Zwei Wochen »Vollbeschäftigung« in der Wehr

Einsatzkräfte der Stadt Herdorf zogen Bilanz/Technische Hilfe überwog/Viele Beförderungen

rai Sassenroth. Obwohl die Löschzüge Herdorf, Dermbach und Sassenroth im vergangenen Jahr von Großbränden verschont blieben, hatten die Floriansjünger um Wehrleiter Werner Jörg alle Hände voll zu tun, um Menschen sowie Hab und Gut vor Gefahren zu schützen. Allein 853 Stunden waren die insgesamt acht Feuerwehrfrauen und 80 Männer der drei Einsatztrupps im Kampf gegen den »roten Hahn« und bei so genannter technischer Hilfeleistung gefordert. Das ging aus dem Jahresbericht von Wehrleiter Jörg bei einer Dienstbesprechung im Dorfgemeinschaftshaus Sassenroth hervor.

Insgesamt wurden von den Aktiven sogar 11529 Stunden geleistet, die u.a. für Schulung, Ausbildung, Gerätepflege, Brandwache und Übungen aufgebracht wurden. Das bedeutet, dass jeder Einzelne – die 25 Jugendfeuerwehrleute eingeschlossen – mehr als 102 Stunden im Jahr zum Wohl der Allgemeinheit geopfert hat. »Das sind mehr als zwei Wochen Vollbeschäftigung«, zollte Bürgermeister Uwe Erner seiner Truppe für das geleistete Engagement Respekt und Anerkennung. Man werde nicht umhin kommen, die Aktivitäten beizubehalten und die Qualifizierung weiter voran zu treiben, um die vielschichtigen Anforderungen bei Schadensereignissen zu bewältigen, erklärte er.

Keine Nachwuchssorgen

Ein bedeutsames Thema sei die Jugendfeuerwehr, sagte Erner und verwies auf die demografische Entwicklung. Im Nachwuchsbereich komme in Herdorf eine Menge nach, lobte der Bürgermeister die geleistete Jugendarbeit. Im Städtchen selbst sind 43 Feuerwehrleute aktiv, in Dermbach 21 und in Sassenroth 24. Mit insgesamt 18 Aktiven stellen die 16- bis 20-Jährigen die größte Gruppe dar, gefolgt von 13 Personen in der Altersgruppe der 41- bis 45-Jährigen.

Mehr Ausbildungsplätze gefordert

Wie im Vorjahr werden dieses Jahr wieder 16 Mitglieder auf Kreisebene geschult. Erneut hat die Herdorfer Feuerwehr im Jahr 2004 auf Landesebene aber nur einen Ausbildungsplatz zur Verfügung. »Damit kommen wir nicht zurecht, es müssen jährlich mindestens zwei oder drei Leute daran teilnehmen können«, gab Jörg als Anmerkung dem Bürgermeister mit auf den Weg.

Bei den insgesamt 39 Einsätzen im vergangenen Jahr überwog erstmals die Zahl der technischen Hilfeleistungen im Vergleich zu den Brandalarmierungen. Das Wissen in technischer Hilfe war 24 Mal gefordert. 15 Mal mussten die Feuerwehren wegen Bränden ausrücken, wobei 11220 Liter Löschwasser eingesetzt wurde. Die zahlreichen technischen Hilfeleistungen anlässlich des Unwetters an bzw. kurz nach Pfingsten waren zu einem Einsatz zusammengefasst. Bei den Einsätzen war ein Gesamtschaden von rund 300000 Euro entstanden. Die geschätzte Schadensbegrenzung bezifferte Jörg auf rund 310000 Euro. Deutlich gesteigert werden konnte im vergangenen Jahr die Zahl der Atemschutzträger. Von 44 potenziellen Trägern verfügen 36 und damit 82 Prozent über die erforderlichen Voraussetzungen. »Im vergangenen Jahr ist alles gut gelaufen«, resümierte Wehrleiter Jörg. Das sei nur möglich gewesen, weil alle gemeinsam ihr Bestes gegeben hätten.

Im Mittelpunkt des Treffens standen Verpflichtungen und Beförderungen, die Bürgermeister Erner und Wehrleiter Jörg vornahmen. Verpflichtet wurden Sebastian Jäger, Felix Krah, Nadine Orlik, Christoph Panthel (alle LZ Herdorf), Stephan Stricker (LZ Dermbach), Reinhard Haak und Dominic Heidrich (beide LZ Sassenroth). Bei den Beförderungen wurde Nadine Orlik (LZ Herdorf) zur Feuerwehrfrau befördert. Im Rang eines Feuerwehrmannes stehen künftig Christoph Panthel, Benedikt Patt (beiden LZ Herdorf), Johannes Schirra (LZ Dermbach) und Dominic Heidrich (LZ Sassenroth). Die Schulterklappen eines Oberfeuerwehrmannes gab es für Tobias Dreier, Stephan Leukel, Andreas Lichtenthäler, Tim Pieck, Sven Schönfelder (alle LZ Herdorf), André Lück und Daniel Tobisch (LZ Sassenroth). Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Reiner Schupp (LZ Dermbach) befördert. Das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen wurde dem erkrankten Peter Urrigshardt (LZ Sassenroth) in Abwesenheit verliehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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