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Kultureller Marktplatz Dahlbruch
Begegnungen mit den Profis

Die Kulturexperten aus München und Frankfurt sind angetan von den Möglichkeiten, die der Kulturelle Marktplatz eröffnet: Dr. Martina Taubenberger, Norbert Hoffmann und Angelika Schindel (v. l.).
  • Die Kulturexperten aus München und Frankfurt sind angetan von den Möglichkeiten, die der Kulturelle Marktplatz eröffnet: Dr. Martina Taubenberger, Norbert Hoffmann und Angelika Schindel (v. l.).
  • Foto: Irene Hermann-Sobotka
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ihm Dahlbruch. Bisher kannte Martina Taubenberger, Kulturmanagerin aus München, die Dimensionen ihres Siegerländer Auftrags nur auf dem Papier. Corona hatte eine Reise nach Dahlbruch unmöglich gemacht. Nun sieht sie den Kulturellen Marktplatz zum ersten Mal real. Und gleich verändert sich der Blick auf das Projekt. Der Charme des Viktoria-Theaters und die Nüchternheit des Hallenbad-Gebäudes machen deutlich, dass es genau dazwischen auf die Verbindung ankommt – baulich und emotional.

Martina Taubenberger hat sich zwei Experten mit ins Boot geholt: Für die Öffentlichkeitsarbeit und PR ist Angelika Schindler (ebenfalls München) zuständig. Als Experte für Stadtentwicklung und Stadtmarketing fungiert Norbert Hoffmann aus Frankfurt.

ihm Dahlbruch. Bisher kannte Martina Taubenberger, Kulturmanagerin aus München, die Dimensionen ihres Siegerländer Auftrags nur auf dem Papier. Corona hatte eine Reise nach Dahlbruch unmöglich gemacht. Nun sieht sie den Kulturellen Marktplatz zum ersten Mal real. Und gleich verändert sich der Blick auf das Projekt. Der Charme des Viktoria-Theaters und die Nüchternheit des Hallenbad-Gebäudes machen deutlich, dass es genau dazwischen auf die Verbindung ankommt – baulich und emotional.

Martina Taubenberger hat sich zwei Experten mit ins Boot geholt: Für die Öffentlichkeitsarbeit und PR ist Angelika Schindler (ebenfalls München) zuständig. Als Experte für Stadtentwicklung und Stadtmarketing fungiert Norbert Hoffmann aus Frankfurt.

Gespräche mit allen Beteiligten

Was machen die drei – abgesehen von der Baustellenbesichtigung? Sie sprechen. Am Dienstag erst mit Chören und Musikvereinen, am Abend mit Vertretern von Sport- und Turnvereinen, dann mit Migranten, Senioren, mit behinderten Menschen, mit Jugendlichen. Natürlich waren auch schon die Profis dran: die Stadt, der Gebrüder-Busch-Kreis, der Kinobetreiber. Aus all diesen Gesprächen will Martina Taubenberger das Puzzle zusammensetzen, das später einmal den Kulturellen Marktplatz bilden soll.

„Ich gucke nicht, wo die Steckdose hin muss, ich schaue, wer sich dort einstöpseln kann."
Dr. Martina Taubenberger
Kulturmanagerin aus München

„Wir machen Ihnen keinen Raumbelegungsplan, und wir entwickeln dafür auch keine Software“, dämpfte Norbert Hoffmann allzu konkrete Erwartungen. Martina Taubenberger formulierte es so: „Ich gucke nicht, wo die Steckdose hin muss, ich schaue, wer sich dort einstöpseln kann.“
Einstöpseln soll sich eine möglichst bunte Vielfalt von Nutzern. Und sie sollen sich begegnen. „Wir wollen keine getrennten Eingänge, man soll sich hier über den Weg laufen.“ Nicht zwanghaft, aber doch immer mal wieder.

„Absichtsloses Verweilen“ finden die Planer gut. Einfach mal zum Kulturellen Marktplatz kommen, Leute beobachten, ein bisschen ausruhen, vielleicht ins Gespräch kommen. „Leben um sich herum haben, ohne dass man sich selbst darum kümmern muss“ – das könnte für Alt und Jung interessant sein, glauben die Experten.

Schlüsselrolle für die Gastronomie

Daneben aber, so viel steht fest, werden Gruppen auch planvoll Räume beanspruchen, Veranstaltungen organisieren, Seminare abhalten, Proben ansetzen und vieles mehr. Wer das später einmal wie managt in Dahlbruch, ist zurzeit noch offen. Auch das soll Martina Taubenberger mit ihrem Team überlegen. Die Stadt, so sagt Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis, werde dabei wohl weiter eine Rolle spielen, aber auch der Betrieb müsse wirtschaftlich sein. Nutzungsentgelte – vermutlich gestaffelt – gehören dazu.

In diesem Zusammenhang wird die Gastronomie wohl eine Schlüsselrolle spielen. Denn der künftige Wirt serviert vielleicht nicht nur Speisen und Getränke, sondern verwaltet womöglich auch Räume. Dass übrigens keine Kulinarik auf Sterne-Niveau gefragt ist, unterstrich Martina Taubenberger. Alle Zielgruppen sollen hier bedient werden.

Ob der Name „Kultureller Marktplatz“, von dem sich Martina Taubenberger zunächst begeistert gezeigt hatte, tatsächlich am Ende die Markenklammer für das Projekt werden kann? Die Münchnerin ruderte ein bisschen zurück. Man müsse über den Namen noch einmal nachdenken und auf die Resonanz aus der Bevölkerung hören.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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