Badespaß ist kein preiswertes Vergnügen

Die seit fünf Jahren erprobte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Lenne-Therme im Dahlbrucher Hallenbad soll um zehn Jahre verlängert werden.  Foto: js
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js Dahlbruch. Die Stadt Hilchenbach lässt sich auch künftig den Badespaß in ihrem vier Jahrzehnte alten Dahlbrucher Hallenbad einiges kosten. Rund 400 000 Euro sollen künftig in den jährlichen Etat eingeplant werden, um das städtische Angebot weiterhin aufrecht zu halten. Wichtigster Baustein hierfür ist laut Verwaltung die Partnerschaft mit einem privaten Betreiber. Seit fünf Jahren betreibt das Meggener Unternehmen Lenne-Therme das Dahlbrucher Hallenbad. Sollte der Rat am 27. Mai zustimmen, wird die Zusammenarbeit für weitere zehn Jahre festgelegt (die SZ berichtete). Hilchenbachs Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, Baudezernent Michael Kleber und Lenne-Therme-Geschäftsführer Ralf Wortmann stellten dieser Tage im Bad das gewünschte Modell der Vertragsverlängerung vor.

„Wenn wir das Bad in Eigenregie betreiben würden, wäre das teurer für uns“, stellte Kleber klar. Daher sei die Stadt sehr an der Verlängerung des Pachtvertrags interessiert. Ein unabhängiges Gutachten des Bundesfachverbandes Öffentliche Bäder habe den Hilchenbachern zu diesem Schritt geraten. Ein Bad sei immer ein Zuschussgeschäft, betonte der Bürgermeister. Der Kostendeckungsgrad in Dahlbruch liege bei 38 Prozent, was dem durchschnittlichen Wert vergleichbarer Bäder entspreche.

Sowohl Lenne-Therme als auch die Verwaltung zogen nach fünfjähriger Kooperation ein positives Fazit. Die wöchentlichen Öffnungszeiten seien um 14,5 auf 78 Stunden verlängert worden. Möglich mache dies ein Mitarbeiterpool der Meggener, die noch weitere zwei Hallenbäder in Lennestadt und Drolshagen sowie das Freibad in Burbach betreiben. Die Gästezahl, die vor dem Einzug von Lenne-Therme bei 56 000 pro Jahr gelegen habe, sei auf knapp 68 000 gestiegen – nicht eingerechnet die Schul- und Vereinsschwimmer, mit denen es mehr als 100 000 Nutzer seien.

Sobald die Tinte unter dem Vertrag getrocknet ist, werden die Badbetreiber laut über Investitionen nachdenken. „Wir haben dabei die Sauna im Fokus“, erklärte Ralf Wortmann. Diese sei das Sorgenkind des Bades – längst nicht mehr auf dem neuesten Stand und somit nicht mehr konkurrenzfähig.

Die Verwaltung mache sich immer wieder Gedanken um die Zukunft des gesamten Gebäudekomplexes am Bernhard-Weiss-Platz, zu dem neben dem Bad auch eine Turnhalle, eine Gaststätte und das Gebrüder-Busch-Theater bzw. Viktoria-Kino gehören. Die Eingangsbereiche seien verbesserungswürdig, auch ein zweiter Kinosaal geisterte noch durch den Ideenkatalog. „Denken ist nicht verboten“, sagte Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab und machte damit wenig Hoffnung auf konkretere (Zeit-)Pläne.Viel weiter fortgeschritten sind hingegen die Planungen für den Umbau des Herrenumkleidebereichs. Dieser soll – analog zu dem bereits erneuerten Damentrakt – auf Vordermann gebracht werden. Nach dem Gillerbergschwimmen (21. Juni) wird das Hallenbad also für zwei Monate schließen, damit die Handwerker wirken können. Für den 17. August ist die Wiedereröffnung geplant.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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