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Bernd Stelter präsentierte „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende“
Immer optimistisch bleiben!

Bernd Stelter sorgte am Sonntag mit seinem neuen Programm „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“ für beste Stimmung im Gebrüder-Busch-Theater Dahlbruch.
  • Bernd Stelter sorgte am Sonntag mit seinem neuen Programm „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“ für beste Stimmung im Gebrüder-Busch-Theater Dahlbruch.
  • Foto: Bärbel Althaus
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ba - Eine Wellnesskur für Herz und Verstand hatte Comedian, Kabarettist und Karnevalist Bernd Stelter im Gepäck.
ba Dahlbruch. Rund 160 Zuschauer erlebten am Sonntag unter Corona-Auflagen im Gebrüder-Busch-Theater Dahlbruch Bernd Stelters neues Programm „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“. Ein aus dem April verschobener Termin, der dennoch perfekt getimt war, da der Montag unmittelbar bevorstand. Ein Tag, an dem Radiomoderatoren, kaum dass er begonnen hat, das nächste Wochenende herbeiquasseln, und ein Zeitpunkt, den Menschen, die ihren Job nicht mögen, zutiefst verabscheuen. In diesem Fall diagnostiziert Seelen-Doc Stelter das „Robinson-Crusoe-Syndrom“, bei dem alle sehnsüchtig auf Freitag warten.
Bernd Stelter liebt seinen JobWie gut, dass er davon nicht betroffen ist.

ba - Eine Wellnesskur für Herz und Verstand hatte Comedian, Kabarettist und Karnevalist Bernd Stelter im Gepäck.
ba Dahlbruch. Rund 160 Zuschauer erlebten am Sonntag unter Corona-Auflagen im Gebrüder-Busch-Theater Dahlbruch Bernd Stelters neues Programm „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“. Ein aus dem April verschobener Termin, der dennoch perfekt getimt war, da der Montag unmittelbar bevorstand. Ein Tag, an dem Radiomoderatoren, kaum dass er begonnen hat, das nächste Wochenende herbeiquasseln, und ein Zeitpunkt, den Menschen, die ihren Job nicht mögen, zutiefst verabscheuen. In diesem Fall diagnostiziert Seelen-Doc Stelter das „Robinson-Crusoe-Syndrom“, bei dem alle sehnsüchtig auf Freitag warten.

Bernd Stelter liebt seinen Job

Wie gut, dass er davon nicht betroffen ist. Denn Stelter liebt seinen Job und war deshalb überglücklich, endlich wieder auf der Bühne stehen zu können. Für ihn ist seine Work-Life-Balance kein Problem.

„Wenn Ihr Job so furchtbar ist, dass Sie sich nur aufs Wochenende freuen, dann müssen Sie den Job wechseln“,

empfiehlt er.

„Dann werden Sie wieder glücklich!“

Und nach glücklichen Momenten sehnen sich wohl alle.

Was macht uns so unglücklich?

Apropos Glück: Spitzenreiter im Glücklichsein sind laut World Happiness Report angeblich die Skandinavier. Ein Phänomen, dem Stelter auf die Spur kommen möchte. Ob es an deren „Freiluftleben“ oder vielleicht daran liegt, dass sie im hohen Norden Wörter im Repertoire haben, auf die Deutsche verzichten müssen? Warum sonst liegt „Hygge“ derart im Trend?
Stelter ist auf Ursachenforschung und fragt sich: „Was macht uns so unglücklich?“ An den fehlenden skandinavischen Wörtern und den damit verbundenen Erlebnissen kann es nicht liegen, ist doch sein Versuch, einen hyggeligen Abend im eigenen Heim zu gestalten, kläglich gescheitert, trotz einer nicht unerheblichen Anzahl an Kerzen. Vermutlich liegt es daran, dass wir an glücklichen Momenten einfach vorübergehen.

„Wenn das Schöne passiert, stehenbleiben und gucken!“,

rät Stelter.

Stelters Tipp: In Erlebnisse investieren

Ein weiterer Rat des mittlerweile 60-Jährigen, der sein 30-jähriges Bühnenjubiläum leider im Corona-Lockdown ohne Bühnenpräsenz erleben musste:

„In Erlebnisse investieren und lernen, loszulassen.“

Wieder einmal zeigt sich, dass der Wahl-Bonner mehr als ein Comedian ist. Vor allem, wenn er zur Gitarre greift oder am Piano Platz nimmt, um durchaus nachdenklich stimmende Songs zu singen. Deswegen erstaunt es kaum, dass sogar Liedermacher und Sänger Heinz Rudolf Kunze, der für seine anspruchsvollen Texte bekannt ist, ein Lied mit dem Titel „Das Gute“ für Stelter geschrieben hat.

Was sind YOLBE?

Doch natürlich hatte Bernd Stelter bei seinem Auftritt auch seinen kleinen Kobold auf der Schulter sitzen, der für Spaß sorgt. Schließlich möchte er „optimistisch sein“ und bestens unterhalten. Und das gelingt ihm durchaus: Wenn er als Bauer aus einem kleinen Stadtteil von Sundern über die neue „Ische“ seines Freundes Heinz mit dem klangvollen Namen „Alexa“ ablästert, als Mitglied der Generation Z und bekennender YOLBE (You Only Live Bis Elternsprechtag) Goldketten-behangen über seine Zukunft nachdenkt oder im Look des Traumschiff-Kapitäns den deutschen Schlager als Stilmittel zum Storytelling einsetzt, dann wird in der Halle getobt, so laut es mit reduzierter Zuschauerzahl eben geht.

Wenn das Lachen stirbt ...

Beste Stimmung, rhythmisches Klatschen und vereinzelte „Bravo“-Rufe zeigten, dass sein Auftritt Balsam für die Seele der Zuschauer auf Kultur-Entzug war. So wurden schließlich Shantys gesungen, die berühmt-berüchtigten drei Haare auf der Brust bemüht und die Lachmuskeln strapaziert.

„Erst wenn das Lachen stirbt, dann sind wir verloren“,

singt Stelter schließlich.
Doch noch es gibt Hoffnung, denn zumindest am Sonntag wurde kräftig gelacht. Also: „Optimistisch bleiben, und wenn das Schöne passiert – stehenbleiben und gucken!“

Autor:

Bärbel Althaus (Freie Mitarbeiterin) aus Wilnsdorf

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