Tarifverhandlung
Celenus: Angebot „auf Augenhöhe mit Verdi“

sz Hilchenbach. Im Nachgang zum Verdi-Warnstreik am Dienstag und im Vorfeld der am 1. August  beginnenden fünften Verhandlungsrunde rund um den künftigen Tarifvertrag für die Beschäftigten der Hilchenbacher Celenus-Klinik für Neurologie (die SZ berichtete) meldete sich am Mittwoch die Celenus-Fachklinik Hilchenbach GmbH mit einer Pressemitteilung zu Wort. Man habe Verdi „ein attraktives Tarifangebot vorgelegt. Dieses beinhaltet u. a. neben einer Lohnsteigerung von 7 Prozent zusätzlich eine erhebliche Anhebung des Grundgehalts für Pflegekräfte“.

Fachkräftemangel drückt

Der gesamte Gesundheitssektor sei „stark vom Fachkräftemangel betroffen. Mit 150 Fachkräften im Bereich des Pflegedienstes hat die neurologische Klinik einen hohen Bedarf, und hier ist sie nicht allein. Allein bundesweit fehlen in den nächsten Jahren 160  000 Pflegekräfte. Aus diesem Grund ist es notwendig, wertvolle Fachkräfte für die Klinik zu gewinnen“.

Entsprechend habe Celenus in Vorbereitung der neuen Verhandlungsrunde Verdi ein "neues und marktgerechtes" Tarifangebot vorgelegt. Dieses beinhalte:
• „eine Lohnsteigerung von über 7 Prozent für alle Mitarbeiter bis 31. Juli 2021,
• eine Erhöhung des Grundgehalts von 175 Euro für examinierte Pflegekräfte,
• eine Zulage von 100 Euro für Pflegehelfer sowie erhebliche, weitere Zulagen für Schichtdienste und Samstagsarbeit.“

"Wir wollen die Pflege besonders stärken"

Mit diesem Angebot liege Celenus „auf Augenhöhe mit den aktuellen Tarifabschlüssen von Verdi in vergleichbaren Einrichtungen“. Chefarzt Dr. Andreas Sackmann sowie Klinikdirektorin Susanne Halhuber sind sich einig: „Der Fachkräftemangel hat uns auch erwischt. Wir müssen dort zuerst handeln, wo die Not am größten ist – wir wollen die Pflege besonders stärken.“ Dieses, so heißt es in der Mitteilung weiter, sehe auch Verdi so, „die neben 12 Prozent mehr Lohn eine Zulage von 200 Euro für Pflegekräfte fordern. Rehakliniken wie in Hilchenbach werden nicht im neuen Sofortprogramm Pflege (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz) des Bundesministeriums für Gesundheit berücksichtigt, in dem die Pflegekräfte von den Krankenkassen vollständig finanziert werden“.

"Müssen jeden Euro hart erarbeiten"

Klinikdirektorin Susanne Halhuber: „Wir müssen jeden Euro für unsere Mitarbeiter hart erarbeiten. Die Forderung von Verdi kann nur umgesetzt werden, wenn die Politik hier in die Verantwortung tritt. Wir sind zuversichtlich, dass wir im Schulterschluss mit Verdi hier für Chancengleichheit sorgen.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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