Donnerwetter bei KulturPur – im Zelt!
Soulpop-Gewitter mit Stefanie Heinzmann

Donnerwetter! Stefanie Heinzmann ließ am Samstag bei KulturPur im kleinen Zelttheater auf dem Giller ein Soulpop-Gewitter los, das es in sich hatte.
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  • Donnerwetter! Stefanie Heinzmann ließ am Samstag bei KulturPur im kleinen Zelttheater auf dem Giller ein Soulpop-Gewitter los, das es in sich hatte.
  • Foto: René Achenbach
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

aww Grund. Donnerwetter bei KulturPur 29. Nicht über der Ginsberger Heide, dem Himmel sei Dank, dafür umso heftiger im kleinen Zelttheater. Stefanie Heinzmann lässt am späten Samstagnachmittag ein Soulpop-Gewitter los, dass es nur so kracht. Dass sie so richtig „On Fire“ ist bei ihrem zweiten Festivalgig dieses Sommers, daran lässt sie schon beim gleichnamigen Opener nicht auch nur das Fünkchen eines Zweifels. Monströser Groove und Refrains mit Ohrwurmpotenzial werden sich von nun an wie ein roter Faden durch die anderthalbstündige musikalische Intensivkur ziehen, die die Schweizerin 900 dankbaren Fans verabreicht.

Songs des neuen Albums „All We Need is Love“ und ältere Stücke

Dass sie damit auch Zuhörer aus den Latschen haut, die sich im Heinzmann-Kosmos bisher nicht aufgehalten haben, geschweige denn auskannten, gehört zu den wunderbaren Überraschungen dieser KulturPur-Ausgabe. Ihr Name könnte auch der einer Schlagersängerin sein, er klingt zumindest nicht danach, als sei ihr der Soul standardmäßig in die Walliser Wiege gelegt worden. Und so richtig sieht das zarte Persönchen, von dem über unzählige Besucherköpfe hinweg vom hinteren Zeltbereich aus wenig mehr als eben der Kopf zu sehen ist, auch nicht nach Soul-Mama aus. Doch genug der Oberflächlich-, Nebensächlich- und nicht zuletzt Äußerlichkeiten, mit denen die heute 30-Jährige sowieso einen reflektierten, ja abgeklärten Umgang pflegt. Zum Song „Mother's Heart“ erzählt Stefanie Heinzmann (sie erzählt viel an diesem Abend), dass sie sich früher sehr unsicher gefühlt habe. „Wir sind so unglaublich streng zu uns“, sinniert sie und ergänzt mit Verweis auf konstruierte Instagram-Realitäten: „Wir vergleichen uns mit einer Welt, die nicht echt ist.“ Dann sagt sie ihrem Publikum mit eben jenem Lied, „dass ihr wundervoll seid“. Das alles vermittelt etwas von ihrer Einstellung zum Leben, wie auch der Titel des neuen Albums „All We Need is Love“, von dem sie – neben älteren Stücken – selbstredend den einen oder anderen Titel vorstellt. „Habt euch einfach lieb“ ist die Botschaft an ihr Publikum, die so oder ähnlich mehrfach rüberkommt.

Stefanie Heinzmann ist zu Recht dankbar für ihre Mitmusiker

Musikalisch ist die junge Frau mit der großen, powervollen, sehr sicheren Stimme, dem Gänsehaut-Vibrato und der positiven Ausstrahlung größtenteils mächtig druckvoll unterwegs, sie gewährt ihren Fans aber auch Pausen zum Luftschnappen: mit der feinen Ballade „Little Universe“, der soften Soul-Nummer „Roots To Grow“ oder den Soundmalereien ihres Percussionisten Ephraim Salzmann am Walliser Hackbrett. An ihrer Seite: eine gnadenlos groovende, gnadenlos tighte Band mit Patrick Fa (Drums, Musical Director), Freddi Lubitz (Bass), Simon Manthey (Gitarre), Sevan Gökoğlu (Keyboards), Björn Federspiel (Trompete) und Rüdiger Skoczowsky (Backing Vocals). Sehr zu Recht ist Stefanie Heinzmann dankbar für so starke Mitmusiker. Nochmal richtig in Bauch und Beine geht es mit den treibenden Songs „Diggin' In The Dirt“ vom vorvorletzten Album („Stefanie Heinzmann“, 2012) samt Schreitherapie fürs Publikum und – als Zugabe – „In The End“ vom vorletzten Album („Chance Of Rain“, 2015). Dabei regnen dann Abertausende rote Papierherzchen auf die enthusiasmierte Menge herab – die Liebe ist schließlich alles.

Autor:

Alexander W. Weiß (Redakteur) aus Siegen

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