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Kommentar zur Rede von Olaf Kemper
Kulturlandschaft braucht Gebrüder-Busch-Kreis

aww – Olaf Kemper geht es in seiner Rede zur Eröffnung der neuen Saison augenscheinlich um nicht mehr und nicht weniger als ums Ganze, wenn er in unterschiedlicher Weise den Landrat, das Orchester, das Publikum aufruft, den Gebrüder-Busch-Kreis nicht aus dem Blick zu verlieren. Ums Ganze heißt: um langfristige Überlebensfähigkeit. Kempers nachgerade flehentlicher Appell, dass „das hier“ nur weitergehen könne, wenn das Publikum auch zukünftig der Kulturgemeinde treu sei, zeigt, dass der Vorsitzende die Augen vor der Realität nicht verschließt. Im Grunde reicht es nicht einmal, wenn das jetzige Publikum bleibt; es muss neues hinzukommen!

aww – Olaf Kemper geht es in seiner Rede zur Eröffnung der neuen Saison augenscheinlich um nicht mehr und nicht weniger als ums Ganze, wenn er in unterschiedlicher Weise den Landrat, das Orchester, das Publikum aufruft, den Gebrüder-Busch-Kreis nicht aus dem Blick zu verlieren. Ums Ganze heißt: um langfristige Überlebensfähigkeit. Kempers nachgerade flehentlicher Appell, dass „das hier“ nur weitergehen könne, wenn das Publikum auch zukünftig der Kulturgemeinde treu sei, zeigt, dass der Vorsitzende die Augen vor der Realität nicht verschließt. Im Grunde reicht es nicht einmal, wenn das jetzige Publikum bleibt; es muss neues hinzukommen!

Kammermusik wird Nischenangebot bleiben

Der Busch-Kreis erfüllt mit seinem Anspruch eines kulturell hochwertigen Programms und daran, auch und insbesondere die Hochkultur zu bedienen, eine wichtige, keineswegs leicht zu ersetzende Aufgabe in der Anbieterlandschaft der Region. Freilich, und das muss jedem klar sein, kann etwa eine ambitionierte Reihe wie die „Meisterliche Kammermusik“ kaum mit dem Drehen an ein paar Stellschrauben (Beispiel: die schon vor Jahren vollzogene Öffnung hin zum sogenannten Crossover) zu einem Publikumsrenner umgekrempelt werden. Kammermusik wird auch künftig eine kulturelle Nische bleiben.

Blick auf junges, nachwachsendes Publikum

Andererseits ist gerade jene Reihe aufgrund ihres Alleinstellungsmerkmals wenigstens im Siegerland unverzichtbar. Der Busch-Kreis muss also, und das tut er durchaus bereits, flankierend (mehr) Publikumswirksames anbieten, damit das Gebrüder-Busch-Theater sich dann und wann füllt. Er muss Wege beschreiten, die ihn attraktiv auch für ein junges, nachwachsendes Publikum machen, ohne sein Profil aufzugeben. Das mag einer Quadratur des Kreises gleichkommen.

Busch-Kreis muss wieder "sexy" werden

Olaf Kemper, so scheint es, will die Kulturgemeinde voranbringen, den „nächsten Schritt“ gehen, wie er es ausdrückt. Dass er dabei mit so deutlichen Worten an verschiedene Adressen um Unterstützung bittet und auch mahnt, wird nicht jedem gefallen, ist aber nachvollziehbar und allzu verständlich. Ja, der Busch-Kreis muss wieder „sexy“ werden, um es neudeutsch zu formulieren. Unsere Kulturlandschaft braucht ihn.

Autor:

Alexander W. Weiß (Redakteur) aus Siegen

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