Abwassergebühren geklärt

js Hilchenbach. Die Sätze für die neuen Hilchenbacher Abwassergebühren stehen fest. Gestern empfahl der Betriebsausschuss einstimmig die entsprechende Satzungsänderung, die der Rat am kommenden Mittwoch absegnen muss. Die Schmutzwassergebühr beträgt demnach 2,60 Euro pro Kubikmeter (bisher 3,73 Euro). Die Grundgebühr bleibt mit 34 Euro konstant. Die neu eingeführte Regenwassergebühr beträgt je Quadratmeter versiegelte Fläche 0,78 Euro.

Hilchenbach hatte wie jede andere der über 160 Kommunen in Nordrhein-Westfalen auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts vom 18. Dezember 2007 reagieren und die Abrechnung der Kosten für die Regenwasserbeseitigung umstellen müssen (die SZ berichtete). Zuvor wurden bei der Abrechnung Frisch- und Abwasser gleichgesetzt. Dies ist jetzt nicht mehr zulässig. Die Kommunen sind nunmehr verpflichtet, bei der Abrechnung eine von der Schmutzwassergebühr getrennte Regenwassergebühr zu berechnen. Um die Kostenverteilung zu ermitteln, hat ein Ingenieurbüro ein Gutachten erstellt, das die Anteile von Schmutz- und Niederschlagswasser in den Kläranlagen Kredenbach und Lützel aufdröselt. Demnach beträgt der Anteil des Schmutzwassers 57,7 Prozent, der des Regenwassers 42,3 Prozent. Gleichzeitig musste eine Flächenermittung als weitere Gebührengrundlage her. Während einige Städte wie etwa Kreuztal hierfür Luftbilder anfertigen ließen, setzte Hilchenbach auf die Mitarbeit der Bürger. Die Eigentümer füllten hierfür Fragebögen aus, auf denen sie die versiegelten und nicht versiegelten Anteile ihrer Grundstücke notieren mussten. Insgesamt wurde hierbei eine „abflusswirksame“ Fläche – Grundstücke und Straßen – von 212 Hektar zugrunde gelegt.

Die Satzung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft, die Gebührenbescheide der beiden vergangenen Jahre waren unter Vorbehalt ausgestellt worden. Stadtwerkechef Werner Otto dankte den Hilchenbacher Bürgern für die vorbildliche Hilfestellung, die am Ende Geld gespart hätte. Einige würden ab Januar mehr belastet als bisher und müssten nachzahlen. Diese Zusatzkosten könnten aber in vier Raten überwiesen werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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