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Musiker der Philharmonie Südwestfalen und Gäste in der ev. Kirche Hilchenbach
Barocker Glanz zum Jahreswechsel

Die Sopranistin Sophia Körber überzeugte beim elften Barockkonzert zur Silvesternacht in der ev. Kirche Hilchenbach.
  • Die Sopranistin Sophia Körber überzeugte beim elften Barockkonzert zur Silvesternacht in der ev. Kirche Hilchenbach.
  • Foto: Bernd Sensenschmidt
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

Der Gebrüder-Busch-Kreis lud zum elften Konzert zur Silvesternacht ein. Mit dabei: die Opern- und Konzertsängerin Sophia Körber. Die Leitung hatte Naotaka Maejima. 
bst Hilchenbach.  Nach den Erfolgen in den letzten zehn Jahren lud der Gebrüder-Busch-Kreis zum elften Barockkonzert zur Silvesternacht in die ev. Kirche Hilchenbach ein. Mitglieder der Philharmonie Südwestfalen sowie Gäste brachten Werke der Barockzeit zu Gehör und haben dazu die Opern-, Konzert- und Oratoriensängerin Sophia Körber gewinnen können. Sie ist vielfach ausgezeichnet, u. a. als Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin 2014, und bewegt sich besonders in den Bereichen Neues Musiktheater und Barockmusik.

Der Gebrüder-Busch-Kreis lud zum elften Konzert zur Silvesternacht ein. Mit dabei: die Opern- und Konzertsängerin Sophia Körber. Die Leitung hatte Naotaka Maejima. 
bst Hilchenbach.  Nach den Erfolgen in den letzten zehn Jahren lud der Gebrüder-Busch-Kreis zum elften Barockkonzert zur Silvesternacht in die ev. Kirche Hilchenbach ein. Mitglieder der Philharmonie Südwestfalen sowie Gäste brachten Werke der Barockzeit zu Gehör und haben dazu die Opern-, Konzert- und Oratoriensängerin Sophia Körber gewinnen können. Sie ist vielfach ausgezeichnet, u. a. als Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin 2014, und bewegt sich besonders in den Bereichen Neues Musiktheater und Barockmusik. Die musikalische Leitung oblag Naotaka Maejima, im Sommer „ruheständig“ gewordener Cellist der Philharmonie Südwestfalen. Thomas Kiess, Solotrompeter der Philharmonie und Mitinitiator der Silvesterkonzerte, führte informativ durchs Programm.

Werke von Johann Sebastian Bach im Vordergrund

Werke von Johann Sebastian Bach standen im Vordergrund, Auszüge aus seiner Kantate Nr. 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“ umrahmten das Konzert; sein Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048, Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg gewidmet, stand im Zentrum. Diese Werke aufzuführen, war schon 2017 zugesagt worden, nun war es so weit: Mit Teilkollektiven zu je drei Violinen, Bratschen und Violoncelli und Basso Continuo ließ dieses dreisätzige Concerto grosso vor allem in den schnellen, aber nicht überhastet dargebotenen Ecksätzen barocke Lebensfreude aufleuchten. Bei Aria, Choral und Alleluja aus der Kantate 51 zeigte Sophia Körber, dass sie sich sehr gut auf Bachs Kompositionsstil einzustellen vermag und auch die kleinen Duett-Phrasen mit der hohen Trompete (Thomas Kiess) überzeugend zu gestalten verstand.
Bei der Aria „Misero Pargoletto“ aus Leonardo Leos Oper „Demofoonte“ und vor allem bei der bekannten Aria „Lascia la spina“ aus Händels sehr erfolgreichem Oratorium „Il Trionfo del Tempo e del Disanganno“ vermochte es Sophia Körber, einfühlsam begleitet vom Kammerorchester, nachempfindbar werden zu lassen, warum solche Arien vor 200 Jahren große Gefühle auslösen konnten.
Die im Barock beliebten, kurzen, dreisätzigen Konzerte wurden mit zwei Beispielen vorgestellt: Eines der 40 kaum noch bekannten Konzerte für Streicher von Antonio Vivaldi, hier das Konzert d-Moll RV 127, das an seine auch heutzutage noch populären Konzerte für ein bis zwei Soloinstrumente erinnert, und Telemanns Sonata für Trompete, Streicher und B.c. D-Dur, das Thomas Kiess diesmal auf einer hohen Ventiltrompete interpretierte, die ihm mehr Verzierungsmöglichkeiten bietet als die vor einigen Jahren eingesetzte Naturtrompete. Die Leichtigkeit in der Höhe, die erahnen lässt, warum solche Musik in ihrer Entstehungszeit als Unterhaltung galt, ließ das Publikum staunen!

Uraufführung eines Werks von Torben Klaes

Stolz konnte Thomas Kiess schließlich eine Uraufführung ankündigen: Cembalist Torben Klaes, der von Anfang an bei den Barockkonzerten mitgewirkt hat, hat eine Orchester-Suite in e-Moll komponiert, deren Ouvertüre erstmals zur Aufführung kam: Auf die ganz im französischen Stil gehaltene, gravitätisch anmutende Einleitung folgt der fugierte schnelle Mittelteil, dem ein langsamer, an das Eingangsthema anknüpfender Schluss folgt. Wäre als Geburtsjahr des Komponisten 1687 statt 1987 auf dem Programmblatt erschienen, hätte sich kaum jemand gewundert angesichts seiner hörbar gewordenen Stilsicherheit. Das Publikum in der voll besetzen Kirche war begeistert von diesem Konzert und bekundete dies durch stehend erbrachten, lang anhaltenden Applaus.
Thomas Kiess dankte seinen Orchesterkollegen für ihre Bereitschaft, über die zahlreichen Orchesterdienste hinaus auch dieses Silvesterkonzert ermöglicht zu haben; insbesondere galt sein Dank Sopranistin Sophia Körber und Naotaka Maejima, der den Erfolg mit seinem umsichtigen und von kluger Wahl der Tempi geprägten Dirigat erheblich begünstigt hat. Mit „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ in der Originalfassung aus Bachs Kantate BWV 140 bedankten sich Sophia Körber und das Kammerorchester beim Publikum.

Autor:

Bernd Sensenschmidt (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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