Start in die neue Saison ist geglückt

Laienspielschar des Kath. Knappenvereins lud in den »Schwarzen Ochs vom Ammersee«

sz Herdorf. Der Knappensaal war voll besetzt. Das verwunderte die Laienspielerinnen und -spieler des Kath. Knappenvereins am meisten, denn zum Start der jährlichen Theatersaison ist das Publikumsinteresse meist noch recht zurückhaltend. Das war diesmal anders und so stand einer tollen Premiere des Schwankes »Der schwarze Ochs vom Ammersee« eigentlich nichts im Wege. Dass sich die Mannschaft rund um die Regisseurin Margitta Schmidt dann auch noch von der besten Spielseite zeigte, Situationskomik sich mit fundiertem und gutem Laientheater paarte, machte den Erfolg vollkommen.

Wie Margitta Schmidt im Gespräch mit der SZ mitteilte, hat die Abteilung diesmal die Karten für alle Vorstellungen en bloc in den Vorverkauf gegeben. Das hat sich ausgezahlt, die Nachfrage ist bestens, die Vorstellungen jetzt schon hervorragend gebucht. Das macht natürlich auch den Nachwuchskräften im Ensemble Spass und Mut. Margitta Schmidt kommt es auch in erster Linie darauf an, die Nachwuchskräfte, gut ins Geschehen zu integrieren, ihnen das Lampenfieber zu nehmen, wobei freilich eine gewisse Spannung und Nervosität immer zu einer Premiere gehört, das wissen auch die bewährten Kräfte, die seit vielen Jahren auf den Knappensaalbrettern zu Hause sind.

Das gelungene Spiel um einen zockenden Kneipier, eben den Wirt vom »Schwarzen Ochsen«, der in einer nicht eben jugendfreien Bar horrende Schulden anhäuft, und um die Habgier der Barbesitzerin nebst männlicher Begleitung war genau die Unterhaltung, die man sich nach Feierabend wünscht. Da auch beim Knappenverein meist das Gute über das Böse siegt, die Barbesitzerin leer ausgeht, jeder Deckel seinen Topf bekommt und als große Überraschung der viel zitierte »reiche Onkel aus Amerika« auch in der Besetzungsliste auftaucht – soviel sei verraten – ist es bis zum Happy End nicht weit.

Margitta Schmidt war jedenfalls an diesem Abend recht zufrieden. Sie führt nun seit elf Jahren Regie und ihrer Integrationsarbeit ist es danken, dass die mindestens 125 Jahre alte Theaterabteilung gute Zukunftsperspektiven hat. Da wird man sicher der Intention der Vereinsgründer aus dem Jahre 1871 gerecht, die die »geistige Hebung der Berg- und Hüttenleute« aufs Panier geschrieben hatten.

Beifall verdienten sich Uwe Will als Kneipier, Nina Meyer als seine Nichte, die Kellnerin Cindy Hof, die Stammgäste Monika Grünebach, Norbert Weber und Stefan Romschinski, Barbesitzerin Andrea Latsch und ihr ständiger Begleiter Hans Ermert, Polizist Stefan Seyfarth und Hotelbesitzer Achim Panthel. Er ist sozusagen ständig auf der Bühne präsent, denn er baute den ansehnlichen Kachelofen für die Wirtsstube zum »Schwarzen Ochsen«. Feuer wird darin freilich nicht angezündet. Da hat man beim Knappenverein immer noch »Manschetten«. Denn vor 55 Jahren brannte der Knappensaal kurz vor der Premiere der Operette »Zum weißen Rössl« ab, warum, weiß man bis heute noch nicht.

Die Premiere war diesmal jedenfalls von keinem Unheil überschattet. Souffleur Hajo Offermann hatte auch nicht viel zu tun, dafür um so mehr Maskenbildnerin Uschi Will und Marcus Wagner, der für den rechten Ton und die richtige Beleuchtung zuständig war. Dass es so weiter geht, wünscht man sich für die weiteren Vorstellungen am 10., 11., 17., 18., 24. und 25. Januar, jeweils 20 Uhr im Knappensaal und am 26. Januar, 17 Uhr. In Neunkirchen in der Aula des Gymnasiums gibt die Spielschar am 1. Februar, 17 Uhr ebenfalls die Visitenkarte ab.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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