Erwartungen übertroffen

js Dahlbruch. Mit 22 Anmeldungen für das kommende Schuljahr erwartet die Adolf-Reichwein-Hauptschule nach den Sommerferien deutlich mehr Fünftklässler, als es ihr der aktuelle Schulentwicklungsplan voraussagt. Dieser prognostiziert für die Klasse 5 des Schuljahrs 2010/11 gerade einmal 16 Neuzugänge.

„Das haben wir im vergangenen Jahr auch erlebt“, erläuterte Schulleiter Ulrich Kretzer gegenüber der SZ. Für das laufende Schuljahr hatte der Schulentwicklungsplan 19 Fünftklässler erwartet. Zwar waren zum damaligen Stichtag nur 15 Anmeldebögen ausgefüllt worden. Die tatsächliche Klassenstärke liegt nun aber bei 26 Schülern. „Aufgrund der Rückläufer im 7. Schuljahr könnten daraus sogar wieder zwei Klassen werden“, vermutete Kretzer.

Auch bei den aktuellen Anmeldezahlen – wie in den Vorjahren rekrutiert die Schule ihren Nachwuchs aus den Kommunen Hilchenbach und Kreuztal – sei noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Erfahrung zeige, dass die tatsächliche Klassenstärke erst am ersten Schultag feststehe. Einigen Eltern sei einfach nicht bewusst, dass auch für den Besuch einer Hauptschule Anmeldungen erforderlich sind.

Für die Adolf-Reichwein-Hauptschule ist die recht hohe Anmeldezahl durchaus von Bedeutung. Immerhin steht ihr Fortbestand seit einiger Zeit auf dem Prüfstand. Die Bezirksregierung in Arnsberg hat stets ein genaues Auge auf die Schülerzahl in Dahlbruch. Der Bestand der inzwischen einzigen Hauptschule in Trägerschaft der Stadt Hilchenbach ist vorerst für dieses und das kommende Schuljahr gesichert. Die Zeit danach hingegen ist noch ungewiss.

Zwei Varianten schweben dem Schulträger vor – in beiden Fällen würde die Eigenständigkeit der Schule auf der Strecke bleiben. Möglich wäre ein Verbund mit der Carl-Kraemer-Realschule in Hilchenbach. Denkbar wäre aber auch eine Kooperationslösung mit der Hauptschule in Erndtebrück oder der in Eichen.„Konkrete Gespräche mit den Nachbarkommunen haben wir noch nicht geführt“, sagte Hilchenbachs Schuldezernent Udo Hoffmann, der bei der letzten politischen Debatte zum Thema im vergangenen Herbst darauf verwiesen hatte, noch die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2010/11 abzuwarten. Doch auch jetzt, da diese auf dem Tisch liegen, wartet der Schulträger ab. „Wir müssen erst sehen, was die anstehende Landtagswahl bringt“, erklärte Hoffmann. Denn je nachdem, wie das Düsseldorfer Stühlerücken ausgehe, sei auch mit Veränderungen im Schulgesetz zu rechnen.„Momentan heißt es erst einmal abwarten, ob der gesetzliche Rahmen maßvoll oder grundlegend geändert wird.“ Darauf aufbauend werde der Schulträger weitere Überlegungen treffen. Hoffmann: „Kurzfristig ist die Schule gesichert, mittelfristig werden wir über einen Verbund nachdenken müssen.“

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