Besondere Einblicke

Puppen unter freiem Himmel: das Hille- Pupille-Figurentheater. Fotos: ciu
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ciu Grund. Kunterbunt und quicklebendig – so präsentierte sich KulturPur an den drei Festivalnachmittagen. Vor allem am Sonntag hätten viel mehr Menschen nicht mehr auf das Areal rund um die weißen Zelte unter hohem Himmel gepasst. Auf der Wiese tummelten sich kleine und große Leute auf Picknickdecken, im wundersamen Klang-Garten von Etienne Favre (diesmal samt Labyrinth), im Sand, wo die Jüngsten es dem Skulpturenbauer Ulrich Bentsch nachtaten und selbst eifrig gruben und modellierten, im Mittelzelt und im kleinen Zelttheater, wo beinahe ununterbrochen immer irgendetwas geboten wurde, am Eisstand und an der Pommesbude, hier und da aufgescheucht von den „Alten Damen“ des Bouldegom Théâtres, übergroße Ladys mit respektablen Hinterteilen.

Seit etlichen Jahren eine Kostbarkeit im Familienangebot des Festivals: die Workshops der Jugendkunstschule. Diesmal konnten die Kinder aus hölzernen Fundstücken Gesichter erfinden oder Fabel- und andere Tiere zusammenzimmern. Mit Hammer, Säge und Nagel. Eine andere Möglichkeit: Folienzeichnen (eine Art Pausverfahren mit comicartigem Effekt) oder das kunstfertige Gestalten von Bilderrahmen aus Pappe.

Eine Premiere hatten bei KulturPur 2009 die Backstage-Führungen, vier an der Zahl, die den Teilnehmern (allesamt Gewinnspiel-Sieger!) interessante Einblicke hinter die Festivalkulissen bot. Zu erfahren war zum Beispiel, mit welchem organisatorischen Aufwand mitten zwischen Wald und Heide ein Veranstaltungsareal entsteht, das künstlerischen und technischen Ansprüchen mehr als genügt. Ein bisschen hatte diese „Tour de KulturPur“ etwas von einem heimlichen Blick durchs Schlüsselloch. Bei dem zu sehen ist, wie es sich backstage lebt – mit Limo und Melone, mit einem guten Pausen-Buch, mit detaillierten Ablaufplänen auf dem Flipchart, mit unentwegtem Stühlerücken, mit plötzlichem Umdisponieren (etwa, wenn ein Artist – wie Rémi Martin bei „Körperpoesie“ – absagen muss), mit all dem Komfort den ein DRK-Bereitschaftszelt als Garderobe (ja, es gibt auch eine Heizung!) bieten kann.

Technischer Leiter Jens von Heyden, der eine der Führungen übernahm, erzählte von seinem persönlichen GAU, dem Stromausfall am Donnerstag, als eines der beiden Aggregate ausfiel und das andere nicht ansprang, und er führte seine Gruppe auch ins Gillerbergheim, das zur KulturPur-Zeit völlig umgekrempelt wird. Hier bekocht Kerstin Halbach seit 18 Jahren das gesamte Team – und auch die Künstler. Hubert von Goisern speiste am Sonntagnachmittag im „Ansitz“. Diese Tür freilich blieb auch für die Backstage-Wandergruppe verschlossen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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