SZ

Noch kein Kulturkonzept für Hilchenbach
Externer Blick lässt warten

js Hilchenbach/Dahlbruch. Auch wenn die Stadt Hilchenbach den Startschuss für den Bau des Kulturellen Marktplatzes Dahlbruch (KMD) in absehbarer Zeit abgeben möchte – die Rede ist bekanntlich von Anfang 2020 –, hat sie die inhaltliche Ausgestaltung des Projekts noch nicht in Angriff genommen. Der Schul- und Kulturausschuss hatte die Verwaltung im April mit einstimmigem Votum damit beauftragt, ein Kultur-Konzept erstellen zu lassen und dafür 20 000 Euro in den Haushalt 2020 einzustellen. Zudem sollte ein Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Dritte Orte: Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ gestellt werden. Dieser, so teilte die Verwaltung am Mittwoch bei der jüngsten Sitzung des Fachausschusses mit, wurde abgelehnt.

js Hilchenbach/Dahlbruch. Auch wenn die Stadt Hilchenbach den Startschuss für den Bau des Kulturellen Marktplatzes Dahlbruch (KMD) in absehbarer Zeit abgeben möchte – die Rede ist bekanntlich von Anfang 2020 –, hat sie die inhaltliche Ausgestaltung des Projekts noch nicht in Angriff genommen. Der Schul- und Kulturausschuss hatte die Verwaltung im April mit einstimmigem Votum damit beauftragt, ein Kultur-Konzept erstellen zu lassen und dafür 20 000 Euro in den Haushalt 2020 einzustellen. Zudem sollte ein Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Dritte Orte: Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ gestellt werden. Dieser, so teilte die Verwaltung am Mittwoch bei der jüngsten Sitzung des Fachausschusses mit, wurde abgelehnt.

Gemeinsam hatten Olaf Kemper vom Gebrüder-Busch-Kreis und Heike Kühn vom Verein PUSH den Antrag formuliert und fristgerecht auf den Weg gebracht. Die Jury wählte am 3. Juni allerdings 17 andere Projekte aus den über 150 Bewerbungen aus – Hilchenbach ging leer aus. Was die rathausinternen Arbeiten betrifft, hatte die Verwaltung ebenfalls schlechte Nachrichten mitgebracht: Aus personeller Not – bedingt durch längerfristige Krankheitsausfälle – im Aufgabenbereich „Kultur“ habe das Thema nicht weiter bearbeitet werden können, bedauerte der zuständige Fachbereichsleiter, Hans-Jürgen Klein. Er hoffe, zumindest in der Novembersitzung konkretere Informationen bieten zu können. „Ich bin optimistisch, dass uns das gelingt.“

Olaf Kemper (CDU-Ratsmitglied und Vorsitzender des Busch-Kreises in Personalunion) äußerte seinen Verdacht, dass die abschlägige Bewertung des mühevoll erstellten Förderantrags auch mit den vor dem Sommer von der Verwaltung veröffentlichten Kostensteigerungen des KMD-Projekts zu tun haben könnte. Das ärgere ihn. Aus seiner Sicht hätte das Projekt besser im kulturellen als im baulichen Bereich der Verwaltung angesiedelt werden müssen. „Mir sagt das so nichts“, zuckte Stadtrat Udo Hoffmann mit den Schultern. Eine Verknüpfung zwischen gescheitertem Förderantrag und der Botschaft von massiven Kostensteigerungen „wäre mir neu“.

Er habe aber auch eine „gute Nachricht“, fuhr Olaf Kemper fort und sprach von einem aus seiner Sicht geeigneten Kandidaten, der das gewünschte Kulturmanagement übernehmen könnte – einen Namen könne er noch nicht nennen. Auch auf SZ-Nachfrage rückte Kemper gestern nicht mit einem Namen heraus; er sprach aber von einer „politisch neutralen“ Person, die sich „innerhalb der Siegener Musiklandschaft mit neuen Ideen und dem Aufbrechen alter Strukturen“ habe durchsetzen können. Benötigt werde ein Kommunikator zwischen den verschiedenen Nutzergruppen des KMD.

Martin Debus (SPD), der im April bereits kritisch nachgefragt hatte, ob der vom Ausschuss geforderte externe Sachverstand in dieser Frage überhaupt hinzugezogen werden müsse, zeigte sich abermals verwundert. „Wir hatten uns doch geeinigt, wieso wird das jetzt wieder problematisiert?“ Sei der Blick von außen nun doch nicht mehr gefordert? Katrin Fey (Die Linke) waren Kempers Aussagen nicht konkret genug, um sich eine Meinung zu bilden. Seit 2017 sei die Politik dran, bis jetzt habe sich aber noch nichts Entscheidendes getan, erwiderte Olaf Kemper. „Wir müssen mal in die Pötte kommen und das Projekt mit Leben füllen!“

Udo Hoffmann sah keine hohe Dringlichkeit, der KMD werde bis mindestens 2022 gebaut. „Die Zeit können wir doch gut nutzen.“ Annette Czarski-Nüs (Grüne) unterstützte Kemper: „Das Anliegen ist richtig, wir müssen es endlich anpacken.“ Renate Becker (UWG) plädierte ebenfalls dafür, das Konzept auf den Weg zu bringen, lange bevor das Gebäude fertig ist.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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