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6. Müsener Hafenfest ein toller Erfolg
Das Konzept ging voll auf

Gut gelaunte „Anlege-Gehilfen“ auf Deck der „Muzena“. Auch bei den vielen Gästen und Besuchern war die Stimmung im Verlauf der einwöchigen Veranstaltung prächtig.
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  • Gut gelaunte „Anlege-Gehilfen“ auf Deck der „Muzena“. Auch bei den vielen Gästen und Besuchern war die Stimmung im Verlauf der einwöchigen Veranstaltung prächtig.
  • Foto: bjö
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bjö Müsen. Ob die nachmittägliche Windböe, die am Freitag das Dach der Müsener Inselbar ins Wasser des Freibadbeckens wehte, als „Hurricane von Müsen“ in die Geschichte des Bergmannsdorfes eingehen wird, bleibt abzuwarten. Sie gehört jedenfalls zu den Kuriositäten des am Samstagabend nach einer Woche zu Ende gegangenen Hafenfestes rund um etwas, das in einem „normalen“ Siegerländer Dorf nicht existiert – ein eigenes Löschboot. Dieser Bezeichnung machte die „Muzena“ zumindest indirekt alle Ehre: Über 2000 Menschen, so die Hochrechnung der 119 Rundfahrten, dürfte sie im Laufe einer Woche dazu verholfen haben, an Bord ihren Durst zu löschen.

bjö Müsen. Ob die nachmittägliche Windböe, die am Freitag das Dach der Müsener Inselbar ins Wasser des Freibadbeckens wehte, als „Hurricane von Müsen“ in die Geschichte des Bergmannsdorfes eingehen wird, bleibt abzuwarten. Sie gehört jedenfalls zu den Kuriositäten des am Samstagabend nach einer Woche zu Ende gegangenen Hafenfestes rund um etwas, das in einem „normalen“ Siegerländer Dorf nicht existiert – ein eigenes Löschboot. Dieser Bezeichnung machte die „Muzena“ zumindest indirekt alle Ehre: Über 2000 Menschen, so die Hochrechnung der 119 Rundfahrten, dürfte sie im Laufe einer Woche dazu verholfen haben, an Bord ihren Durst zu löschen.

Viele Kuriositäten

Das Hafenfest endete in einer Hinsicht, wie es begonnen hatte: An beiden Samstagen verhagelten Autopannen den Müsener Gästen von auswärts eine pünktliche Ankunft im Siegerland. Vor einer Woche war die Band des ersten abendlichen Konzerts wegen einer Radpanne in Gießen liegengeblieben. Der Auftritt hätte dennoch pünktlich beginnen können, wenn es nicht ein Elektrizitätsproblem im Partyzelt nötig gemacht hätte, in aller Schnelle noch zwei Baustromkästen aus dem Ort zu besorgen – das Konzert begann immerhin 40 Minuten später ohne Stimmungseinbußen. Eine Woche später musste ein Ersatzbus beschafft werden, damit die „U-Boot-Freunde Oberegg“ trotz Motorschadens pünktlich zum Hafenfest-Finale in Müsen aufschlagen konnten. U-Boot-Freunde aus dem Allgäu? Durchaus – sie sind „total sympathisch, weil sie genauso verrückt sind wie wir“, erklärte Christoph Schütz, Vorsitzender des mitveranstaltenden TuS Müsen. Sie brachten die Band „Grandmothers Groove“ als Stars des Abschlusskonzerts mit. Seemännische Verstärkung traf zudem in Form des Shantychors „Windjammer“ aus Zeven ein.Nicht ganz so weit entfernt war zeitgleich die Einsatzstelle für die Müsener Feuerwehr, die neben ihrer Verantwortung für die schippernde „Muzena“ am Samstagnachmittag noch „nebenbei“ eine Brandmeldung am Müsener Friedhof abarbeitete. Auch dieses Ereignis reihte sich in die Liste der Kuriositäten ein, denn vor Ort wurde klar, dass es sich beim gemeldeten Alarm nicht etwa um den Feuermelder der Friedhofshalle handelte, sondern um die akustische Störmeldung eines Mähroboters.

"Muzena" musste ab 22 Uhr schweigen

Stichwort Stören: Schon am ersten Fest-Wochenende musste das Hilchenbacher Ordnungsamt die „Hafenbetreiber“ des Müsener Freibads davon in Kenntnis setzen, dass nicht alle Anwohner begeistert auf die nächtliche Betätigung des Schiffshorns und eines an Bord befindlichen Martinshorns reagierten – fortan schwieg die „Muzena“ ab 22 Uhr. Die Schifffahrten selbst sollen übrigens gänzlich ohne Zwischenfälle vonstatten gegangen sein. Dafür, dass schwankende Gäste nicht ins Wasser fielen, sorgte das Kreuztaler DLRG an den Wochenenden mit Adleraugen. An Land herrschte übrigens nicht weniger Partystimmung als zu Wasser: Die Müsenerin Ulla Hauptmann ließ sich Mitte der Woche nicht von ihrem eigenen 70. Geburtstag davon abhalten, in der Küche Fisch für den Verkauf von Brötchen zu verarbeiten – nach einem kurzen Lebehoch machte sie sich gleich wieder an die Arbeit. Eine gute halbe Tonne Fisch soll in acht Tagen durch ihre Hände gewandert sein. Der Testlauf des Müsener Hafenfests, eine ganze Woche lang abends im 800 Mann fassenden Festzelt Party zu machen, ging vollends auf. Das Konzept funktionierte, weil insgesamt 280 Helfer von Turnverein und Feuerwehr ihre minutiös eingeteilten Arbeitsschichten absolvierten.

Nächste Auflage in drei oder vier Jahren?

Ende dieser Woche ist die Freibadsaison auch für die „Muzena“ vorbei: Dann hievt sie ein Autokran wieder auf einen Auflieger, mit dem sie in ihr Winterquartier in Buschhütten gebracht wird. Ob sie das nächste Mal in drei oder vier Jahren wieder Wasser unterm Kiel spüren wird, das werden die Müsener nach den Strapazen der vergangenen Woche in aller Ruhe ausdiskutieren – an Land, versteht sich.

Autor:

Björn Hadem aus Siegen

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