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Duo Nomanko virtuos im Alten Zollposten
Saxofon und Klavier im Virtuellen Hut

Ann-Kathrin Hemmersbach (Saxofon) und Marco Hoffmann (Klavier) überzeugten als Duo Nomanko im Alten Zollposten in Vormwald, gestreamt vom Virtuellen Hut.
  • Ann-Kathrin Hemmersbach (Saxofon) und Marco Hoffmann (Klavier) überzeugten als Duo Nomanko im Alten Zollposten in Vormwald, gestreamt vom Virtuellen Hut.
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  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

lip Vormwald. Am Samstagabend konnten sich ca. 130 Musikfreunde an einem besonderen Konzert erfreuen. Möglich machte das die Initiative des „Virtuellen Hutes“, der Ann-Kathrin Hemmersbach (Saxofon) und Marco Hoffmann (Klavier) als Duo Nomanko im Alten Zollposten zu einem mitreißenden, hochvirtuosen und gefühlvollen Konzert einlud, das im ersten Teil anspruchsvolle und ausdrucksstarke moderne Kompositionen enthielt und im zweiten Teil Jazz-Standards und Poptitel in eigenen Bearbeitungen bot. Der Abend begann mit zwei Werken, die Tanzrhythmen, Jazz- und Popeinflüsse elegisch und schwungvoll aufgriffen. Der in allen Lagen blühende Ton des Saxofons kontrastierte und verschmolz mit der tragenden, anfeuernden und temperamentvollen Klavierbegleitung.

lip Vormwald. Am Samstagabend konnten sich ca. 130 Musikfreunde an einem besonderen Konzert erfreuen. Möglich machte das die Initiative des „Virtuellen Hutes“, der Ann-Kathrin Hemmersbach (Saxofon) und Marco Hoffmann (Klavier) als Duo Nomanko im Alten Zollposten zu einem mitreißenden, hochvirtuosen und gefühlvollen Konzert einlud, das im ersten Teil anspruchsvolle und ausdrucksstarke moderne Kompositionen enthielt und im zweiten Teil Jazz-Standards und Poptitel in eigenen Bearbeitungen bot. Der Abend begann mit zwei Werken, die Tanzrhythmen, Jazz- und Popeinflüsse elegisch und schwungvoll aufgriffen. Der in allen Lagen blühende Ton des Saxofons kontrastierte und verschmolz mit der tragenden, anfeuernden und temperamentvollen Klavierbegleitung. Auch in Astor Piazzollas „Tango“ wechselten sich lange, gesangliche Kantilenen und wilde tänzerische Passagen ab.

Ganz stark: die "Hot Serenade" von Schulhoff

Ein sehr wirkungsvolles, gewichtiges Werk bildete den Abschluss des ersten Teils: die „Hot Sonate“ von Erwin Schulhoff (1894–1942). Dieser von den Nazis ermordete Komponist wird wiederentdeckt. Wie Marco Hoffmann erläuterte, könne man das Werk als Hybrid bezeichnen, da es Techniken der E-Musik mit Jazz und Tanzmusik zu einem für die 1920er-Jahre typischen Sound verknüpfe. Taumel, Rausch, Ekstase und ein Hauch Erotik lassen die vier anspruchsvollen Sätze zu einem Hörgenuss werden. Eigenwillige Rhythmen, aparte, leichtfüßige Arpeggien, triolische Eskapaden für beide Partner im ersten Satz; rasant raumgreifende Soli des Klaviers und jazzig verspielte Melodien des Saxofons münden im dritten Satz in atmosphärischen Blues mit Blue Notes und Glissandi des Saxofons.
Der letzte Satz bietet noch einmal wilde und widerborstige Rhythmen, drängende Akkordschläge und ruhig verträumte, elegische Klangflächen. Wunderbares Piano in Extremlagen zauberte die Saxofonistin ebenso wie schräge Bluestöne. Marco Hoffmanns pianistisches Können war der schweren Partitur mehr als gewachsen.

"Viva la Vida" darf nicht fehlen

Für den zweiten Teil des Abends wurden die Zuhörer von der Saxofonistin aufgefordert, es sich bequem zu machen und die aus dem mit Kerzen und Kamin erhellten Raum gestreamte Musik zu genießen. Aus den neun Stücken seien nur einige erwähnt. „Agua De Beber“ (Antonio Carlos Jobim, 1963) geriet lässig, glitzernd und mit Drive. Erzählerisch und nachdenklich, reich verziert und träumerisch, „sooo schön“ (wie es im Chat hieß), war die Nomanko-Coverversion von „Quintessence“ (Quincy Jones, 1961). „Viva la Vida“ (Coldplay) darf nicht fehlen: Herzklopfen und fröhliche Melodien.

Harmoniegewagter "Hound Dog"

Nomankos Version des bekannten „Whisper Not“ (Benny Golson, 1956) griff das Quintmotiv auf und ließ es swingen und locker duftig daherkommen. Auch den von Elvis Presley bekannten „Hound Dog“ (Ramin Djawardi, 1953) präsentierten die beiden Musiker in einer mitreißenden, harmoniegewagten Version, die den flanierenden Gigolo lebendig werden ließ.

Beeindruckend: "Game Of Thrones"

Gänsehaut stellte sich bei der intensiven und klangszenisch beeindruckend umgesetzten Bearbeitung der Titelmelodie von „Game Of Thrones“ ein, die klangüppiger als das Original erschien. Witzig und peppig ging es im Finalstück „Don´t Stop Me Now“ (Queen, 1978) zu. Beide Musiker legten sich noch einmal richtig ins Zeug, um dann elegisch und sanft zu enden.

Autor:

Redaktion Kultur

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