Betont familiär und fröhlich gefeiert

Ruckersfelder schauten mit Sang, Klang und Spaß auf 925 Jahre Ortsgeschichte zurück

sib Ruckersfeld. Eine kleinere, familiäre Feier, bei der die Dorfbewohner selber auch zum Feiern kommen – das war der breite Konsens, auf den sich die Ruckersfelder für ihr Jubiläumsjahr 2004 geeinigt hatte. 925 Jahre Ruckersfeld sollten vor allem ein Fest für die rund 100 Ortsbewohner werden.

So hatte man die Festivitäten diesmal im Ort belassen, rund um den Backes feierte man mit Freunden und Bekannten. Noch zum 900. Jubiläum hatte man außerhalb des Ortes einen Zeltplatz planiert, um die Besuchermengen fassen zu können. Nun war der Betrieb auch zum 925-jährigen Geburtstag recht stattlich, aber alles lief betont familiär ab.

So gab es etwa ein umfangreiches Programm für die Kinder. Diese konnten wahlweise Islandponys reiten, sich beim Dorfquiz schlau machen oder Geschicklichkeitsspiele absolvieren. Vorbereitet hatte das Kinderprogramm die Sonntagsschule Ruckersfeld-Oechelhausen, namentlich beteiligt waren Almuth Stötzel, Christa Gronemeyer und Martina Stücher.

Was wäre so eine Feier »e de Strüche« ohne einen rauchenden Backes? Natürlich nur die halbe Miete, und so hatte der Heimatverein das Backhaus schon lange vor dem Wochenende zum Qualmen gebracht. Am Samstag selbst konnten sich die Besucher im Backes von den Fähigkeiten der Brotbäcker höchstpersönlich überzeugen. Fünf Ofenladungen voll mit je 40 Schanzenbroten entstanden, es wurde geknetet, geformt und erhitzt, dass das Backhaus bebte. Selbstverständlich gingen die Backhausleckereien anschließend weg wie die warmen Semmeln, auch frischer Streuselkuchen und belegte »Donge« mit Schmalz und Schinken warteten nicht lange auf Abnehmer.

Peu à peu trudelten am Samstagnachmittag die Gäste ein, darunter Hilchenbachs Bürgermeister Günter Schlabach und Heimatgebietsleiter Dieter Tröps, der eine Urkunde des Heimatbundes zum Jubiläum überreichte. Vorbei kam auch Landrat Paul Breuer, der den Ruckersdorfern ein neues Ortseingangsschild mitbrachte. Auf dem alten stand noch etwas vom »Kreis Siegen«, richtig ist natürlich »Kreis Siegen-Wittgenstein«. So ein Jubiläum wird auch im kleineren Rahmen mit Sang und Klang gefeiert. So konnten Ortsvorsteher Friedhelm Stötzel und der Vorsitzende im Heimatverein, Klaus Vitt, die Männer von den Jagdhornbläsern des Hegerings Hilchenbach unter Leitung von Andreas Schmidt begrüßen. Die Männer brachten den Menschen in Festlaune einige Ständchen. Dem stand auch der Männerchor »Einigkeit« Herzhausen in nichts nach, der unter dem Dirigat von Jens Schreiber zu singen anhob.

Am Sonntag gab es zunächst einen Open-air-Gottesdienst für den gesamten Westbezirk, den Pfarrerin Almuth Scheckel zelebrierte. Unterstützt wurde sie vom Gospelchor Allenbach. Gleich im Anschluss daran spielten die Alphornbläser Rudersdorf auf.

Zum weiteren Programm an beiden Tagen gehörten Planwagenfahrten und eine Ausstellung in der Kapellenschule. Hier waren Zeichnungen, Aquarelle und Tempera-Malereien von Marianne Levien zu sehen, die bis zum Herbst 2003 in Ruckersdorf wohnte. Die »Kunst Küche e de Strüche« ist noch bis zum 25. Mai täglich von 16 bis 19 Uhr außer mittwochs geöffnet. Glocken des Grunder Schellenschmieds, die der Heimatverein Grund zur Verfügung stellt, ergänzen die Schauobjekte.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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