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Stadt Hilchenbach soll handeln
Drei Fraktionen fordern Ankauf des Hammerwerks

Kann und soll die Stadt Hilchenbach die Industriebrache Hammerwerk Vorlaender in Allenbach kaufen?
  • Kann und soll die Stadt Hilchenbach die Industriebrache Hammerwerk Vorlaender in Allenbach kaufen?
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

js Allenbach. An der Zukunft des brach liegenden Hammerwerks Vorlaender scheiden sich die Geister – auch in der Hilchenbacher Kommunalpolitik. CDU, UWG und FDP möchten in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der kommenden Woche die Stadtverwaltung damit beauftragen, alle notwendigen Schritte zum Ankauf des Geländes einzuleiten und zu prüfen, ob dafür Mittel aus dem revolvierenden Grundstücksfonds des Kreises Siegen-Wittgenstein oder Dritter genutzt werden könnten.
Die drei Fraktionen positionieren sich deutlich gegen den von den Grünen unterstützten Plan des Hilchenbacher Bauunternehmers Heinrich Brian Born, der die leerstehenden Gebäude kaufen und im Bestand weiter nutzen möchte – u. a., um ein Betonmischwerk anzusiedeln.

js Allenbach. An der Zukunft des brach liegenden Hammerwerks Vorlaender scheiden sich die Geister – auch in der Hilchenbacher Kommunalpolitik. CDU, UWG und FDP möchten in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der kommenden Woche die Stadtverwaltung damit beauftragen, alle notwendigen Schritte zum Ankauf des Geländes einzuleiten und zu prüfen, ob dafür Mittel aus dem revolvierenden Grundstücksfonds des Kreises Siegen-Wittgenstein oder Dritter genutzt werden könnten.
Die drei Fraktionen positionieren sich deutlich gegen den von den Grünen unterstützten Plan des Hilchenbacher Bauunternehmers Heinrich Brian Born, der die leerstehenden Gebäude kaufen und im Bestand weiter nutzen möchte – u. a., um ein Betonmischwerk anzusiedeln. Diese Aussichten sind den Antragstellern ein Dorn im Auge. Sie richten den Blick auf die Wohnbebauung im Umfeld und setzen auf emissions- und geräuscharme Betriebe.

Unternehmen sollen sich erweitern können

Die Stadt, so heißt es im Antrag, könne Unternehmen zurzeit keine adäquaten Erweiterungsflächen anbieten; auch seien Ansiedlungswünsche von neuen Betrieben nicht erfüllbar. Daher sei es dringend nötig, „dass die Stadt aktiv den Grundstücksankauf des Hammerwerks“ forciere, das Areal in Zusammenarbeit mit dem Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) saniere und anschließend vermarkte.

Arbeiten im Bestand

Unternehmer Born hingegen möchte gemeinsam mit der jetzigen Eigentümern, der Firma Metalcom in der Lombardei, ein Sanierungskonzept erarbeiten lassen, mit dem im Bestand gearbeitet werden könnte. Diese „Hausaufgabe“ hatte ihm der Kreis gestellt.
Anders als von den Antragstellern gewünscht, plant die Stadtverwaltung die Behandlung des Themas übrigens für den nichtöffentlichen Sitzungsteil ein – unter Berufung auf Grundstücks- und Vertragsangelegenheiten.

Sanierungskosten im Millionenbereich

Wirtschaftsförderer Kyrillos Kaioglidis sagte der SZ, dass die Stadt einer privaten Entwicklung nicht entgegenstehe, sofern eine nachhaltige Entwicklung in Abstimmung mit dem Kreis erfolge. Was den Wunsch nach einem städtischen Ankauf angehe, gab er zu bedenken, dass aufgrund von zu erwartenden Sanierungskosten im Millionenbereich eigentlich nicht mehr als ein symbolischer Euro als Kaufpreis denkbar sei. Sollte der AAV mit ins Boot geholt werden, der 80-Prozent-Förderungen biete, gelte es zunächst noch, die Rahmenbedingungen zu klären. Die Kreisverwaltung sei mit dem Verband im Gespräch. Passende Städtebauförderprogramme des Landes seien momentan nicht in Sicht für eine solche Sanierung.

Interessent aus dem Ruhrgebiet

Vielleicht kommt alles aber auch ganz anders: Dem Vernehmen nach verhandelt Metalcom darüber hinaus mit einem Kaufinteressenten aus dem Ruhrgebiet – dem eine Komplettsanierung des Industriegebiets vorschwebt.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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