Ein Saal nur für Wasser

Dahlbrucher Regenüberlaufbecken ist bald fertiggestellt / Kostenvolumen 1,3 Mill. E

matz Dahlbruch. Es ist so groß wie ein Saal. Nur eben rund. Und trotz seines Durchmessers von 18 Metern noch nicht einmal das größte Regenüberlaufbecken (RÜB) im Stadtgebiet Hilchenbach. »Vielleicht das viert- oder fünftgrößte«, schätzt Dipl.-Ing. Ulrich Ockenfels. Doch die Unterhaltung muss draußen fortgesetzt werden. »Der Schall geht auf die Dauer ganz schön auf die Ohren«, sagt Ockenfels.

Er hat die Bauleitung über das Bauprojekt auf dem Parkplatz an der Ecke Obere Schweisfurth/Wiesenstraße. Gestern hatte er darüber hinaus die Aufgabe, den Mitgliedern des Werksausschusses das imposante Bauwerk zu zeigen.

Der größte Teil der baulichen Arbeiten sei abgeschlossen, berichtete der Ingenieur. Lediglich zwei kurze Kanalstücke müssten noch gebaut werden. Außerdem müssten abschließend der Parkplatz und die Bushaltestelle auf dem SMS-Gelände wieder hergestellt werden. 354 m3 Abwasser kann das Becken laut Ockenfels fassen. 140 m3 Beton seien allein in die Sohle, weitere 500 m3 in die Wände und die Decke gegossen worden. »Das sind knapp 1500 Tonnen Gewicht«, verdeutlichte der Ingenieur. »Wir brauchen aber das Gewicht, damit uns das Grundwasser der Ferndorf und das, das vom Hang jenseits der B508 runterfließt, das Becken nicht hochdrückt. Es ist schließlich nicht immer gefüllt.« Aber rund. Das müsse so sein, damit das Wasser in kreisförmiger Bewegung einlaufen und dadurch von Schmutz und Schlamm gereinigt werden könne.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme bezifferte Werkleiter Werner Otto auf 1,3 Mill. e, wovon 900000 e allein für den baulichen Teil zu veranschlagen seien. »Der bauliche Teil soll in anderthalb Monaten abgeschlossen sein, dann folgt noch der technische Teil«, erläuterte Otto. Die technischen Arbeiten seien hintenangestellt worden, da sie unter der Erde stattfänden. »Das kann bei Frost passieren.«

Überhaupt lobte Otto die »gute Nachbarschaft zu SMS und den Nachbarn«, die allesamt »sehr gut mit uns kooperiert« hätten. »Es ist selten, dass, wenn die Stadt so etwas baut, es so gut angenommen wird.«

Wie berichtet laufen an der Ecke Obere Schweisfurth/Wiesenstraße bei starken Regenfällen 2600 Liter pro Sekunde zusammen. Für das alte RÜB war das zu viel. Die Folge: Die Ferndorf musste mehr Wasser aufnehmen, als sie vertragen kann. Das neue RÜB soll diesen Fluss in Grenzen halten und maximal 40 Liter in der Sekunde an den Talsammler abgeben, der die Abwässer ins Klärwerk leitet. Die Stadt hatte sich für die Baumaßnahme den SMS-Parkplatz »ausgesucht«, da unter der Straße nicht genügend Platz für ein solch großes Becken ist.

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