Ginsburg wird aufgewertet
Barrierefreiheit fördern

Der Weg zur Ginsburg soll barrierefrei werden – wenn es nach Landrat Andreas Müller geht, auch mit einer Finanzspritze des Kreises. Foto: Jan Schäfer
  • Der Weg zur Ginsburg soll barrierefrei werden – wenn es nach Landrat Andreas Müller geht, auch mit einer Finanzspritze des Kreises. Foto: Jan Schäfer
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sz Grund. Die Ginsburg, Wahrzeichen der Stadt Hilchenbach und für viele auch des gesamten Siegerlandes, soll massiv aufgewertet werden. Der Verein zur Erhaltung der Ginsburg möchte diesen Ort so weiterentwickeln, dass er aktuellen Anforderungen an historische Stätten und Sehenswürdigkeiten entspricht. Die Ginsburg soll ein Erlebnisort werden, der für Touristen und Besucher aus der Region erreichbar ist – und zwar barrierefrei. Deshalb schlägt Landrat Andreas Müller dem Kreistag vor, das Projekt „Die Ginsburg – eine barrierefreie Höhenburg“ im kommenden Jahr mit 75 000 Euro zu fördern. Insgesamt wird der Verein zur Erhaltung der Ginsburg rund eine Million Euro in dieses „Vorzeigeprojekt mit überregionaler Strahlkraft“ investieren.

Als Wilhelm von Oranien 1568 mit seinen Gefolgsleuten auf der Ginsburg Pläne für die Befreiung der Niederlande von den Spaniern schmiedete, wurde hier europäische Geschichte geschrieben. Deshalb ist die Ginsburg bis heute für viele Niederländer ein interessantes Ausflugsziel und für Siegen-Wittgenstein ein touristischer Leuchtturm“, erläutert Müller: „Es liegt im Interesse der gesamten Region, diesen geschichtsträchtigen Ort künftig weiter aufzuwerten und gleichzeitig für alle zugänglich zu machen. Insbesondere in einer Zeit, in der Tagesausflüge und Inlandsreisen an Bedeutung gewinnen.“

Zudem verweist der Landrat darauf, dass die Ginsburg bereits heute auch ein Ort ist, an dem Kinder unsere Natur intensiv erleben können – im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“. Diese Bildungsaktivitäten will der „Verein zur Erhaltung der Ginsburg“ weiter ausdehnen und unter der Überschrift „Die Ginsburg im ökologischen und ökonomischen Kontext“ Heimat-, Umwelt- und Kulturbildung für alle Generationen anbieten. „Durch die Gesamtmaßnahme wird die Ginsburg nicht nur für Gäste z.B. aus den Niederlanden noch attraktiver, sondern auch zu einem besonderen Erlebnisort für Familien aus Siegen-Wittgenstein“, betont der Landrat.

Für Müller besonders wichtig: „Im Gesamtprojekt spielt der Inklusionsgedanke eine ganz zentrale Rolle, der die Umgestaltung für mich noch einmal zusätzlich förderungswürdig macht! Das entspricht meinem politischen Kernanliegen, möglichst allen Menschen Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben zu eröffnen“, so der Landrat: „In einer konsequenten Umsetzung will der Verein eine nahezu uneingeschränkte Barrierefreiheit für die Besucher erreichen – insbesondere durch einen barrierefreien Zugang zur Aussichtsplattform auf dem Turm, aber auch durch eine barrierefreie Gestaltung der Ausstellungen.“

Zum Gesamtprojekt gehören auch der Neubau eines Pavillons, die Sanierung der Burg, die inhaltliche Aufbereitung des Museums bzw. der Ausstellungsinhalte sowie die Gestaltung der Außenanlagen.

Die Finanzierung des Projektes ist weitestgehend gedeckt, vor allem mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ des Landes (770 000 Euro Zuschuss). Allerdings bleiben Kosten in Höhe von rund 150 000 Euro, die vom Land nicht gefördert werden und für die es auch keine sonstigen Zuschüsse gibt. Deshalb hat sich der „Verein zur Erhaltung“ der Ginsburg an die Stadt Hilchenbach und den Kreis Siegen-Wittgenstein gewandt. Die Stadt hat bereits zugesichert, 75 000 Euro beizusteuern, der Landrat schlägt dem Kreistag vor, die gleiche Summe zur Verfügung zu stellen. Der Ausschuss für Wirtschaft und Regionalentwicklung des Kreises wird am 17. Juni erstmals darüber beraten.

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Redaktion Siegen aus Siegen

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