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Neues Busch-Brass-Ensemble gibt gefeierten Einstand
Glückwunsch zum 60., Gebrüder-Busch-Kreis!

Elf Blechbläser und zwei Schlagzeuger des neu gegründeten Busch Brass Ensembles gaben als Geburtstagsgeschenk an den 60 Jahre alt gewordenen Gebrüder-Busch-Kreis ihr beeindruckendes Premierenkonzert in Hilchenbach, hier bei der Zugabe, bei der die Schlagzeuger Hornisten-Unterstützung bekamen.
  • Elf Blechbläser und zwei Schlagzeuger des neu gegründeten Busch Brass Ensembles gaben als Geburtstagsgeschenk an den 60 Jahre alt gewordenen Gebrüder-Busch-Kreis ihr beeindruckendes Premierenkonzert in Hilchenbach, hier bei der Zugabe, bei der die Schlagzeuger Hornisten-Unterstützung bekamen.
  • Foto: Bernd Sensenschmidt
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

bst Hilchenbach. „All You Need is Brass“ sollte das Motto für das Geburtstagskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Gebrüder-Busch-Kreises am 6. März lauten. Doch konnte die neu gegründete Blechbläser-Formation Busch-Brass-Ensemble damals weder proben noch konzertieren. Am Sonntagabend konnte nun endlich die Premierenkonzert-Nachholung stattfinden, aus Witterungsgründen statt wie geplant im Keppeler Abteigarten in der ev. Kirche Hilchenbach.
Idee kam von Tubist Attila BenköThomas Kiess und Christian Tolsdorff (Trompeten), Lisa Erchinger und...

bst Hilchenbach. „All You Need is Brass“ sollte das Motto für das Geburtstagskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Gebrüder-Busch-Kreises am 6. März lauten. Doch konnte die neu gegründete Blechbläser-Formation Busch-Brass-Ensemble damals weder proben noch konzertieren. Am Sonntagabend konnte nun endlich die Premierenkonzert-Nachholung stattfinden, aus Witterungsgründen statt wie geplant im Keppeler Abteigarten in der ev. Kirche Hilchenbach.

Idee kam von Tubist Attila Benkö

Thomas Kiess und Christian Tolsdorff (Trompeten), Lisa Erchinger und Michael Nassauer (Hörner), Thomas Wanner und Thomas Thull (Posaunen), Attila Benkö (Tuba) und David Friederich (Schlagzeug) hatten sich mit den Trompetern Stephan Müller (Konzertorchester der Bundeswehr Siegburg) und Akio Ogawa-Müller (Orchester des Landestheaters Detmold) und den Posaunisten Philippe Stier (Orchester des Stadttheaters Gießen) und Istvan Kovacs (Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz) zusammengetan, und David Friederich konnte seinen Partner im Percussions-Duo Yu & Me, Yu Fujiwara, gewinnen. Die Idee zu diesem Konzert kam von Tubist Attila Benkö, der humorvoll durchs Programm führte.

Ernsthaft? Brandenburgisches Konzert?

Die 13 Musiker spannten ein breit angelegtes Klangspektrum auf – von Johann Sebastian Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Leonard Paul. Mit dessen Ouvertüre zur dem Ensemble Mnozil Brass gewidmeten Operette „Das trojanische Boot“ eröffneten die Musiker furios ihr Premierenkonzert, um gleich danach eine ganz harte musikalische Nuss zu knacken: Bach hat sein 3. Brandenburgisches Konzert für ein Streichorchester komponiert, es mit Blechbläsern aufzuführen (hier in Elgar Howarths Arrangement) ist eine in den schnellen Ecksätzen extrem hohe Herausforderung, die überzeugend gemeistert werden konnte.
Felix Mendelssohn Bartholdys doppelchöriges „Denn er hat seinen Engeln“ aus seinem Oratorium „Elias“ bewies das sichere Gespür der Bläser für die stilgerechte Interpretation eines bekannten geistlichen Chorwerks.

Ins 20. Jahrhundert, u.a. mit Piazzolla

Und dann rückten sie schwungvoll ins 20. Jahrhundert mit Jaime Texidors „Amparito Roca“ und einer Suite aus Astor Piazollas Oper „Maria de Buenos Aires“. Der vor 100 Jahren geborene Piazolla zeichnet in dieser Oper Marias Überlebenskampf in einem Slum nach und vergisst nicht daran zu erinnern, dass er den „Tango nuevo“ kreiert und populär gemacht hat – all das setzten die Musiker mit viel Spielfreude in Szene. Das dreisätzige „A la Carte“ des englischen Komponisten Goff Richards gab den Musikern nochmals Gelegenheit zur Ausfächerung klanglicher Möglichkeiten ihrer Instrumente.

Duo Yu & Me trommelt eigentlich auf allem

Dazwischen zeigte das Duo Yu & Me auf, welch abwechslungsreiche vielgestaltige Musik zwei Musiker mit Xylophon, Vibraphon, Marimbaphon, Tamtam, Becken und Triangel realisieren können – mit Arrangements von Werken Maurice Ravels und Chick Coreas. Dass man selbst auf zwei Wäschetrommeln und zwei Mülltonnen musizieren kann, bewiesen sie auf artistische Weise bei Ed Argenzianos „Stinkin’ Garbage“ (stinkender Müll).

Mit "Gershwin!!!" war noch nicht Schluss

Alle vereint verabschiedeten sich mit Steven Verhelsts Suite „Gershwin!!!“, arrangiert fürs Blech des Amsterdamer Concertgebouw-Orchesters, am Sonntag wahrscheinlich eine deutsche Erstaufführung!
Als das begeistert applaudierende Publikum keine Ruhe geben wollte, bedankten sich die Musiker fetzig mit „Meglia Stasera“ des mitwirkenden Bassposaunisten Thomas Tull und rundeten damit den abwechslungsreichen musikalischen Spaziergang vom 18. ins 21. Jahrhundert eindrucksvoll ab, mit dem das Busch-Brass-Ensemble seinen Einstand gab und „Appetit auf mehr“ weckte.

Autor:

Bernd Sensenschmidt (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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