60 Jahre Gebrüder-Busch-Kreis
Kultureller Leuchtturm im nördlichen Siegerland

Ein kultureller Lichtblick im nördlichen Siegerland: das Gebrüder-Busch-Theater am Bernhard-Weiss-Platz in der Dahlbrucher Ortsmitte.
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  • Ein kultureller Lichtblick im nördlichen Siegerland: das Gebrüder-Busch-Theater am Bernhard-Weiss-Platz in der Dahlbrucher Ortsmitte.
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sz Dahlbruch. Am 6. März 1961 fand im Hotel „Deutscher Hof“ in Hilchenbach die Gründungsversammlung der Kulturgemeinde des nördlichen Siegerlandes statt. Auf Initiative von Wolfgang Burbach hatten sich Interessierte zusammengefunden, um in der neu erbauten Dahlbruchhalle der ländlichen Region des nördlichen Siegerlandes „Kultur-Atem“ einzuhauchen.
Die „Kulturbürger“ gründeten einen Verein, dessen konkrete Zielsetzung darin bestand, qualitativ hochwertige Theateraufführungen, Konzerte, Kunstausstellungen und ähnliches zu veranstalten.

Dahlbruchhalle wurde Gebrüder-Busch-Theater

Mit dem großen Erfolg und dem Profil des Angebots in den ersten Spielzeiten ergab sich schließlich der Wunsch, dem Verein wie dem Veranstaltungsort angemessenere Namen zu geben. So wurde aus der Kulturgemeinde des nördlichen Siegerlandes der Gebrüder-Busch-Kreis (heute: Gebrüder-Busch-Kreis – Kulturgemeinde in der Stadt Hilchenbach und der Gemeinde Erndtebrück) und aus der Dahlbruchhalle das Gebrüder-Busch-Theater als zentraler Ort für die Veranstaltungen des Gebrüder-Busch-Kreises.

Busch-Brass-Ensemble spielt im Sommer

Gerne hätte der Verein mit zwei zeitnahen Festveranstaltungen an seine Gründung erinnert: eine mit der Philharmonie Südwestfalen und eine mit dem Busch-Brass-Ensemble. Doch haben sich alle Planungen aufgrund der Corona-Krise zerschlagen. Der Auftritt des Busch-Brass-Ensembles soll nach derzeitigen Planungen am 4. Juli im Abteigarten von Stift Keppel nachgeholt werden. Mit diesem Konzert, das zugleich die Premiere des neu gegründeten Ensembles ist, gratulieren die Bläser der Philharmonie Südwestfalen mit Pauken und Trompeten der Kulturgemeinde.

Das Gebrüder-Busch-Theater in den 1970er-Jahren. Die Turnhalle links im Bild steht nicht mehr: Sie musste den Arbeiten für den „kulturellen Marktplatz“ weichen.
  • Das Gebrüder-Busch-Theater in den 1970er-Jahren. Die Turnhalle links im Bild steht nicht mehr: Sie musste den Arbeiten für den „kulturellen Marktplatz“ weichen.
  • Foto: Verein
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Lauter große Namen

Ein Rückblick auf 60 Jahre Gebrüder-Busch-Kreis ist alles in allem ein Blick auf eine Erfolgsgeschichte einer kleinen Kulturgemeinde. Viele berühmte Künstler standen in den vergangenen 60 Jahren auf den Bühnen der verschiedenen Veranstaltungsorte, die meisten auf der des Gebrüder-Busch-Theaters. Einige Beispiele für bekannte Schauspieler, Musiker, Kabarettisten und Ensembles aus den vergangenen sechs Jahrzehnten seien hier genannt: Rudolf Serkin, Sir András Schiff, Christel Lee, Christian Tetzlaff und Justus Frantz; Hannelore Hoger, Martin Held, Herbert Herrmann und Gilla Cremer; Georg Schramm, Sissi Perlinger, Mathias Richling, Carolin Kebekus; American String Quartet, Quadro Nuevo, Notos Quartett u.v.m. Wichtige Partner in all den Jahren waren stets die Philharmonie Südwestfalen und die Kantorei Siegen.

"Kultureller Marktplatz" Grund zur Hoffnung

Obwohl sich die Bedingungen für kulturelles Wirken seit der Gründung der Kulturgemeinde stark verändert und die Arbeitsbedingungen der Veranstalter erschwert haben, blicken Vorstand und Geschäftsführung hoffnungsvoll in die Zukunft. Nicht zuletzt durch die Schaffung des „kulturellen Marktplatzes“ – u. a. zweiter Veranstaltungssaal, Gastronomie, großzügige Foyers – erwarten sie einen Anschub für weitere erfolgreiche Arbeit.

 Treue und Neugier des Publikums nötig

„Natürlich“, so die Vereinsführung, „hängt der Erfolg nicht nur von den baulichen Maßnahmen, sondern auch von der Treue und der Neugier des Publikums und nicht zuletzt von der Unterstützung durch Sponsoren und Partner ab, die in der Vergangenheit ganz wesentlich zum Gelingen der Kulturarbeit beigetragen haben.“

Ein kultureller Lichtblick im nördlichen Siegerland: das Gebrüder-Busch-Theater am Bernhard-Weiss-Platz in der Dahlbrucher Ortsmitte.
Das Gebrüder-Busch-Theater in den 1970er-Jahren. Die Turnhalle links im Bild steht nicht mehr: Sie musste den Arbeiten für den „kulturellen Marktplatz“ weichen.
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Redaktion Kultur

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