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Filmemacherin Anke Schanz kehrt nach über 30 Jahren ins Viktoria Filmtheater zurück
Von Morden und Mystik - Regionalkino aus Ostwestfalen

Anke und Peter Schanz aus Bad Lippspringe zeigen am 15. März um 16.30 Uhr im Viktoria-Filmtheater Dahlbruch ihren Film „Mystische Orte – Mörderische Geschichten“. Anke Schanz geb. Fröhlich kommt selbst aus Dahlbruch.
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  • Anke und Peter Schanz aus Bad Lippspringe zeigen am 15. März um 16.30 Uhr im Viktoria-Filmtheater Dahlbruch ihren Film „Mystische Orte – Mörderische Geschichten“. Anke Schanz geb. Fröhlich kommt selbst aus Dahlbruch.
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fb Dahlbruch. Müssen Filme eigentlich immer aus Hollywood kommen und internationale Handlungen haben? Ein Gegenbeispiel läuft am Sonntag, 15. März, 16.30 Uhr, im Viktoria Filmtheater in Dahlbruch. „Mystische Orte – Mörderische Geschichten. Spurensuche in Ostwestfalen-Lippe“ heißt der Streifen, den das Ehepaar Schanz aus Bad Lippspringe in den vergangenen zwei Jahren produziert hat. Wie der Name schon andeutet, geht es um Geschichten aus der Region nordöstlich unseres Raumes, die neu aufgearbeitet und in filmischer Form präsentiert werden.
Mit 15 Jahren der erste KinofilmAnke und Peter Schanz gründeten 1996 die Firma Top-Ten-Production, woraus vier Jahre später Blautann-Film entstand.

fb Dahlbruch. Müssen Filme eigentlich immer aus Hollywood kommen und internationale Handlungen haben? Ein Gegenbeispiel läuft am Sonntag, 15. März, 16.30 Uhr, im Viktoria Filmtheater in Dahlbruch. „Mystische Orte – Mörderische Geschichten. Spurensuche in Ostwestfalen-Lippe“ heißt der Streifen, den das Ehepaar Schanz aus Bad Lippspringe in den vergangenen zwei Jahren produziert hat. Wie der Name schon andeutet, geht es um Geschichten aus der Region nordöstlich unseres Raumes, die neu aufgearbeitet und in filmischer Form präsentiert werden.

Mit 15 Jahren der erste Kinofilm

Anke und Peter Schanz gründeten 1996 die Firma Top-Ten-Production, woraus vier Jahre später Blautann-Film entstand. Über die vergangenen Jahre produzierten sie mit ihrer Firma zahlreiche filmische, meist dokumentarische Auftragsarbeiten. „Ich wollte aber immer gerne Spielfilme machen“, so Peter Schanz im Gespräch mit der SZ-Kulturredaktion. Mit 15 Jahren habe er einen Kinobesitzer dazu überreden können, seinen ersten Spielfilm zu zeigen. Der Film sei damals natürlich in gänzlich anderer Form als heutige Produktionen gewesen.

"Der Schattenmönch" & "Jäger und Gejagter"

„Der Schattenmönch“ oder „Jäger und Gejagter“ sind dank der Passion für Spiel- und Dokumentarfilme viele Jahre später entstanden und deutlich professioneller ausgefallen. „Mystische Orte – Mörderische Geschichten“ ist das neueste Werk in Eigenproduktion. Es nimmt die Zuschauer mit in die Welt der Sagen und Legenden der ostwestfälischen Region. Für Anke Schanz geb. Fröhlich ist die Aufführung in Dahlbruch etwas Einmaliges. „Für mich ist das was Besonderes, den Film hier zu zeigen“, sagt sie. Anke Schanz, die ihn Dahlbruch aufgewachsen ist und auch noch Familie dort hat, war zuletzt vor mehr als 30 Jahren im Kino ihres Heimatortes. Sie freue sich jetzt, wieder hier zu sein und auch alte Bekannte und Weggefährten wiederzutreffen. Den Film zu drehen, sei manchmal anstrengend gewesen, aber sie und ihr Mann hätten bei den Aufnahmen immer viel Spaß gehabt. Kennengelernt haben sich die beiden auf ihrer alten Arbeitsstelle in Paderborn. Über den seltenen Beruf der Glasmalerei haben sie so zueinandergefunden und sind seitdem über die Kunst verbunden.

Der "Messerkerl" bei Veldrom

Bei den Dreharbeiten zu „Jäger und Gejagter“ seien sie auf die Sage um den „Messerkerl“, ein Denkmal bei Veldrom, gestoßen. Der Legende nach soll hier einen Wanderhändler im 18. Jahrhundert ein grausiges Schicksal ereilt haben. Im Zuge dessen sei ihnen aufgefallen, wie viele regionale Geschichten und Mythen es gebe. „Das ist wie bei Hitchcock“, so Peter Schanz. Insgesamt zehn Geschichten, Mythen und Legenden werden in dem 90-minütigen Kinofilm erzählt. In dem Streifen, der sowohl Dokumentar- als auch Spielfilmzüge trägt, werde aber klar zwischen Fiktion und Realität getrennt. Eine Rahmenhandlung fasst dabei die einzelnen Geschichten zu einem Gesamtpaket zusammen.
„Der Film ist auch für mich interessant“, sagt Jochen Manderbach, Betreiber des Viktoria-Kino. Er selbst habe ein Faible für diese Geschichten und daher das Angebot, den Film in Dahlbruch zu zeigen, gerne angenommen. „Die große Leinwand ist für uns auch immer ein Highlight“, meint darauf Peter Schanz.
Wer denkt, dass der regionale Bezug die Zuschauerschaft eher verkleinert, täuscht sich. Gerade dieser Bezug bringe viele Leute in die Kinos, sagen die beiden. Auch viele junge Leute.

Von Paderborn bis zum Teutoburger Wald

Was braucht man für einen Film? „Beziehungen sind wichtig“, erinnert sich Peter Schanz. Teilweise fanden die Aufnahmen an geschichtsträchtigen Orten wie dem Teutoburger Wald oder dem Paderborner Dom statt. Letzteres beispielsweise sei durch vorherige Arbeiten für das Erzbistum Paderborn möglich geworden. Einmal hätten sie sogar für einen Termin im Wald die Feuerwehr dazuholen müssen, da sie authentisches Feuer im trockenen Sommer einsetzten. Bald seien auch die Wehrleute von den Dreharbeiten fasziniert gewesen. Von Mördern und Mystik lassen sich die Menschen anscheinend schon immer anziehen.

„Mystische Orte – Mörderische Geschichten.
Spurensuche in Ostwestfalen-Lippe“.
Sonntag, 15. März, 16.30 Uhr, Viktoria Filmtheater Dahlbruch.

Autor:

Florian Broda

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