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Gemeinderat befasst sich erneut mit zwei Baugebieten
Weitefeld wird wachsen

Die Lage auf dem Plateau kommt Bauherren entgegen, die gerne reichlich Sonne hätten. In den kommenden Jahren werden in Weitefeld rund 45 Bauplätze entstehen.
  • Die Lage auf dem Plateau kommt Bauherren entgegen, die gerne reichlich Sonne hätten. In den kommenden Jahren werden in Weitefeld rund 45 Bauplätze entstehen.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

damo Weitefeld. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Nun hat auch der Rat Weitefeld vor dem Coronavirus kapitulieren müssen und im Umlaufverfahren getagt. Soll heißen: Jedes Ratsmitglied hat sich in den eigenen vier Wänden mit den Sitzungsvorlagen befassen und am Ende ein Kreuzchen machen müssen.
14 Bauplätze werden geschaffenAll das ist natürlich weit weg von der normalen Kommunalpolitik: Es gibt keine echten Diskussionen, und niemand kann aus den Gesichtern der anderen Ratsmitglieder deren Stimmung ablesen. Aber: Es stehen zu viele wichtige Weichenstellungen in der Höhengemeinde an, um die Ratsarbeit ruhen zu lassen. Mit folgenden Themen haben sich die Ratsmitglieder in ihren Wohn- und Arbeitszimmern beschäftigt:
Im Neubaugebiet Buchenweg/Fortsetzung Waldweg rücken am 6.

damo Weitefeld. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Nun hat auch der Rat Weitefeld vor dem Coronavirus kapitulieren müssen und im Umlaufverfahren getagt. Soll heißen: Jedes Ratsmitglied hat sich in den eigenen vier Wänden mit den Sitzungsvorlagen befassen und am Ende ein Kreuzchen machen müssen.

14 Bauplätze werden geschaffen

All das ist natürlich weit weg von der normalen Kommunalpolitik: Es gibt keine echten Diskussionen, und niemand kann aus den Gesichtern der anderen Ratsmitglieder deren Stimmung ablesen. Aber: Es stehen zu viele wichtige Weichenstellungen in der Höhengemeinde an, um die Ratsarbeit ruhen zu lassen. Mit folgenden Themen haben sich die Ratsmitglieder in ihren Wohn- und Arbeitszimmern beschäftigt:
Im Neubaugebiet Buchenweg/Fortsetzung Waldweg rücken am 6. April die Baumaschinen an: Dann beginnt die Erschließung. Anders als in der Vergangenheit soll die komplette Erschließung vorab erledigt werden – die Bauherren können also erst dann loslegen, wenn vor ihrem Haus eine fertige Straße geschaffen worden ist. Das soll Ende August so weit sein, stellte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Keßler im Gespräch mit der SZ klar. 14 Bauplätze werden geschaffen – und damit nicht genug: Schon jetzt stehen die Pläne für die Erschließung eines zweiten Neubaugebiets. „Auf dem Zilienbusch“ können etwa 30 Wohnhäuser entstehen – und auch dort ist die Nachfrage laut Keßler groß: „Wir haben jetzt schon gut 20 Anfragen und Vorreservierungen“, berichtet er. Überraschend ist das nicht: Nach wie vor bietet Weitefeld neben vielen Arbeitsplätzen und einer guten Infrastruktur auch reichlich Wohnqualität. „Im Neubaugebiet gibt’s von morgens bis abends Sonne“, sagt Keßler. Die Grundstücke im Baugebiet „Auf dem Zilienbusch“ sollen übrigens großzügig ausfallen: „Wir haben viele Anfragen für Bauplätze zwischen 800 und 1000 Quadratmeter.“ Aasen werde die Gemeinde aber nicht: „Die beiden Baugebiete werden auf Jahre die letzten sein“, prognostiziert der Ortschef.

Kosten stiegen eklatant

Auch am Turnhallengebäude beginnen bald Bauarbeiten: Mitte April soll – endlich – mit dem Abriss des bisherigen Mehrzweckraums begonnen werden. Dort soll bekanntlich das neue Dorfgemeinschaftshaus entstehen, und nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten steht dem Projekt nun nichts mehr entgegen. Allerdings bleibt die Verzögerung nicht ohne Folgen für die Gemeinde: „Die Baukosten sind in der Zwischenzeit eklatant gestiegen“, sagt Keßler.

Weil zudem auch die geplanten Schallschutz-Maßnahmen ausgeweitet worden sind, wird das Projekt viel teurer als geplant. Bei den ersten Planungen standen noch 600 000 Euro im Raum – mittlerweile sind es 1,5 Mill. Euro. Zwar wird der Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit ISEK-Fördermitteln unterstützt, aber diese sind auf rund 720 000 Euro gedeckelt, sodass die Gemeinde den Löwenanteil aus eigener Tasche zahlen muss. Trotzdem herrscht im Rat laut Keßler Einigkeit: „Wir wollen das machen.“ Und die Finanzierung sei auch sichergestellt: „Wir haben noch solide Gewerbesteuereinnahmen, das lässt sich also darstellen.“

Sukzessive Umgestaltung über mehrere Jahre

Auch in den Friedhof in Oberdreisbach wird die Gemeinde Geld stecken müssen. In Weitefeld sind die freien Plätze knapp; hier können lediglich noch einige Urnen bestattet werden. Perspektivisch soll dieser Friedhof aber auslaufen, sodass der Friedhof im Ortsteil Oberdreisbach in den Fokus rückt. „Da wird sich einiges tun“, kündigt Keßler nach einem mehrstündigen Ortstermin am Mittwoch an. Vor allem will die Gemeinde den Trends in der Bestattungskultur Rechnung tragen und Urnenstelen, Platz für Baumbestattungen und frei angeordnete Wiesengräber schaffen. All das wird aber nicht von heute auf morgen umgesetzt: Das Konzept sieht eine sukzessive Umgestaltung über mehrere Jahre vor.
Lediglich durchlesen mussten die Ratsmitglieder eine Mitteilung in Sachen Turnhallenboden: Wie bereits berichtet, hat die Gemeinde wegen der Mängel im neuen Boden geklagt – und Recht bekommen. Jetzt soll der gesamte Boden herausgerissen und neu aufgebaut werden. All das ist für den Sommer geplant, und Keßler legt großen Wert darauf, dass die Maßnahme zügig über die Bühne gebracht wird. „Da brauchen wir eine Firma, die das in maximal drei Wochen durchzieht. Das darf sich nicht wieder über Monate hinziehen.“

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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