Ausbildungs-Marktplatz in Dahlbrucher Hauptschule

Heimische Betriebe informierten in den Klassenräumen

Dahlbruch. Wenn die Schüler nicht in die Betriebe kommen, gehen die Betriebe halt zu den Schülern. Die erste Lehrstellen-Börse gestern Nachmittag in der Adolf-Reichwein-Hauptschule, sie sollte den Schülern den Einstieg in die Berufswelt leichter machen.

Zwei Stunden hatten die Klassen 9 und 10 (fast 80 Schüler) Gelegenheit, sich bei Vertretern von sieben heimischen Ausbildungsbetrieben zu informieren. Nicht nur Ausbildungsleiter standen in Klassenräumen der Schule Rede und Antwort, sondern auch Auszubildende. „Die”, erklärt Schulleiter Helmut Kaufmann, „waren teilweise selber Schüler bei uns.” Das mache das Fragenstellen natürlich einfacher.

Die Idee zum Projekt, sie ist in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe entstanden. Im Dahlbrucher Jugendtreff hatten sich Schüler über zu geringe Möglichkeiten der Berufswahl beschwert. Die Schule nahm die Beschwerde ernst. Zusammen mit Pädagogin Sandra Thiem, die im Auftrag des Kreises das „Projekt Partizipation” betreut, wurde die konkrete Idee entwickelt. Und an der arbeiteten die Schüler kräftig mit. Sandra Thiem: „Sie waren an Auswahl, Inhalt, Vorbereitung und Durchführung bestimmter Themen beteiligt.” Und von ihnen sei auch die Idee der Lehrstellenbörse im Rahmen eines Workshops entwickelt worden.

Die heimischen Betriebe machten gerne mit. Schließlich seien auch sie auf geeigneten Nachwuchs angewiesen. Auch Berufsberater Stephan Dreffke vom Siegener Arbeitsamt freut sich über die Initiative der Schule, zusätzlich zum normalen Angebot: „Das ist hier heute ein richtiger Marktplatz. Die beste Gelegenheit zum Kontakte knüpfen.” Gerade für Hauptschüler sei dies wichtig. Ihnen falle es oft sehr schwer, ihre eigene Leistungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt richtig einzuschätzen.

Das Thema Berufswahl, scheint bei den Schülern bislang oft ignoriert worden zu sein. Diese Feststellung musste Schulleiter Kaufmann machen: „Unsere Schüler kümmern sich zu wenig um Ausbildungsplätze.” Klassenlehrerin Ute Strackwein kann dies in Zahlen belegen: „Erst zwei von fast 20 Schülern der Klasse 10 a haben bislang einen Ausbildungsplatz.”

Das, so ist es der Wunsch der Beteiligten, soll sich nach dem gestrigen Nachmittag schnell ändern. Berufsberater Dreffke: „Keine Sorge, es sind noch einige Lehrstellen für 2001 zu haben.” mavo

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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