75-jähriges Bestehen war bisher ein toller Erfolg

Kreissängertag fand in Dahlbruch statt / Mitgliederzahl im Sängerkreis Siegerland blieb konstant / Kritik am Kulturreferenten

sz Dahlbruch. Der Hahn von Onkel Giacometo hat gekräht. Wo? Beim Kreissängertag des Sängerkreises Siegerland im SMS-Demag Casino. 250 Delegierte aus 113 Vereinen, in dem 146 Chöre aktiv sind, applaudierten dem Dahlbrucher Männerchor 1885 unter der Leitung von Matthias Merzhäuser, die mit der amüsanten Geschichte musikalisch den Kreissängertag am Samstag eröffneten. Harmonie war angesagt, schließlich hat der Sängerkreis Siegerland in seinem 75-jährigen Bestehen die ersten Veranstaltungen mit Bravour über die Bühne gebracht. Hermann Otto, 1. Vorsitzender, lobte dann auch das Engagement der beteiligten Chöre beim Nostalgiekonzert, dem Sing- und Swing-Festival und dem Auftakt, dem sozialen Singen der Chöre. Für Otto waren diese Veranstaltungen eine gute Werbung für den Chorgesang, der gerade im Siegerland wahrlich kein Stiefmütterchen-Dasein führt.

Die nächste Präsentation, bei der die Siegerländer Chöre zeigen wollen, wie gefächert die Bandbreite ist, ist für den 22. Juli geplant: Der Tag ist der Tag der Chöre. Für November ist ein Geistliches Konzert in der St.-Joseph-Kirche in Weidenau eingeplant und ausklingen werden am zweiten Weihnachtstag die Jubiläumsfeierlicheiten mit einem Benefizkonzert, dessen Erlös der SZ-Aktion »Nachbarn in Not« zugute kommt. 4844 aktive Mitglieder hat der Sängerkreis, davon 74 Männer-, 16 Frauen-, 40 Gemischte, vier Jugend-, fünf Kinder- und Jugendchöre und eine Instrumental-/Tanzgruppe Erwachsene. Zählt man die fördernden Mitglieder hinzu, so war es dem Geschäfts- und Tätigkeitsbericht von Marianne Görg (1. Geschäftsführerin) zu entnehmen, gehören dem SKS insgesamt 13 206 Mitglieder an. Damit blieb die Mitgliederzahl konstant. Neu gegründet wurden im vergangenen Jahr der Kinderchor »Lollipop« des GV »Sangeslust« Niederndorf und »Rappelkiste« - der fröhliche Kinderchor aus Wahlbach-Gilsbach. Zurzeit ruhen der Kinder- und Jugendchor Holzhausen und Real Vocal Netphen. Noch zwei Zahlen: 1334 Ständchen wurden gebracht, 320 Auftritte bei Sängerfesten, Leistungssingen, Konzerten etc. wurden dargeboten. Den Jahresberichten schlossen sich Anja Brüser (Jugend), Kreismusikdirektor Gerhard Schneider (Kreischorleiter), Gert Bruch (Presse) und Horst Starke (Kassenbericht) mit ihren Bilanzen an.

Bei den Wahlen wurde Karola Bäumer (Frauenchor Freudenberg) zur neuen Frauenreferentin gewählt, in den Kreis der Beisitzer kam Sabine Görg, die den Platz von Anette Schmidt einnimmt, die ihr Amt zur Verfügung stellte. Birgit Fey wurde als Beisitzerin wiedergewählt. Der neue Beitragssatz pro aktive Sänger liegt bei 20,30 DM. So harmonisch der musikalische Part war - neben dem Dahlbrucher Männerchor bewies der Gemischte Chor St. Augustinus Dahlbruch unter der Leitung von Theo Arns seine eindrucksvolle Präsenz, und der »Ratz-Fatz« Kinder- und Jugendchor Dahlbruch unter Leitung von Jens Schreiber setzte Signale für die Jugend, einen Wermutstropfen gab es doch. Hermann Otto beschwerte sich bitterlich, unter dem Beifall der Delegierten, dass es der Kreiskulturreferent nicht für nötig befinde, an einer Veranstaltung teilzunehmen oder wenigstens abzusagen. Otto: »Auch die Basiskultur muss beachtet werden, schließlich ist ein Kreiskulturreferent nicht nur für die Avantgardekunst da.«

Für den erkrankten Landrat, Elmar Schneider, selbst aktiver Sänger, lobte seine Stellvertreterin Änni Schmidt die Leistungen des SKS und der angeschlossenen Chöre. Für sie sind die Sängerinnen und Sänger Wahrer der Tradition, aber auch offen für alle Neuerungen. Die stellv. Landrätin: »Angesichts der zahlreichen Jugend- und Kinderchöre ist es mir um die Zukunft der Chöre nicht bange.«

Dies unterstrich auch Vize-Bürgermeister Manfred Klein (Hilchenbach), der im Namen der anwesenden Bürgermeister Hermann-Josef Droege (Burbach) und Rüdiger Bartsch (Netphen) und des verhinderten Kreuztaler Bürgermeisters Rudolf Biermann die Sänger begrüßte. Für ihn sind die Siegerländer Chöre der Beweis, wie Musik und Gesang zu einem eindrucksvollen Klangvolumen verschmelzen. Seine Hoffnung ist, dass der SKS-Slogan »Sing und du bist gut drauf« viele neue zukünftige Sänger und Sängerinnen anspreche. Dann, so Klein, gehe es mit dem Chorgesang sicherlich weiter bergauf. Wer sah, wie »Ratz-Fatz« sang, dem dürfte es um die Zukunft der Siegerländer Chöre nicht bange sein.

La

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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