SZ

Laura Mead, Tochter der Philharmonie-Musiker Lidia und Malcolm Mead, spielt in Hilchenbach
Das Duo Orphée und die Kraft der Musik

sz/gmz Hilchenbach/Hamburg. An diesem Freitag, 6. Dezember, spielt ab 17 Uhr in der ev. Kirche Hilchenbach das Duo Orphée ein Nikolauskonzert mit Werken von Bach, Granados und Saint-Saëns. Nichts ganz Ungewöhnliches in der Vorweihnachtszeit und am Nikolaustag. Aufhorchen lassen allerdings die Besetzung des Duos mit Geige und Harfe und die Namen der Musikerinnen, Laura Mead und Samira Memarzadeh, die sich aus Studientagen in Freiburg kennen. Laura Mead ist in Hilchenbach aufgewachsen, Tochter der Philharmonie-Mitglieder Lidia (ehemals Violine) und Malcolm (Oboe). Sie hat jetzt eine Anstellung bei den Hamburger Symphonikern (1. Geige).Die Siegener Zeitung stellte der jungen Musikerin drei Fragen zu ihrem Werdegang und dem Duo. Hier Laura Meads Antworten.

sz/gmz Hilchenbach/Hamburg.An diesem Freitag, 6. Dezember, spielt ab 17 Uhr in der ev. Kirche Hilchenbach das Duo Orphée ein Nikolauskonzert mit Werken von Bach, Granados und Saint-Saëns. Nichts ganz Ungewöhnliches in der Vorweihnachtszeit und am Nikolaustag. Aufhorchen lassen allerdings die Besetzung des Duos mit Geige und Harfe und die Namen der Musikerinnen, Laura Mead und Samira Memarzadeh, die sich aus Studientagen in Freiburg kennen. Laura Mead ist in Hilchenbach aufgewachsen, Tochter der Philharmonie-Mitglieder Lidia (ehemals Violine) und Malcolm (Oboe). Sie hat jetzt eine Anstellung bei den Hamburger Symphonikern (1. Geige).Die Siegener Zeitung stellte der jungen Musikerin drei Fragen zu ihrem Werdegang und dem Duo. Hier Laura Meads Antworten.

Laura Mead und das Geigenspiel

SZ: Frau Mead, Sie stammen aus der Region. Können Sie kurz Ihren beruflichen Werdegang schildern?
„Mit viereinhalb Jahren schenkten mir meine Eltern (beide Musiker in der Philharmonie Südwestfalen), nach langem Betteln meinerseits, meine erste kleine Geige. Und so fing ich an, Geigenstunden bei Julia Hofer zu nehmen, der damaligen Konzertmeisterin der Philharmonie Südwestfalen. Mit 15 Jahren wurde ich neben der Schule Jungstudentin an der Musikhochschule in Köln. Nach meinem Abitur am Städtischen Gymnasium Kreuztal absolvierte ich mein Bachelor- und Masterstudium an den Musikhochschulen in Köln, London, Luzern und Freiburg. Während meines Studiums spielte ich bereits in diversen Orchestern mit und hatte 2014/15 einen Zeitvertrag bei den Münchner Philharmonikern. Bei meinem langjährigen Lehrer Prof. Sebastian Hamann in Freiburg schloss ich im Sommer 2018 mein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Kurze Zeit später gewann ich ein Probespiel um eine halbe Stelle bei den Symphonikern Hamburg  und bin nun seit Herbst 2018 Mitglied der ersten Geigen.“

Kammermusik oder Tutti-Stimme

SZ: Ist Ihr Duo ein „Gegenentwurf“ zu den großen Hamburger Symphonikern?
„Das Orphée Duo gibt es tatsächlich länger als mein Engagement bei den Symphonikern: Während meines Studiums in Freiburg lernte ich Samira Memarzadeh 2017 über ,Live Music Now Freiburg‘ kennen. Nach einem ersten gemeinsamen Konzert entschieden wir, weiter gemeinsam zu musizieren. An unserer Instrumentenkombination reizt uns vor allem die große Bandbreite an Farben und Dynamiken, die wir nicht nur in unseren Proben, sondern auch immer wieder im Konzert entdecken. Im Gegensatz zum Orchesterdienst, der mir in Hamburg viel Freude macht, ist es möglich, ja notwendig, dass ich gemeinsam mit Samira gestalterische Entscheidungen treffe. Da hat man als Tuttist im Orchester kein oder kaum Mitspracherecht. Auch die Spielweise ist eine andere: In einer Geigengruppe zu spielen heißt, sich in den Gruppenklang einzufügen, Teil des großen Ganzen zu sein und niemals herauszustechen. In der Kammermusik bin ich allein für meine Stimme verantwortlich und habe dementsprechend künstlerische Freiheiten. Die Mischung aus beiden Welten immer wieder genießen zu dürfen, ist für mich ein in Erfüllung gegangener Traum.“

Orpheus und die Musik

SZ: Warum der Name Orphée-Duo? Eine Aussage über die „Kraft der Musik“? Eine Hommage an die Frühzeit der musikalischen Text-Interpretation (Monteverdi, Schütz und andere)?
„Unser Name lehnt an die Sage des Orpheus an. Abgesehen davon, dass er in die Unterwelt zog, um seine geliebte Frau Eurydike zu retten, spielte er Lyra, eine Urform der Harfe. So gut konnte er spielen, dass er damit sogar Berge zu Tränen rühren und wütende Meere besänftigen konnte, was ihm auf seiner Reise natürlich sehr zugute kam. Über unser Stipendium bei ,Live Music Now Freiburg‘, erlebten wir bei Konzerten immer wieder aus erster Hand, wie Musik Menschen berühren kann. Dabei stehen nicht wir, oder unsere Instrumente an erster Stelle, sondern die Musik und ihre ungeheure Kraft.“
Hamburger Symphoniker
Duo Orphée 

Autor:

Dr. Gunhild Müller-Zimmermann (Redakteurin) aus Siegen

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