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Pächtwiese in Hadem
Aufriss um Baustelle beendet

Ungewollte Aufmerksamkeit wurde dieser kleinen Hademer Wohnstraße zuteil, als sie ins Zentrum einer politischen Diskussion rückte. Jetzt steht fest: Die Baustelle in der Pächtwiese wird wie geplant beendet.   Foto: Jan Schöfer
  • Ungewollte Aufmerksamkeit wurde dieser kleinen Hademer Wohnstraße zuteil, als sie ins Zentrum einer politischen Diskussion rückte. Jetzt steht fest: Die Baustelle in der Pächtwiese wird wie geplant beendet. Foto: Jan Schöfer
  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

js Hadem. Die Diskussionen um die Wiederherstellung der Straßendecke in der Hademer Pächtwiese sind beendet. Am Donnerstagabend hatten Verwaltung und Stadtwerke Hilchenbach die von der Kanal- und Leitungsbaumaßnahme in den Hademer Gemeindestraße Betroffenen zu einer Informationsveranstaltung in den Ratssaal geladen, um über die vor einigen Wochen in den politischen Raum geworfene Ausbaualternative zu sprechen.

Wie berichtet, hatten CDU, UWG und Grüne im Haupt- und Finanzausschuss dafür plädiert, den betroffenen Grundstückseigentümern vorzurechnen, welche finanziellen Auswirkungen eine ganzflächige, aber eben KAG-pflichtige Asphaltierung haben könnte. Die Mehrheit des Ausschusses stimmte zu, die Verwaltung hatte also die Hademer einzuladen.

js Hadem. Die Diskussionen um die Wiederherstellung der Straßendecke in der Hademer Pächtwiese sind beendet. Am Donnerstagabend hatten Verwaltung und Stadtwerke Hilchenbach die von der Kanal- und Leitungsbaumaßnahme in den Hademer Gemeindestraße Betroffenen zu einer Informationsveranstaltung in den Ratssaal geladen, um über die vor einigen Wochen in den politischen Raum geworfene Ausbaualternative zu sprechen.

Wie berichtet, hatten CDU, UWG und Grüne im Haupt- und Finanzausschuss dafür plädiert, den betroffenen Grundstückseigentümern vorzurechnen, welche finanziellen Auswirkungen eine ganzflächige, aber eben KAG-pflichtige Asphaltierung haben könnte. Die Mehrheit des Ausschusses stimmte zu, die Verwaltung hatte also die Hademer einzuladen. Die Sicht der Stadtwerke, die für die seit Monaten laufende Baumaßnahme zuständig sind, hatte Betriebsleiter Werner Otto bereits im Betriebsausschuss dargelegt. Er könne nicht über KAG-Maßnahmen entscheiden, Straßenbau könne nicht aus Kanal- und Wassergebühren finanziert werden.

Am Donnerstag legten sowohl Otto als auch Baudezernent Michael Kleber Fakten und Zahlen vor. Die nichtöffentliche Sitzung, an der nur Betroffene und Vertreter der Ratsfraktionen teilnehmen durften, sei gut besucht und sehr konstruktiv gewesen, so die Zusammenfassung von Bürgermeister Holger Menzel. Die drei Fraktionen, die die Anwohner vor eine Wahl stellen wollten, hätten im Vorfeld verdeutlicht, dass die KAG-pflichtige Alternative nur dann durchgeführt werden solle, wenn alle Betroffenen dem zustimmen, erinnerte der Rathauschef. Er habe den Hademern daher bis Sonntag Zeit geben wollen, ein Votum abzugeben. Damit habe er erreichen wollen, dass sich niemand (wenn auch begrenzt) öffentlich ablehnend äußern müsse. Doch schon in der Sitzung selbst hätten vier Grundstückseigentümer offen gesagt, dass sie gegen die teurere Variante seien. Damit war sie verabredungsgemäß vom Tisch.

Ein Grund für diese klare Haltung dürfte in den Zahlen zu suchen sein, die von der Verwaltung vorgelegt wurden. Im Durchschnitt hätten demnach durchschnittlich 4000 Euro pro Grundstück auf die Hademer zukommen können. Sollte die noch nicht eingetütete Landesförderung für KAG-Maßnahmen zum Tragen kommen, wären immer noch etwa 2000 Euro im Schnitt fällig geworden.

Diese neuen Zahlen wichen also klar ab von dem, was im Januar erstmals in den Raum gestellt worden war und was eine politische Diskussion und Irritationen ausgelöst hatte. Damals, im nichtöffentlichen Teil des Bauausschusses, soll die Tiefbauabteilung des Rathauses von einem dreistelligen Euro-Betrag geredet haben – dem Vernehmen nach von 600 Euro. Bürgermeister Holger Menzel konnte den Ursprung dieser Zahl auf SZ-Anfrage nicht benennen. Sie sei weder von ihm noch vom Stadtwerke-Chef gekommen.

Wie auch immer, offene Fragen wurden im Kreise der Betroffenen beantwortet, die Entscheidung ist gefallen: Sobald die Witterung es zulässt, wird die Straßendecke aufgebracht. Und zwar nur dort, wo sie der Baumaßnahme weichen musste. Eine Verzögerung hat die Debatte nicht verursacht, die Baustelle befand sich ohnehin im Winterschlaf.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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