SPD Herdorf stellt Uwe Erner ein exzellentes Zeugnis aus

Sozialdemokraten unterstützen Erner bei der Wahl

ruth Herdorf. Zu 95 Prozent ist die SPD im Hellerstädtchen mit ihrem Bürgermeister zufrieden und stellt sich deshalb bei der kommenden Wahl hinter Uwe Erner. Dies machte die SPD-Führung gestern bei einer Pressekonferenz in der Gaststätte »Rasthof« deutlich.

Noch sind Wünsche offen

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Detlef Stahl betonte, dass die SPD mit Erner »nicht unzufrieden« ist und daher auf einen eigenen Kandidaten verzichtet habe. »Wir schätzen seine Geradlinigkeit und sind mit den Projekten, die er angestoßen hat, durchaus zufrieden.« Dies bestätigte auch SPD-Stadtratsvorsitzender Hans-Georg Sayn. Trotz aller Zufriedenheit bleiben auch bei den Sozialdemokraten noch Wünsche offen. So erwartet die SPD von Erner, dass er die Bahnbrache offensiv vermarkten werde und die bereits viel diskutierte innerörtliche Umgebung umsetzen soll. Gleiches gilt für Steinaus Ecke. Dennoch ist sich auch die SPD bewusst, dass diese Probleme nicht innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre gelöst werden können und dass ein Bürgermeister allein dies nicht bewerkstelligen kann.

Stichwort Jugendpflege: Auch hier erwartet die SPD Akzente vom neuen Bürgermeister. Eine Kooperation mit Daaden ist in Aussicht. Aufgrund der allgemein schlechten finanziellen Situation will Daaden sich mit Herdorf eventuell eine Jugendpflegerstelle teilen. Die SPD will dafür in den nächsten Wochen einen entsprechenden Antrag im Rat stellen.

Zu hoher Schuldenstand

Viel zu hoch ist nach Ansicht von Hans-Georg Sayn auch die Schuldenbelastung des »Städtchens«. Allein 8 Mill. »Miese« hat Herdorf in den vergangenen Jahren angehäuft und zahlt dafür jährlich 490000 Euro Zinsen. »Deswegen haben wir auch den Haushalt abgelehnt«, erklärt Sayn die Haltung des SPD-Stadtrats. »Natürlich erwarten wir von unserem neuen Bürgermeister eine moderne Verwaltung, aber auch Kooperationen mit anderen Gemeinden in den Bereichen Wasser, Kulturkreis Wasserscheide und in der Jugendpflege«, fährt Sayn fort. Ausdrücklich lobt er die Haltung Erners im Rechtsstreit mit dem Abwasserverband, bei dem Erner die Interessen Herdorfs gut vertreten habe. Vor allem aber lobt Sayn den Verwaltungschef für sein Engagement im Bereich der Neubaugebiete: »Zuvor hat sich seit Jahrzehnten nichts getan«. Auch die Ansiedlung des neuen Lidls und der Rathausneubau seien gute Akzente für Herdorf.

Gutes Miteinander

Ausdrückliches Lob erhielt Erner für seine Haltung in schwierigen Fragen. »Er setzt konsequent die Ratsbeschlüsse in die Tat um und hält seinen Finger nicht in den Wind, wenn Widerstand zu erwarten ist«, so Detlef Stahl. Obwohl Uwe Erner im Rat über keine Mehrheit verfügt, kann er sich auf eine breite Mehrheit im Rat stützen. Erich Jung, 2. Beigeordneter der Stadt, sieht darin auch die gute Zusammenarbeit des Rates begründet. »Das Miteinander im Rat ist ausgesprochen gut. Ich möchte sogar behaupten, es die beste Zusammenarbeit im Kreis überhaupt. Erner ist fleißig. Was er sagt, hat Hand und Fuß, und er ist kein Laberer.«

Etwas enttäuscht ist die SPD über die Haltung der CDU. Niemand dort habe es für nötig gehalten, den Kandidaten der Union vorzustellen. Und dies, obwohl Matthias Röttgen als Parteiloser ins Rennen geht. »Wir kennen ihn gar nicht, und das, was er auf der Podiumsdiskussion von sich gegeben hat, hat uns nicht überzeugt«, bringt es Detlef Stahl für seine Partei auf den Punkt.

Überzeugende Konzeptionen

Auch MdL Franz Schwarz, der sich an dem Pressegespräch der Herdorfer beteiligte, stellte Uwe Erner ein gutes Zeugnis aus. »Erner hat in schwieriger Lage Konzeptionen entwickelt, die überzeugten.« Stichwort: Regionale Schule. Als Schulträger habe Erner die Sache Herdorfs ausgezeichnet vorgetragen und die Entscheidungsträger mit seiner Konzeption überzeugt. Auch Franz Schwarz sieht keinen Grund, nicht an Erner festzuhalten.

SPD-Wahl heißt »Erner«

Das größte Projekt, das Herdorf jetzt vor sich hat, ist der Neubau des Sportplatzes. Mit dem Verkauf des Stegelchengeländes habe Erner die Weichen richtig gestellt. Schwarz betonte, dass es für Herdorf nicht leicht werde, die Schulden abzubauen. Gespannt warte man auf die Gemeindefinanzreform des Bundes, die es den Kommunen endlich wieder ermöglichen soll, ihren Aufgaben nachzukommen. Was immer dabei herauskommt, die SPD will diese Aufgaben mit ihrem Bürgermeister gemeinsam lösen. Und der soll auch nach dem 11. Mai wieder Uwe Erner heißen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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