Ahlbornhallen wären geradezu ideal

Jugendbands und Skater hoffen weiter:

Präsentation im Ausschuss positiv aufgenommen / Finanzielles bewusst ausgeklammert

mir Hilchenbach. Ein richtig tolles Ideengebäude für eine Jugend- und Kultureinrichtung in den Ahlbornhallen hinterm Bahnhof haben Jugendliche, Stadtjugendpflege und Agenda-Gruppe aufgebaut, gestern präsentierten die beiden Jugendpfleger Heike Kühn und Roman Mengel die »Initiative Push« dem Jugend- und Sozialausschuss. Und siehe da, auch der zeigte sich positiv gestimmt. Konnte er auch, schließlich umschifften alle Beteiligten gekonnt die Kardinalfrage: Was kostet das Gesamt- oder ein Teilpaket? Und: Wer bezahlt es?

Die Präsentation jedenfalls war olympiareif, ohne Zweifel. Ein Aspekt: Acht Bands, so Heike Kühn, sind in Hilchenbacher Gefilden aktiv, suchen Probenräume. Die in Frage kommenden Ahlbornhallen könnten sechs beherbergen. Die Gruppen würden beim Ausbau mithelfen, etwa den Lärmschutz selbst anbringen. Wünschenswert wäre ein Veranstaltungssaal in einer der ehemaligen Gewerbehallen. Sascha Klein habe dazu, wie Kühn berichtete, ein nahezu umsetzbares Konzept mit Bühne und allem drumherum erarbeitet. Mit den Bands könnten Nutzungsverträge abgeschlossen werden. Die Jugendpflege würde sich in der Koordination betätigen.

Was sich im Sektor Bands getan hat, das erlebten 300 Besucher Mitte April beim so genannten »Push-Festival«, mit dem ausdrücklich für das Ahlborn-Projekt geworben werden sollte. Sieben Stunden Konzert, »einzigartig für Dahlbruch«, stufte Heike Kühn das Ereignis ein. Mehr noch: »Es war ausgelassen und betont friedlich. Ich musste nur ein Pflaster für eine Fingerverletzung ausgeben.«

Da weht den Skatern schon ein ganz anderer Wind entgegen. Allzu gerne würden sie - das Potenzial Interessierter schätzt Jugendpfleger Roman Mengel auf 90 im Raum Kreuztal/Hilchenbach - bei Ahlborns einziehen und dort selbst mithelfen, Pipes, Fun-Boxes und andere Skater-Gerätschaften aufzubauen und zu betreiben. Eine der Hallen im Ausmaß 13 mal 39 Meter wäre geeignet, eine benachbarte könnte zugeordnet werden, falls eine nichttragende Wand entfernt werde. Mengel: »Die Skater wollen sich die Geräte aus Holz selbst bauen. Über Tages-, Monats- und Jahreskarten wären auch Erträge zu erwarten.«

Derzeit müssen sich jugendliche Skater in Hilchenbach mit wenig zufrieden geben. Wie die Jugendpfleger aufzeigten, sind diese Jugendliche beispielsweise am Freibad Hilchenbach kaum erwünscht. Tennisspieler fühlten sich gestört. Von den Skatern gebaute Sportgeräte verschwanden nachts. Unerwünscht waren Skater auch in Müsen. Anwohner fühlten sich durch Geräusche belästigt. Unbekannte hätten die selbst gebauten Skater-Geräte am Parkplatz des Freibads so positioniert, dass sie mit einem Container der Müllabfuhr abgeholt worden seien.

Doch zurück zur Ahlbornhalle: Die Pfadfinder und ein Karateverein haben dort, wie gestern bekannt wurde, offenbar Räumlichkeiten gefunden. Ja, es wurde berichtet, die jugendlichen Karatesportler hätten in den Osterferien ihr neues Domizil selbst gestrichen.

Für den städtischen Agenda-Koordinator Helmut Krämer mit ein Zeichen, das etwas in den Hallen passieren kann: »Wünschenswert wäre, wenn der politische Raum die Situation erkennt und Bereitschaft zur Verwirklichung signalisiert. Momentan wird ein Teil der Hallen zwar gewerblich genutzt, allerdings zeitlich begrenzt. Die Verträge seien so kurzfristig gehalten, dass die Stadt durchaus Zugriff haben könnte, so Krämer weiter.

Gestern waren zwar nicht die Wortführer aller Fraktionen anwesend, trotzdem gab es Zuspruch: »Die Örtlichkeit wäre ideal«, meinte Marianne Feindler-Jungbluth (FDP). Und Erhard Menn befand: »Das Konzept ist gut. Die Politiker haben kapiert. worum es geht. Die Wünsche sollte man aber nicht überziehen.« Bruno Beckers (UWG) hatte eine Zwischenlösung für »raumlose« Bands anzubieten: Seines Wissens nach ständen die Keller im Gymnasium leer. Auch Betty Kolbe (SPD) wäre glücklich, wenn ein finanzielles Konzept für die Ahlbornhallen zustande käme. Parteikollege Hensch gab allen Beteiligten das Stichwort »Bürgerstiftung« mit auf den Weg. Andernorts werde so etwas schon praktiziert.

Bürgermeister Günter Schlabach jedenfalls lobte den Fleiß der Beteiligten und begrüßte das Konzept. Der Ausschuss tat das auch, nämlich einstimmig.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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