Am liebsten die A 4

matz Hilchenbach. „Es gibt gute Gründe, FDP zu wählen.“ Das zumindest finden die Hilchenbacher Liberalen selbst. Als Entscheidungshilfe stellten sie gestern Abend ihr Wahlprogramm, gespickt mit „Wertevorstellungen und konkreten Forderungen“ für die Kommunalwahl am 30. August vor.

Nach vier Sitzen im Rat strebt die FDP laut Stadtverbandsvorsitzendem Karl-Heinz Jungbluth einen fünften Sitz an. „Die Chance besteht aufgrund des Bundes- und Landestrends.“ Zumal die Liberalen ihre Wahlaussagen von 2004 eingehalten hätten. Sie hätten ein Stück dazu beigetragen, „die heimliche Koalition von CDU und SPD aus früheren Jahren völlig zu neutralisieren“. Die Amtsführung des von der FDP weiterhin unterstützten Bürgermeisters Hans-Peter Hasenstab „hat der Stadt gut getan“.

„Dieses Mal haben wir in unserem Programm das Thema Kinder und Familien auf Platz 1 gestellt“, erklärte Jungbluth. Diese gesellschaftliche Einheit gelte es u. a. mit verstärkter Werbung zu stärken, um dem Einwohnerverlust zu trotzen. Die FDP war sich sicher: Der Erhalt der „überdurchschnittlichen Infrastruktur“ biete eine „attraktive Lebensgrundlage“ für Jung und Alt.

Für die Jungen empfindet die FDP die Förderung und Bildung als „eines der obersten Gebote“. Die Kindertagesstätten und die Familienzentren seien zu unterstützen, die Grundschulen an ihren Standorten zu sichern sowie alle weiterführenden Schulen zu erhalten und zu fördern. Entgegen der Ansicht der Hauptschule selbst sollte diese nach Meinung der FDP den Ganztagsbetrieb aufnehmen. Dr. Hans Christhard Mahrenholz: „So würden sich die Anmeldezahlen an der Hauptschule erhöhen.“

Zum Thema Wirtschaftsförderung nimmt sich die FDP vor, alle ortsansässigen Unternehmen in ihrem Bestand zu halten und zu unterstützen. „Für Neuansiedlungen müssen Rat und Verwaltung weitere Anstrengungen unternehmen“, forderte Jungbluth. Die „weiße Industrie“ müsse darüber hinaus gefördert werden. Über einen Discounter am Ruinener Weg gingen die Meinungen innerhalb der Partei auseinander, verriet Mahrenholz. Die einen empfänden eine Ansiedlung als Bereicherung, andere hofften, der Denkmalschutz des einer Ansiedlung im Wege stehenden Hauses Hüttenhain bleibe bestehen. Wichtiges Ziel sei und bleibe die Gewinnung von Fachgeschäften.Die „Erstellung eines Masterplanes zur Erweiterung des Brüder-Busch-Theaters“ wird von den Liberalen begrüßt. Ihnen fehlt jedoch Gastronomie in der unmittelbaren Nähe.Um in die Ferne zu gelangen, brauche Hilchenbach eine starke Ost-West-Verbindung, sagte Fraktionsvorsitzender Ernst-Heinrich Hofmann. Am besten die A 4 auf der ursprünglichen Trasse nördlich Hilchenbachs – „und keine Perlenkette von Ortsumgehungen“. Die Chance auf die A 4 sei nach wie vor vorhanden, hatten sich Hofmann und Jungbluth im NRW-Verkehrsministerium erkundigt. „Die Diskussion ist zunächst nur bis 2013 zurückgestellt. Und bis dahin ist das Planfeststellungsverfahren zur FELS noch nicht abgeschlossen.“Soweit die Planung der FELS aber weitergeführt wird, soll die Stadt nach dem Willen der FDP darauf Einfluss nehmen, „dass die Breite der Straße (drei- oder vierspurig) und die Positionen der Auf- und Abfahrten mit den Entwicklungsvorstellungen der Stadt übereinstimmen“. Hofmann: „Sonst haben wir, wenn die Oberbach eine Auf- und Abfahrt bekommt, keinen Platz mehr für Gewerbeflächen.“ Außerdem müsse Kredenbach eine eigene Abfahrt erhalten, da Allenbach und Dahlbruch sonst weiter mit Durchgangsverkehr zu kämpfen hätten.Den Ausbau der erneuerbaren Energien hat sich die FDP ebenso auf die Fahnen geschrieben wie die Verlegung des Jugendtreffs „Underground“ möglichst in den Bahnhof sowie die Stärkung und Förderung des Ehrenamtes. Jungbluth: „Ohne Ehrenamt ist ein Großteil der Aufgaben in unserer Stadt nicht zu bewältigen.“ Auch mit Blick auf die städtische Haushaltslage. „Es gilt, den Gürtel enger zu schnallen.“www.fdphilchenbach.de

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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