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Posaunenchor Hilchenbach und Sound of Voice boten hochkarätiges Programm
„Bach Meets Voice“

Gemeinsam unter Einbeziehung der Jungbläser beschlossen der Posaunenchor Hilchenbach und das Lennestädter Vokalensemble  Sound of Voice ihr hochkarätiges, abwechslungsreiches Konzert in der ev. Kirche Hilchenbach.
  • Gemeinsam unter Einbeziehung der Jungbläser beschlossen der Posaunenchor Hilchenbach und das Lennestädter Vokalensemble Sound of Voice ihr hochkarätiges, abwechslungsreiches Konzert in der ev. Kirche Hilchenbach.
  • Foto: Bernd Sensenschmidt
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

bst Hilchenbach. Cantabile blasen heißt, Gesang auf dem Blasinstrument nachahmen, lernt man in der Jungbläserschulung. Für die erstmals öffentlich in der Kirche auftretenden Jungbläser des Posaunenchors Hilchenbach war dies am Samstagabend besonders eindringlich erfahrbar beim Konzert unter dem Motto „Brass Meets Voice”, zu dem der Posaunenchor den Lennestädter Gospel- und Pop-Chor Sound of Voice eingeladen hatte. Unbeeindruckt vom Coronavirus erlebten zahlreiche Zuhörer einen Wechsel von Bläser- und Vokalbeiträgen.
Unter der Leitung von Thomas Kiess und mit Unterstützung durch Schlagzeuger Simon Wanner eröffnete der mit 18 Bläserinnen und Bläsern sehr ausgewogen besetzte Posaunenchor mit „Ein neuer Anfang“ das Konzert.

bst Hilchenbach. Cantabile blasen heißt, Gesang auf dem Blasinstrument nachahmen, lernt man in der Jungbläserschulung. Für die erstmals öffentlich in der Kirche auftretenden Jungbläser des Posaunenchors Hilchenbach war dies am Samstagabend besonders eindringlich erfahrbar beim Konzert unter dem Motto „Brass Meets Voice”, zu dem der Posaunenchor den Lennestädter Gospel- und Pop-Chor Sound of Voice eingeladen hatte. Unbeeindruckt vom Coronavirus erlebten zahlreiche Zuhörer einen Wechsel von Bläser- und Vokalbeiträgen.
Unter der Leitung von Thomas Kiess und mit Unterstützung durch Schlagzeuger Simon Wanner eröffnete der mit 18 Bläserinnen und Bläsern sehr ausgewogen besetzte Posaunenchor mit „Ein neuer Anfang“ das Konzert. Diesem aus einem Kompositionswettbewerb hervorgegangenen Werk von Jens Uhlenhoff, uraufgeführt beim Bundesposaunentag 2016, folgte die Canzon No. 1 „La Spiritata“ (1593) des venezianischen Meisters Giovanni Gabrieli, deren hohe Ansprüche die Ausführenden überzeugend meisterten.
Hochromantisch hat Felix Mendelssohn Bartholdy seine achtstimmige Motette „Richte mich, Gott“ (op. 78 Nr. 2) angelegt, eine Vertonung des Psalms 43. Als ob sie nicht für Vokal-, sondern auch für Bläserensemble geschaffen sei, wirkte dieses vom Posaunenchor cantabile dargebotene Werk, gefolgt von John Hughes‘ Vertonung der walisischen Hymne „Calon Lân“.

„Fields Of Gold“ und „Gabriella's Song“

Dazwischen erklangen von Sounds of Voice unter der Leitung von Ulrike Wesely Chorsätze zu Stings „Fields Of Gold“  und der durch die Wise Guys bekannt gewordene Song von Daniel Dickopf „Wie kann es sein“. Und immer wieder gern gehört, erklangen Chorsätze zu Filmmusiken wie „Lulu‘s Back In Town“ von Al Dubin und Harry Warren aus „Broadway Gondolier“ von 1935, Whoopi Goldbergs „Sister-Act“-Glanznummer „Hail Holy Queen“ in Marc Shaimas Arrangement und, besonders gut aufgenommen vom Publikum, aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ „Lena‘s Song“ mit Solistin Christina Schmidt und später „Gabriella's Song“ mit Jutta Kunze als Solistin. Beide boten textadäquaten Ausdruck und wurden einfühlsam begleitet von Chor und Pianistin Eiko Takahashi. Die Schlagzeugparts steuerte Martin Behrens bei, der auch für die störungsfreie Technik sorgte.

Wohlintonierte Klänge der Jungbläser

Den zweiten Konzertteil eröffneten die Jungbläser mit der Jungbläser-Freizeitintrade von Dietrich Wimmer und Hans-Ulrich Nonnenmanns Arrangement von „Wir haben Gottes Spuren festgestellt“: Solch wohlintonierte Klänge gefielen als Hoffnungszeichen für den Fortbestand des Posaunenchores. Kim Andre Arnesens Vertonung des Gedichts „Even When He Is Silent“ eines jüdischen KZ-Häftlings bot der Posaunenchor sehr eindringlich vor dem „härtesten Brocken“ fürs Ensemble: „Jericho“ vom in Weimar als Professor für Posaune wirkenden Christian Sprenger.
Sein Werk, das die biblische Erzählung vom Fall der Mauern von Jericho musikalisch umsetzt, bietet zahlreiche Klippen für das Ensemble und gilt als grenzwertig schwierig für Posaunenchöre: Die Hilchenbacher meisterten das mit beeindruckender Souveränität. Sound of Voice brachte sehr versiert bekannte und beliebte Klassiker zu Gehör, wie Elton Johns „Your Song“ und Dave Brubecks „Take Five“, wobei der Chor dieses auf Paul Desmonds Melodie im 5/4-Takt zurückgehende Werk derart elegant-virtuos präsentierte, das niemand diese Taktart als ungewöhnlich empfand. Bei Bob Chilcotts Arrangement von Bill Joels „And So It Goes“ und beim relaxed vorgetragenen „Don‘t Worry“ von Bobby McFerrin überzeugte Willi Ridder mit Bariton-Soli.
Gemeinsam mit den Jungbläsern beendeten beide Ensembles dieses höchst anspruchsvolle, abwechslungsreiche Konzert mit dem Taizé-Lied „Meine Hoffnung und meine Freude“. Für den riesigen Schlussapplaus dankte der Posaunenchor mit dem Choral „In allen meinen Taten“ aus Johann Sebastian Bachs Kantate BWV 97.

Autor:

Bernd Sensenschmidt (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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