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Andere geplante Baumaßnahme muss warten
Buswende mit Eltern-Taxi-Haltestelle kommt

Die Haltestelle am Fuß des Hilchenbacher Schulbergs soll in eine Buswende mit Eltern-Taxi-Haltestelle umgewandelt werden.
  • Die Haltestelle am Fuß des Hilchenbacher Schulbergs soll in eine Buswende mit Eltern-Taxi-Haltestelle umgewandelt werden.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

Ob am Fuße des Hilchenbacher Schulbergs eine Buswende samt Eltern-Taxi-Haltestelle entstehen soll, ist umstritten. Auch wegen des gravierenden Eingriffs in die Natur. Eine Entscheidung wurde nun trotzdem gefällt.

js/lh Hilchenbach. Zu Füßen des Hilchenbacher Schulbergs soll ab August eine Buswende samt Eltern-Taxi-Haltestelle gebaut werden. Dafür stellt die Stadt Hilchenbach eine vorgesehene Baumaßnahme zunächst einmal aufs Abstellgleis: Die Sanierung der Talsperrenstraße in Dahlbruch soll in diesem Jahr unangetastet bleiben. 

Unverhofft war die Stadt vor einigen Wochen auf die Idee gekommen, die Bushaltestelle unterhalb des Alten Friedhofs zu ertüchtigen.

Ob am Fuße des Hilchenbacher Schulbergs eine Buswende samt Eltern-Taxi-Haltestelle entstehen soll, ist umstritten. Auch wegen des gravierenden Eingriffs in die Natur. Eine Entscheidung wurde nun trotzdem gefällt.

js/lh Hilchenbach. Zu Füßen des Hilchenbacher Schulbergs soll ab August eine Buswende samt Eltern-Taxi-Haltestelle gebaut werden. Dafür stellt die Stadt Hilchenbach eine vorgesehene Baumaßnahme zunächst einmal aufs Abstellgleis: Die Sanierung der Talsperrenstraße in Dahlbruch soll in diesem Jahr unangetastet bleiben. 

Unverhofft war die Stadt vor einigen Wochen auf die Idee gekommen, die Bushaltestelle unterhalb des Alten Friedhofs zu ertüchtigen. Grund dafür ist die vom Landesbetrieb Straßenbau NRW vorgesehene Oberbau-Erneuerung der Rothenberger Straße  (L 728) zwischen Abzweig Ferndorfstraße und Ortsausgang Richtung Brachthausen. Da die Bagger ohnehin anrollen werden, möchte sich die Verwaltung mit ihrer Maßnahme gern dranhängen − nicht nur, um Synergien zu nutzen, sondern mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die Bushaltestelle für Grund- und Realschule und der Schulweg selbst soll sicherer werden; die Eltern sollen hier ihre Kinder abliefern und abholen können, ohne die steile und beengte Jung-Stilling-Allee befahren zu müssen.

Umstrittenes Bauvorhaben in Hilchenbach

Über die Zusage des Bauvorhabens wurde am Mittwoch im Rat sehr kontrovers diskutiert. Etliche Mitglieder sprachen von einem gravierenden Eingriff in die Natur und in das Landschaftsbild des angrenzenden Friedhofs: Nicht weniger als 14 Bäume und Großsträucher müssten dafür weichen. Auch die Frage nach der Befestigung des 2,08 Meter großen Höhenunterschiedes zum Friedhof und dessen sichere Abstützung wurde aufgeworfen. Zudem kursierte der Vorwurf, die Maßnahme sei zu kurzfristig und wenig durchdacht. Etliche Fraktionsmitglieder sahen jedoch die Vorteile darin, die Verkehrssicherheit der Kinder durch die Maßnahme zu erhöhen und erhebliche Baukosten zu sparen, indem die Buswende mit der Sanierung der Rothenbergstraße im Sommer kombiniert wird. Mit einer Mehrheit von 19 zu acht Stimmen sprach sich der Rat für den Bau der Buswende und der Eltern-Taxi-Station aus. „Es ist ein Glücksfall, dass wir uns schnell und unbürokratisch an die Sanierung der L728 dranhängen können. Eine Sperrung in ein bis zwei Jahren würde deutlich mehr Geld kosten“, lobte André Jung von der CDU-Fraktion die flexible Entscheidung. „Seit Jahren wünschen sich die Eltern eine Veränderung“, betonte auch Annette Czarski-Nüs, Vertreterin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Auch für eine Optimierung des Linienbusverkehrs kann eine Wendeanlage gute Dienste leisten, da die Neugestaltung des Marktplatzes womöglich doch ohne barrierefreie Bushaltestelle auskommen kann: Der Busstopp jenseits des Rathauses, an der Rothenberger Straße gelegen, soll ohnehin barrierefrei ausgebaut werden und kann aufgrund seiner geringen Distanz als Anbindung für den nahegelegenen Marktplatz dienen.

Fördermittel für Bushaltestellen

Die Kosten stehen inzwischen ebenfalls fest: Mit rund 400 000 Euro muss die Stadt rechnen. Entsprechende Haushaltsmittel müssen also an anderer Stelle eingespart werden. Die Talsperrenfrage kam in Betracht, da hier noch etwaige Maßnahmen aus dem Straßen- und Wegekonzept wegen der Holzabfuhren noch den Griff in Fördertöpfe ermöglichen könnten.

Die Stadt Hilchenbach hofft auch auf Fördermittel als Finanzspritze für den Ausbau der beiden barrierefreien Bushaltestellen selbst. "Aufgrund der sehr kurzfristigen Planung des Landesbetriebs und der damit einhergehenden knappen Vorlaufzeit war eine fristgerechte Beantragung von Fördermitteln für die genannten Bushaltestellen beim NWL Nahverkehr Westfalen-Lippe nicht möglich", bedauert die Verwaltung. "Um dennoch mögliche Fördermittel zu generieren, haben wir beim NWL einen Antrag auf Anerkennung einer Vorsorgemaßnahme gestellt." Dies sei nicht zuletzt geschehen, damit sich durch eine gemeinsame Ausschreibung und Durchführung des Erstvorhabens sowohl wirtschaftliche als auch bautechnische Vorteile ergeben. "Hierdurch werden der Verwaltungsaufwand und die Kosten für die spätere bauliche Umsetzung reduziert."

Derzeit belaufen sich die geschätzten und in der Vorsorgemaßnahme beantragten Kosten auf rund 121 000 Euro. Der barrierefreie Umbau der Haltestellen wird mit einer Quote von 90 Prozent gefördert, sodass bei positivem Bescheid mit einer Fördersumme von 108 900 Euro und einem Eigenanteil von 12 100 Euro, bei dem derzeitigen Preisniveau, gerechnet werden könne. Die Stadt kann den Bau so oder so in Auftrag geben. Die Chance auf Zuschüsse zu wird damit nicht geschmälert, einen Anspruch lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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