereift: „So haben wir das Gefühl, wir tun etwas.“

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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