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60 Jahre Fatima-Kapelle
Versprechen eingelöst

Vor 60 Jahren wurde die Fatima-Kapelle in Sassenroth eingeweiht – Grund genug, den runden Geburtstag jetzt in einem würdigen Rahmen zu feiern.
  • Vor 60 Jahren wurde die Fatima-Kapelle in Sassenroth eingeweiht – Grund genug, den runden Geburtstag jetzt in einem würdigen Rahmen zu feiern.
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rai Sassenroth. Rot-weiße Fahnen schmückten am Samstagnachmittag das Ensemble auf dem Leyfels: Die Fatima-Kapelle ist 60 Jahre alt, und das wurde mit einer Wortgottesdienstfeier mit Kommunionspende begangen.

Die Kapelle stand im schönen Licht, als die Menschen am Samstagnachmittag bei blauem Himmel in einer kleinen Prozession auf den Leyfels gekommen waren. Dort war vor 60 Jahren, am Buß- und Bettag, die Kapelle nach einer Bauzeit von sechs Jahren eingesegnet worden.

Aus diesem Anlass hatten der MGV plus, die Feuerwehr, der Heimatverein und der FC Hellertal-Sassenroth jetzt zu der Wortgottesdienstfeier eingeladen.

„Seit 60 Jahren ist die Fatima-Kapelle hier auf der Ley ein ganz besonderer, ein schöner Ort, der Menschen zum Beten einlädt“, sagte Diakon Rudolf Düber.

rai Sassenroth. Rot-weiße Fahnen schmückten am Samstagnachmittag das Ensemble auf dem Leyfels: Die Fatima-Kapelle ist 60 Jahre alt, und das wurde mit einer Wortgottesdienstfeier mit Kommunionspende begangen.

Die Kapelle stand im schönen Licht, als die Menschen am Samstagnachmittag bei blauem Himmel in einer kleinen Prozession auf den Leyfels gekommen waren. Dort war vor 60 Jahren, am Buß- und Bettag, die Kapelle nach einer Bauzeit von sechs Jahren eingesegnet worden.

Aus diesem Anlass hatten der MGV plus, die Feuerwehr, der Heimatverein und der FC Hellertal-Sassenroth jetzt zu der Wortgottesdienstfeier eingeladen.

„Seit 60 Jahren ist die Fatima-Kapelle hier auf der Ley ein ganz besonderer, ein schöner Ort, der Menschen zum Beten einlädt“, sagte Diakon Rudolf Düber. Ebenso lange würden Menschen sich um den Erhalt des kleinen Gotteshauses kümmern. Die Kapelle sei für die Menschen ein Ort, an dem sie ihren Glauben leben würden, hob der Diakon hervor. Ferner stellte er heraus, dass alle, die sich in den Jahrzehnten für den Bau eingesetzt hätten, „ein gutes Vorbild für uns“ seien.

Die Wortgottesdienstfeier umrahmte der MGV plus. Unter anderem mit „Segen will uns tragen“ und „Dona nobis pacem“ gestalteten die Sängerinnen und Sänger unter Torsten Stendenbach, der vertretungsweise dirigierte, die Andacht.

Am Portal erinnert eine Tafel an den Erbauer Leopold Weller. Er hatte in der Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg viel gebetet und der Muttergottes versprochen, dass er, so er wieder gut in Sassenroth ankommen würde, eine Kapelle errichten würde, hieß es.

Er kam zurück, und mit Unterstützung von weiteren Sassenrothern stellte er sich dem Versprechen. Allein ein Jahr dauerte es, bis das Plateau hergerichtet und Platz für die Kapelle geschaffen worden war. Mit Pickel und Hacke war man vorgegangen. Und mit einer kleinen Kurbel, die heute noch nahe der Kapelle als Relikt der mühsamen Arbeit steht, sei Stein für Stein hoch gebracht worden. Schließlich war es vollbracht.

Am Samstag war auch Leopold Wellers Tochter Hedwig Delvos dabei. Sie erinnerte sich noch, wie ihr Vater von der Reise erzählt hatte, bei der er die Madonna aus dem portugiesischen Fatima an die Heller geholt habe. Mit dem Güterzug sei er gefahren. Und die Madonnenfigur sei im „Verschlag“ gewesen, damit sie die abenteuerliche Reise gut überstehen konnte.

Rita Gotthardt trug aus der 2011 erschienenen Chronik die Geschichte der Kapelle vor. Viele Sassenrother haben mit ihren Spenden zur Finanzierung der Materialkosten beigetragen, berichtet die Chronik. In den 1970er-Jahren wurde die Kapelle komplett renoviert – vom MGV Sassenroth, heute MGV plus. Vor 30 Jahren erklang erstmals die alte Schulglocke in der Kapelle – heute immer noch um 7, 12 und 19 Uhr. 2002 packten die vier Ortsvereine bei der Renovierung an.

Das große Holzkreuz vor der Kapelle wurde vor elf Jahren erneuert. Es wurde ein Handlauf mit Beleuchtung angebracht, am Fußweg hoch zur Fatima-Kapelle.

In der Fatima-Kapelle werden regelmäßig Andachten abgehalten. Im Mai, dem Marienmonat, jeden Dienstag um 18.30 Uhr, von Juni bis einschließlich Oktober immer am ersten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr. Jeder ist willkommen, berichtete Rita Gotthardt.

Nach dem Wortgottesdienst traf man sich im Dorgfgemeinschaftshaus, wo man bei Gegrilltem und Getränken die Feier zum runden Geburtstag der Fatima-Kapelle ausklingen ließ.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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