„Ab in die Mitte“: Kulturkonzept ging auf

Tolle Musik und Rockabilly-Rhythmen gab es auf der Gerichtswiese vom Trio Flatbugs.  Foto: sib

sib Hilchenbach. In einem Punkt waren sich alle einig: Auch für das kommende Jahr ist ein Fest, wie es dieses Mal im Rahmen von „Ab in die Mitte“, der City-Offensive NRW in Hilchenbach, stattfand, absolut erwünscht. Nach fast zwei Wochen Party ohne Ende ging das Ereignis „Stadt.Einfach.Machen“ nun mit viel Musik, Tanz und Spiel auf der Gerichtswiese in seine letzte Runde.

Dieses Fest sollte aber nicht nur ein Endpunkt sein, sondern bereits Impulse liefern für den nächsten Durchgang. Dazu gab es eine Diskussionsrunde, veranstaltet vom Jugendforum mit seinem Sprecher Daniele Gelsomino, zu der neben zahlreichen Jugendlichen auch Hilchenbachs Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab und die Fraktionsvorsitzenden eingeladen waren. Das generationsübergreifende Fest „Underground goes Overground“ kostete in diesem Jahr 17 000 Euro, wobei 10 200 Euro als Fördermittel vom Land zur Verfügung gestellt wurden. Im kommenden Jahr wird es diese Förderung allerdings nicht geben – umso dringender ist es, sich beizeiten Gedanken über ein Konzept für die Neuauflage zu machen. In der Diskussion wurde angeregt, Vereine anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zur Darstellung ihrer Belange zu geben. Auch wurde gewünscht, die Parteien anzusprechen. Darüber hinaus wurden verschiedene Punkte des diesjährigen Festes kritisch und konstruktiv beleuchtet.

Der Slogan „Underground goes Overground“ steht für den befristeten Umzug des Jugendzentrums Underground aus dem Keller der Florenburg-Grundschule ans Tageslicht, also ins Zentrum der Stadt, und stellvertretend für zahlreiche kostenlose Angebote in Kooperation mit der Stadtverwaltung und Hilchenbacher Vereinen, Institutionen, dem Handel und Gewerbe. Stadtjugendpfleger Roman Mengel resümierte: „Die Angebote wurden alle gut angenommen. Alles in allem war das eine Super-Veranstaltung.“ Besonders positiv stach beispielsweise der Salsa-Schnupperkurs mit dem Kubaner Victor Vargas hervor. Den Tanzkurs hatten 30 Teilnehmer zwischen neun und 70 Jahren besucht. Auch die täglichen Angebote wie das Klettern mit dem „Rothaarscout“ Stefan Kraft oder das Kreativmalen mit dem Kunstmaler Heinz-Jürgen Merz stießen auf reges Interesse. Lyrik, ein Handykurs für Senioren, ein Graffiti-Workshop oder ein bunter Abend mit dem Familienzirkus – die generationsübergreifende Idee funktionierte und brachte auch am letzten Tag Jung und Alt zusammen.

Die Gäste konnten zu den Klängen der heimischen „Flatbugs“ und ihrem Rockabilly-Sound abrocken. Es gab eine Salsa-Vorführung und die Tanzgruppe „To the limits“ vom Jugendzentrum Dahlbruch brachte ordentlich Bewegung auf die Wiese. Hiphop kam von Kap, einem ehemaligen Gast des Jugendzentrums, sowie dem Bielefelder Szene-Rapper Casper, der einen DJ mitbrachte. Wildes Mähneschütteln förderten Daemonizer aus Hilchenbach mit ihrem Heavy-Metal-Sound.

Als Rolling-Stones-Coverband langten die Sticky Fingers, ebenfalls aus der Region, kraftvoll in die Saiten. Zum Rahmenprogramm auf der Gerichtswiese gehörten Basketball, ein Kicker und Tischtennis. Die Seniorenservicestelle war präsent, ebenso die Touristik-Information und der Tourismus- und Kneippverein, der einen Luftballon-Wettbewerb veranstaltete. Zu gewinnen gab es dabei eine Jahreskarte für die neue Minigolfanlage in Hilchenbach; der Erlös ist für den Kindergarten Schlingeltreff bestimmt, der einen Kneipp-Barfußpfad anlegen möchte.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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