Es soll vier Windräder geben

Betreiber skizzieren Bürgerwindpark:

Anteile vorrangig für Hilchenbacher Bürger gedacht

mir Hilchenbach. Die Weichenstellung des Hilchenbacher Stadtrates für eine Vorrangzone an der »Lümke« haben die Windkraftbetreiber Günter Pulte und Franz-Josef Ochs (beide Anteilseigner am Littfelder Windrad) begrüßt. Gemeinsam mit Hilchenbacher Waldgenossenschaften wollen sie im Grenzgebiet zu Heinsberg voraussichtlich vier Windräder im Rahmen eines Bürgerwindparks errichten, falls »eine ausreichende Wirtschaftlichkeit« nach Kürzung der Fläche gegeben sei, wie sie jetzt in einer Pressemitteilung hervorhoben.

Zum weiteren Prozedere: In der Endphase des Ausweisungsverfahrens, vielleicht noch in diesem Jahr, werde man eine Betreibergesellschaft gründen, an der sich an erster Stelle Hilchenbacher Bürger beteiligen können. Die Anteilsgrößen sollen, wie Pulte gegenüber der SZ versicherte, so bemessen sein, dass alle Einkommensgruppen am Bürgerwindpark teilnehmen können. Über Chancen, Risiken, Termine und Zeichnungsfrist will man ausführlich informieren.

Der Vorteil eines Bürgerwindparks: Er gehöre den Bürgern der Region, erwirtschaftete Gewinne und anfallende Gewerbesteuer blieben in der Stadt, so Pulte. Anteile zeichnen könnten an erster Stelle Hilchenbacher, danach Bürger benachbarter Kommunen.

Möglicher Kritik halten die Betreiber entgegen, dass sich an der »Lümke« die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes in engen Grenzen halte. Die Anlagen will man eng beieinander errichten, so dass nur ein kleiner Horizontausschnitt in Anspruch genommen werde. Die ortsferne Lage schließe Geräusch- und Schattenbelästigung aus. Negative Auswirkungen auf den Jagdbetrieb werde es, bis auf die Bauphase, nicht geben. Eine Langzeitstudie des Landesjagdverbandes Niedersachsen belege dies.

Pulte und Ochs sehen für Hilchenbach weitere Vorteile: Vier Windräder könnten je nach Typ jährlich zwischen 12 und 18 Mill. Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen, das entspreche dem Jahresbedarf der 17000 Einwohner Hilchenbachs. 8000 bis 12000 Tonnen des Treibgases Kohlendioxid aus der Stromerzeugung mit fossilen Energien würden vermieden. Mit einer modernen Windanlage lasse in der rund 20-jährigen Betriebsdauer 40- bis 80-mal mehr Energie erzeugen, als für Herstellung, Bau, Betrieb und Entsorgung benötigt werde. In den festgelegten Abnahmepreisen sehen Pulte und Ochs keine Subvention, ein Untersuchungsbericht des EU-Wettbewerbskommissars belege das.

Furcht vor negativen Auswirkungen auf den Fremdenverkehr scheinen den Betreibern unbegründet. Erfahrungen aus den touristisch relevanten Küstenregionen zeigten, dass die Bemühungen um aktiven Umweltschutz sehr wohl anerkannt würden. Erhebungen und Umfragen gäben Zeugnis, dass es dort keinen Rückgang der Übernachtungszahlen gebe.

Als Beispiel für die Akzeptanz wird Littfeld genannt: Die dortige Anlage werde von einer sehr großen Mehrheit ausdrücklich begrüßt. Einzelpersonen, Schulklassen und Wandervereine informierten sich dort über die Windenergienutzung. Zahlreiche in Ortsvereinen des SGV und DAV organisierte Naturfreunde »haben sich sehr positiv zu dem Littfelder Projekt geäußert«, so Pulte.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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