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Etatberatungen im baulichen Bereich kratzen lediglich an der Oberfläche
Deckel bleibt auf den Kosten

Dieses Lager darf keine Dauerlösung sein: Der Baubetriebshof muss seine Hackschnitzel an einer anderen Stelle unterbringen. Unter der Brücke der L 729 hat brennbares Material nichts zu suchen. In diesem Jahr wird aber noch nichts daraus. Fotos: Jan Schäfer
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  • Dieses Lager darf keine Dauerlösung sein: Der Baubetriebshof muss seine Hackschnitzel an einer anderen Stelle unterbringen. Unter der Brücke der L 729 hat brennbares Material nichts zu suchen. In diesem Jahr wird aber noch nichts daraus. Fotos: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

js Hilchenbach. Die Hilchenbacher „Mängelverwaltung“ geht in ein neues Haushaltsjahr. Der Bauausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung über die Etat-Posten aus den Bereichen Bauen und Brandschutz zu beraten und konnte auch dieses Mal nur Bruchteile von dem auf den Weg bringen, was im Idealfall getan werden müsste. „Es ist ein Bild des Jammers“, konstatierte Arne Buch (CDU) beim Blick auf die Aufgabenliste „bauliche Unterhaltung“. Fast 1,8 Mill. Euro schwer sind die Wünsche, die vom zuständigen Fachbereich angemeldeten Notwendigkeiten, die angepackt werden müssten, um einen schlichten Substanzerhalt der kommunalen Immobilien zu gewährleisten. Ausgegeben werden 2020 aber nur 205 700 Euro.

„Eine bittere Erkenntnis“, fand auch Ausschussvorsitzender André Jung (CDU).

js Hilchenbach. Die Hilchenbacher „Mängelverwaltung“ geht in ein neues Haushaltsjahr. Der Bauausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung über die Etat-Posten aus den Bereichen Bauen und Brandschutz zu beraten und konnte auch dieses Mal nur Bruchteile von dem auf den Weg bringen, was im Idealfall getan werden müsste. „Es ist ein Bild des Jammers“, konstatierte Arne Buch (CDU) beim Blick auf die Aufgabenliste „bauliche Unterhaltung“. Fast 1,8 Mill. Euro schwer sind die Wünsche, die vom zuständigen Fachbereich angemeldeten Notwendigkeiten, die angepackt werden müssten, um einen schlichten Substanzerhalt der kommunalen Immobilien zu gewährleisten. Ausgegeben werden 2020 aber nur 205 700 Euro.

„Eine bittere Erkenntnis“, fand auch Ausschussvorsitzender André Jung (CDU). Baudezernent Michael Kleber deutete an, dass die angemeldeten Posten noch längst nicht das Gesamtbild wiedergeben. Daher habe er davor gewarnt, eine komplette Liste über bauliche Rückstände zu erstellen. Ganz so erschreckend soll das Zahlenwerk dann doch nicht daherkommen.

Den größten Posten bei den baulichen Investitionen bringt auch in diesem Haushaltsjahr der Kulturelle Marktplatz Dahlbruch – 700 000 Euro für die Bauabschnitte 2 und 3. Der nunmehr mit 4,8 Mill. Euro bezifferte städtische Eigenanteil für die Umsetzung des Projekts verteilt sich auf die Jahre 2019 bis 2022.

Hohe Kosten für Gerätehäuser

Die Feuerwehr kann sich auf den ein neues Löschfahrzeug, ein neues Auto für ihren Leiter und die Erweiterung des beengten Gerätehauses in Vormwald einstellen. Letztere wird etwa 360 000 Euro kosten. Abermals leer geht die Löschgruppe Grund aus, die seit einigen Jahren die Erweiterung ihres Gerätehauses wünscht. Noch keine Entscheidung gab darüber, ob das Gerätehaus Dahlbruch mit einer Doppelgarage ergänzt wird, die dem aus Helberhausen zu verlegenden Mannschaftstransportwagen Platz bieten würde. Die zunächst angemeldeten 20 000 Euro würden nicht ausreichen, ergänzte Kleber. Nun sei von 31 000 Euro die Rede. Die gleiche Summe könnte noch einmal hinzukommen, wenn ein weiterer Wunsch erfüllt werden sollte: Die DLRG bekommt 2020 ein Fahrzeug vom Land gestellt und würde dieses gern in einer Garage auf dem Feuerwehrgelände unterstellen.

André Jung hatte direkt einen Deckungsvorschlag zur Hand: Die für die Erneuerung einer Baumscheibe auf dem Marktplatz eingestellten Mittel könnten verschoben werden. Das mache schon deshalb Sinn, so Jung, weil derzeit ohnehin über eine Umgestaltung des Marktplatzes diskutiert werde. Kämmerer Udo Hoffmann gab zu bedenken, dass die DLRG anders als die Feuerwehr nicht zu den städtischen Aufgabenbereichen zähle.

Und weiter: 140 000 Euro sollen für die Umgestaltung des Technikraums an der Realschule in den Etat gestellt werden, 70 000 Euro für eine neue LED-Beleuchtung in der Ballsporthalle. Für das Ikek-Leitprojekt im Freibad Müsen gibt es ein Budget von 250 000 Euro, 50 000 Euro sollen für das Ikek-Startpojekt im Freibad Hilchenbach in den Haushalt gestellt werden. Die Erneuerung der Stützmauer an der Bruchstraße soll nun mit 120 000 Euro unterfüttert werden. 355 000 Euro fließen in die Renaturierung des Wälderbachs, 75 500 Euro in eine neue Friedhofssoftware.

Sanierung der Winterbacharena muss warten

Die Sanierung der Winterbacharena (Ansatz: 500 000 Euro) muss noch mindestens bis 2021 warten. Pläne liegen schon in der Schublade bereit; derzeit gilt es aber noch abzuwarten, welche Alternativen zum Kunststoffgranulat in Frage kommen könnten. Ein weiteres Jahr warten muss auch der Baubetriebshof auf 15 000 Euro für ein neues Außenlager. Dieses benötigt er, da er aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen unter der L-729-Brücke in Allenbach nicht weiter Brennbares wie Holzschnitzel deponieren darf.

Die Sporthalle an der Grundschule Müsen bekommt eine neue Decke mit LED-Beleuchtung. Nur ein Drittel der Lampen funktioniere noch, machte Andreas Bolduan (UWG) auf die Dringlichkeit aufmerksam. Eigentlich sollte diese Maßnahme schon im vergangenen Jahr realisiert werden, die angemeldeten 93 500 Euro stehen noch aus dem Etat 2019 zur Verfügung. Da die Ausführung aber wegen einer späten Haushaltsgenehmigung im Vorjahr erst in den Sommerferien dieses Jahres möglich sei, mussten Kostensteigerungen von 5 Prozent hinzugeschlagen werden, erklärte Rolf Schmitt, Sachgebietsleiter Hochbau. Arne Buch warf der Verwaltung vor, durch Untätigkeit unnötige Kostensteigerungen verursacht zu haben. „Eigentlich müsste das jemandem vom Lohn abgezogen werden!“

Das Kino/Theater in Dahlbruch soll im ersten Geschoss ein neues Damen-WC bekommen (20 000 Euro). Verwaltungsarchitektin Katrin Baldursson-Schütz verdeutlichte anhand von Fotos die Notwendigkeit für diese Maßnahme, die nicht Teil des geförderten Kulturellen Marktplatzes ist.

175 000 Euro für die Sanierung von Straßen 

Größere Baumaßnahmen bei den Gemeindestraßen wird es in diesem Jahr nicht geben, alle anstehenden Projekte – Gillerbergstraße, Hörbachstraße, Siedlung – werden vorerst nicht berücksichtigt. Sie wären beitragspflichtig. Geld wird hingegen für den Ausbau der B 508 fällig. Auch wenn diese Straße Sache des Bundes ist, muss die Kommune doch für Gehwege und Beleuchtung aufkommen; abgerechnet wird nach KAG, auch Anwohner werden demnach zur Kasse gebeten (die SZ berichtete). Für Straßensanierungsmaßnahmen werden wieder 175 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Dieses Lager darf keine Dauerlösung sein: Der Baubetriebshof muss seine Hackschnitzel an einer anderen Stelle unterbringen. Unter der Brücke der L 729 hat brennbares Material nichts zu suchen. In diesem Jahr wird aber noch nichts daraus. Fotos: Jan Schäfer
Die Feuerwehr benötigt am Gerätehaus in Dahlbruch eine neue Doppelgarage. Kann in diesem Zuge eine weitere Garage für die DLRG ergänzt werden?
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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