Zu wenige Karten verkauft

Erlös zu ungleichen Teilen an Ambulantes Hilfezentrum und an »Regenbogen-Kids«

aww/sz Herdorf. Der stolze Erlös von 1400 Euro wurde im Anschluss an das Benefizkonzert im Herdorfer Hüttenhaus (siehe Extrabericht) übergeben. Der Vorsitzende der Chor-AG Herdorf, Manfred Schneider, und der Vorsitzende des Sängerkreises AK, Norbert Eisel, überreichten einen Scheck über 1000 Euro an das Ambulante Hilfezentrum (AHZ), vertreten durch Felix Leukel, und einen über 400 Euro an den Ökumenischen Kinder- und Jugendchor »Regenbogen-Kids« Herdorf, vertreten durch Pastor Heinz Christ von der kath. Kirchengemeinde.

Ursprünglich war geplant, dass beide Parteien zu gleichen Teilen bedacht werden sollten. Die unterschiedlichen Spendensummen zu Ungunsten des Kinderchores begründete Schneider im Gespräch mit der SZ mit einem entsprechenden Beschluss der Chor-AG, der getroffen wurde, nachdem in den Reihen des Kinderchores nur eine geringe Zahl Eintrittskarten für das Benefizkonzert verkauft wurde.

Dies lag nach Befragung einiger Vertreter des Kinderchores unter anderem darin begründet, dass der größte Sportverein der Stadt, die DJK Herdorf, wie in jedem Jahr am zweiten Advent seine Nikolausfeier ausrichtete. Viele Kinder und ihre Eltern mussten daher zwischen Hüttenhaus und Großturnhalle pendeln und konnten darum nicht dem kompletten Konzert beiwohnen. Alle Chöre hätten ihre Karten im Vorfeld verkauft, so Manfred Schneider. Mit Ausnahme des Kinder- und Jugendchors, der nur zwei Karten abgesetzt habe, obwohl er 40 zur Verfügung gehabt hätte. Der Konzerttermin habe schon seit November vergangenen Jahres festgestanden – »da konnten sich ja die anderen nach richten«, meint Schneider. Außerdem sei der DJK-Termin nicht bei der Stadtverwaltung angegeben gewesen.

Das sieht Norbert Buschmann, Vorsitzender der DJK Herdorf, anders: Die Nikolausfeier des Vereins finde traditionell immer am zweiten Advent statt – »trotzdem melden wir unsere Termine (bei der Stadt) an und haben es auch dies- mal gemacht«. Wie er von Mitgliedern seines Vereins gehört habe, hätten die DJK-Gruppen, in denen auch »Regenbogenkids« mitmachen, bei den Konzertveranstaltern angefragt, ob denn der Kinderchorauftritt nicht ein wenig nach hinten verlegt werden könne. »Das war wohl nicht möglich.« Mit der Folge, dass Kinder (und Eltern) zwischen beiden Veranstaltungen hin- und herwechseln mussten.

Für Uschi Knautz vom Elternrat der »Regenbogen-Kids« auch ein Grund, warum in den Reihen des Nachwuchschores so wenige Tickets verkauft wurden: »Die Eltern haben keine Karten gekauft, weil von den 30 Kindern des Chores zirka 15 auch im Sportverein tätig sind – die Eltern konnten gar nicht dauerhaft im Konzert bleiben.« Außerdem hätten die Kinder (wie die Sänger/innen aller anderen Chöre auch) eine Eintrittskarte erwerben müssen, hätten sie vor und nach ihrem Auftritt auf den Zuschauerrängen Platz nehmen wollen. Uschi Knautz vermutet: »Das hat vielleicht viele abgeschreckt.«

Im Rahmen der Scheckübergabe betonte Norbert Eisel aber gleichzeitig den hohen Stellenwert der Kinder- und Jugendchorarbeit, von der man langfristig auch in den Chören der Chor-AG Herdorf profitiere. An dicker Luft ist wohl auch keinem wirklich gelegen. Manfred Schneider jedenfalls möchte das Gespräch suchen: Ein Treffen der Chor-AG mit einer Delegation der »Regenbogen-Kids« sei für Januar angedacht. Dabei solle es etwa auch darum gehen, einen konkreten Ansprechpartner für Außenstehende innerhalb des Kinder- und Jugendchores (der keinen Vorstand hat, da er von den beiden Kirchengemeinden Herdorfs getragen wird) zu finden.

Geschadet hat die Terminüberschneidung letztlich sowieso keinem, auch wenn der Kinder- und Jugendchor nur wenige Karten »los wurde«. DJK-Vorsitzender Buschmann: »Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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